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Donnerstag, 26. April 2018

CL-Schock für die Triple-Jäger: Eiskaltes Real lässt den FC Bayern leiden

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Der Traum des FC Bayern vom Triple droht nach einem äußerst unglücklichen ersten Teil des Gigantenduells mit Real Madrid zu platzen. (Foto: imago/Nordphoto)

Der Traum des FC Bayern vom Triple droht nach einem äußerst unglücklichen ersten Teil des Gigantenduells mit Real Madrid zu platzen.

Der Traum des FC Bayern vom Triple droht nach einem äußerst unglücklichen ersten Teil des Gigantenduells mit Real Madrid zu platzen.

Im letzten Champions-League-Heimspiel von Trainer-Routinier Jupp Heynckes unterlagen die Münchner dem eiskalten Titelverteidiger im Halbfinal-Hinspiel ...

... trotz guter Leistung und hochkarätiger Chancen mit 1:2 (1:1).

"Mitte der ersten Halbzeit waren wir gut im Spiel, dann aber zu naiv", haderte Kapitän Thomas Müller nach Spielende im ZDF.

"Wir hatten so viele Möglichkeiten, da musste ich schon süffisant lächeln, als es mit 1:1 in die Kabine ging. Es war viel, viel mehr drin."

Nach dem Spiel lächelte kein Münchner mehr süffisant. Statt einer ordentlichen Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche stand am Ende die erste Münchner Heimniederlage seit einem Jahr.

Sie schmerzte die Bayern, denn nun droht wie 2017 im Viertelfinale der erneute K.o. gegen Real.

Dennoch ist im Rückspiel am kommenden Dienstag (1. Mai) noch alles möglich. "Aber wir haben uns heute keinen Gefallen getan", sagte Müller.

Der Weg ins ersehnte Champions-League-Endspiel nach Kiew am 26. Mai und zum Jupp-Coup wird umso steiniger, weil die Bayern zu allem Überfluss wohl auch noch stark ersatzgeschwächt zum Rückspiel nach Spanien fliegen.

Flügelspieler Arjen Robben und ...

... Weltmeister Jerome Boateng dürften in Madrid ausfallen, beide mussten frühzeitig verletzt ausgewechselt werden.

Robben musste bereits nach acht Minuten vom Platz - so früh wie noch nie ein Bayern-Profi in einem Champions-League-Spiel.

Kurz vor Schluss traf es dann auch noch Javi Martinez.

Es passte zum bitteren Abend, den die Bayern erlebten.

Einem Abend, an dem sie Reals Superstar Cristiano Ronaldo komplett abmeldeten. Der Portugiese blieb erstmals in dieser Saison in einem Champions-League-Spiel ohne Treffer.

Einem Abend aber auch, der für die Münchner bitter begann und bitter endete. Die frühe Robben-Verletzung warf Heynckes' Matchplan über den Haufen.

Für den Niederländer kam Thiago, der aber nur mühsam ins Spiel fand.

Überhaupt stockte der Bayern-Motor nach euphorischem Beginn. Real witterte die zunehmende Verunsicherung, traute sich mehr zu, attackierte die Münchner früher.

Einzig Real-Leihgabe James Rodriguez versuchte in dieser Phase, das Spiel an sich zu reißen.

Doch außer einem Distanzschuss von Alaba-Ersatz Rafinha (19.) strahlten die Bayern in dieser Phase keine Gefahr aus.

Real wurde dominanter, der Ex-Leverkusener Daniel Carvajal prüfte Sven Ulreich (23.).

Mitten in der Drang-Periode der Königlichen schlug plötzlich Joshua Kimmich zu. Ein James-Pass in die Tiefe reichte, um Reals linke Abwehrseite zu entblößen.

Kimmich strebte alleine gen Keylor Navas und überraschte den Keeper mit einem satten Schuss in die Torwart-Ecke.

Doch in den Jubel hinein platzte der nächste Schock für die Bayern und Bundestrainer Joachim Löw, der unter den 70.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena saß: Weltmeister Boateng saß auf dem Boden, fasste sich an die Leiste - und musste ebenfalls raus. Für ihn kam Niklas Süle (34.).

Nur Sekunden später hätte Franck Ribery auf 2:0 erhöhen können, doch er legte sich den Ball frei vor Real-Keeper Navas zu weit vor.

Real versuchte, sich mit der ein oder anderen härteren Aktion zurück ins Spiel zu kämpfen. Das blieb zunächst unbestraft, weil Schiedsrichter Björn Kuipers zum Entsetzen der Bayern allzu viel durchgehen ließ.

Die lange Leine des Niederländers führte zu einer gewissen Hektik, von der sich die Gästeabwehr anstecken ließ.

Mats Hummels (41.) und ...

... Kapitän Müller (42.) hätten dies beinahe genutzt.

Stattdessen traf Real in der 44. Minute durch Marcelo von der Strafraumgrenze mitten ins Bayern-Herz. Martinez machte dabei eine unglückliche Figur.

Um ein Haar hätten die Bayern noch vor der Pause zurückgeschlagen. Doch Lewandowski köpfte Navas freistehend in die Arme (45.+1).

Der Pole agierte ebenso glücklos ...

... wie auf der Gegenseite Reals Sturm-Superstar Ronaldo. Der verbuchte erst in Minute 47 seinen ersten Torschuss - der im Seitenaus landete.

Die Tore erzielten andere. Nach den beiden Außenverteidigern Kimmich und Marcelo war es nach der Pause Reals Mittelfeldtalent Marco Asensio.

Nach einem schlimmen Fehlpass von Rafinha im Mittelfeld hatte Asensio frei vor Ulreich leichtes Spiel.

Mit dem 2:1 für Real war die Partie gedreht - doch noch lange nicht entschieden.

Die Bayern drängten vor allem mit dem immer stärkeren Ribery vehement auf den Ausgleich, ...

... ließen aber im Abschluss die nötige Konsequenz vermissen.

Symptomatisch war die 69. Minute, als sich Müller und Lewandowski im Fünfmeterraum gegenseitig behinderten - statt den Ball ins Tor zu schubsen.

Real fand offensiv kaum noch statt, ...

... Bayern-Keeper Ulreich wurde kaum noch beschäftigt.

Die letzte gute Chance des Spiels hatte Lewandowski kurz vor dem Abpfiff, er scheiterte aber aus kurzer Distanz.

Es war symbolisch für einen verkorksten Münchner Fußballabend, an dessen Ende noch mehrere Flitzer auf den Rasen stürmten.

Und der für die Bayern der Anfang vom Ende ihres Triple-Traums gewesen sein könnte.

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