Haute Couture in Paris: Von Madame Pompadour bis Diskokugel
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Madame Pompadour, die berühmte Maitresse des 18. Jahrhunderts, schien über dem Hause Chanel zu schweben.Bild 1 von 78 | Foto: ReutersAllerdings schickte Karl Lagerfeld sie bei seiner Pariser Haute-Couture-Schau für Frühjahr/Sommer 2010 schleunigst in die Disco.Bild 2 von 78 | Foto: APEr selbst nannte seinen noblen Glitzer-Schick "Neon-Barock": ...Bild 3 von 78 | Foto: ReutersUnd so traf man auf die blassglänzenden Pastelle der Barockmaler (etwa bei hocheleganten Satinkleidern mit Trägern), ...Bild 4 von 78 | Foto: Reuters... auf geschwungene Stuck-Ornamente, ...Bild 5 von 78 | Foto: AP... hier in Form von aufwendiger Silberstickerei, ...Bild 6 von 78 | Foto: AP... und auf hochgetuffte Frisuren.Bild 7 von 78 | Foto: ReutersLagerfeld eröffnete mit hellen kurzen Tweedkostümen in Creme ...Bild 8 von 78 | Foto: Reuters... oder Rosé, ...Bild 9 von 78 | Foto: AP... mit großen Glanzknöpfen ...Bild 10 von 78 | Foto: AP... oder Kordelborte.Bild 11 von 78 | Foto: APZarte Tüll-Lagen unter den Röcken ließen die Entwürfe leicht erscheinen.Bild 12 von 78 | Foto: ReutersDie Models trugen fingerlose Silberhandschuhe ...Bild 13 von 78 | Foto: Reuters... und "spacig" wirkende Stiefeletten mit Perlenbesatz.Bild 14 von 78 | Foto: ReutersNeben den eher zurückgenommenen Modellen ...Bild 15 von 78 | Foto: Reuters... gab es Rüschenkleider ...Bild 16 von 78 | Foto: Reuters... und runde Kokon-Formen, ...Bild 17 von 78 | Foto: Reuters... ganz aus Stoffblüten gefertigte Modelle ...Bild 18 von 78 | Foto: Reuters... und Silberjacken zum üppigen Tüllrock.Bild 19 von 78 | Foto: APZahlreiche Details verrieten die aufwendige Handarbeit von Stickern ...Bild 20 von 78 | Foto: Reuters... oder Federmachern.Bild 21 von 78 | Foto: ReutersAllein das Brautkleid zum Schluss, ein Traum aus Tüll, ...Bild 22 von 78 | Foto: Reuters... Seide und Chiffon, beanspruchte 1300 Arbeitsstunden.Bild 23 von 78 | Foto: dpaDie Handschrift des Meisters war allgegenwärtig.Bild 24 von 78 | Foto: ReutersGiorgio Armani hatte aufgrund einer Terminverschiebung im Kalender seine Schau am Montag auf neun Uhr abends verlegen müssen. Dafür entschuldigte er sich persönlich via Mail bei seinen Gästen.Bild 25 von 78 | Foto: REUTERSAllerdings nicht ohne mit offenkundiger Verärgerung zu erwähnen, dass Dior die Verspätung verursacht habe.Bild 26 von 78 | Foto: APDennoch war sein Defilee geraschelt voll ...Bild 27 von 78 | Foto: REUTERS... und bot mit Stargästen wie Hollywood-Schönheit Anne Hathaway und Rocksängerin Tina Turner viel Glamour.Bild 28 von 78 | Foto: REUTERSArmani bewies zudem souverän, dass er sich in Sachen Couture nicht hinter den Franzosen verstecken muss.Bild 29 von 78 | Foto: REUTERSIn seiner poetischen Schau fing er das Leuchten einer Mondnacht ein.Bild 30 von 78 | Foto: REUTERSZwar gab es - neben glänzenden sichelförmigen Schließen an den Jacken - nur wenig Schmuck, ...Bild 31 von 78 | Foto: REUTERS... doch dafür glitzerten Kostüme, ...Bild 32 von 78 | Foto: REUTERS... schmale Hosenanzüge, ...Bild 33 von 78 | Foto: REUTERS... Cocktail- ...Bild 34 von 78 | Foto: REUTERS... und Abendkleider umso heller in silbrigen Weiß-, ...Bild 35 von 78 | Foto: AP... Creme- oder Grautönen.Bild 36 von 78 | Foto: APIhre Säume wanden sich in elliptischen Formen übereinander, ...Bild 37 von 78 | Foto: AP... das Ganze wirkte dank der Schnittführung sehr raffiniert.Bild 38 von 78 | Foto: APSchwarze Entwürfe glitzerten wie die Milchstraße, ...Bild 39 von 78 | Foto: REUTERS... der Damensmoking wird zukünftig mit Mond getragen, ...Bild 40 von 78 | Foto: AP...und Nachtblau ist zwar nicht mehr das neue Schwarz, aber immer noch in.Bild 41 von 78 | Foto: APWie Partykleider von Androiden wirkten lange schmale Roben und Hosen, ...Bild 42 von 78 | Foto: REUTERS... in deren Stoff schmale Drahtkreise eingearbeitet zu sein schienen.Bild 43 von 78 | Foto: APGleichzeitig glänzte die Oberfläche wie flüssiges Metall.Bild 44 von 78 | Foto: APAm Ende der Schau kam Armani, gleichmäßig gebräunt und nach längerer Krankheit wieder erholt, statt wie sonst im T-Shirt im korrekten schwarzen Anzug mit Krawatte auf den Laufsteg.Bild 45 von 78 | Foto: APUnd jetzt noch Fakten von A bis Z, die jede(r) Fashionista gebrauchen kann.Bild 46 von 78 | Foto: APA wie "Ayoub, Mouna": Die Jet-Setterin mit libanesischen Wurzeln besitzt eine Privatsammlung von mehr als 1500 Haute-Couture-Kleidern und sammelt eifrig weiter. Wenn sie nicht zur Schau kommt, schieben Modehäuser Panik.Bild 47 von 78 | Foto: APB wie "Bus": Anders als bei den Prêt-à-Porter-Schauen gibt es bei den Couture-Schauen keinen Bus, der die Gäste von Show zu Show fährt. Die meisten kommen ohnehin mit Limousine.Bild 48 von 78 | Foto: APC wie "Chambre Syndicale de la Haute Couture": Die Kammer vereint die Couture-Häuser, veranstaltet die Schauen und legt die Kriterien für den Titel Maison de Couture fest.Bild 49 von 78 | Foto: ReutersD wie "Dior": Die stets dramatisch inszenierte Schau von Dior-Designer John Galliano gilt als erster Höhepunkt der Couture-Tage.Bild 50 von 78 | Foto: ReutersE wie "Eintrittskarte": Bei den Schauen ist ähnlich wie beim Prêt-à-Porter die Anzahl der Plätze streng limitiert. Anders als dort sitzen hier nicht Händler im Publikum, sondern einzelne Kundinnen.Bild 51 von 78 | Foto: ReutersF wie "Federn": Neben Stoffblumen oder Pailletten schmücken sie viele Entwürfe. In Paris gibt es für ihre Fertigung eigens spezialisierte Ateliers wie den Feder- und Blumen-Experten Lemarié.Bild 52 von 78 | Foto: ReutersG wie "Gaultier, Jean-Paul": Das einstige Enfant terrible der Mode brachte frischen Wind, als er 1997 in die Haute Couture einstieg. Noch heute bietet er ungewöhnliche Hingucker.Bild 53 von 78 | Foto: ReutersH wie "Hundert": Nicht Tausende, sondern nur wenige Hunderte von Frauen weltweit kaufen die schwindelerregend teuren Couture-Roben.Bild 54 von 78 | Foto: ReutersI wie "Inoffiziell": Neben dem offiziellen Schauen-Kalender gibt es noch zahlreiche Off-Präsentationen kleinerer Designer-Häuser.Bild 55 von 78 | Foto: APJ wie "Juwelen": Nach vier Tagen Mode ist der letzte Veranstaltungstag den Schmuckkreationen von Juwelierhäusern gewidmet.Bild 56 von 78 | Foto: ReutersK wie "Kalender": Die Abfolge der Schauen wird von der Chambre Syndicale festgelegt.Bild 57 von 78 | Foto: APL wie "Lacroix": Christian Lacroix gilt als ganz großer Couturier. Leider ist er nicht mehr dabei, da sein Haus im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden musste.Bild 58 von 78 | Foto: APM wie "Mitglied": Neben den Häusern, die der Chambre Syndicale de la Haute Couture fest angeschlossen sind, gibt es korrespondierende Mitglieder aus dem Ausland wie Armani sowie geladene Mitglieder - kleinere Modehäuser, die nicht alle Auflagen erfüllen.Bild 59 von 78 | Foto: APN wie "Neid": Bedarf keiner weiteren Erklärung. (Na gut: Neid auf die Trägerin eines Designerkleides, Neid auf die Einladung zu einer Show, Neid auf die langen Beine der Models ...)Bild 60 von 78 | Foto: ReutersO wie "Oscars": Die Verleihung der Academy Awards ist nach den Schauen der zweite Laufsteg der Haute Couture. Nirgendwo werden so viele Roben aus Meisterhand getragen wie auf Hollywoods rotem Teppich.Bild 61 von 78 | Foto: ReutersP wie "Petites Mains": Ohne die sogenannten kleinen Hände, die geschickten Finger erfahrener Näherinnen oder Stickerinnen, wäre die Couture nicht realisierbar.Bild 62 von 78 | Foto: ReutersQ wie "Qualität": Sie wird streng überwacht. Zu den Vorgaben an ein Couture-Haus gehört das perfekte Beherrschen des Schneider-Handwerks und traditioneller Techniken.Bild 63 von 78 | Foto: APR wie "Rue Cambon": Hier in 75001 Paris liegt das Stammhaus von Chanel mit dem Couture-Atelier, in dem noch heute den Kundinnen die Entwürfe von Karl Lagerfeld angepasst werden.Bild 64 von 78 | Foto: ReutersS wie "Stil": Giorgio Armani bewies ihn schon vor seiner Schau am Montag. Er entschuldigte sich via E-Mail bei seinen Gästen, dass sein Defilee von der Chambre verschoben wurde.Bild 65 von 78 | Foto: ReutersT wie "Transparenz": So zeigt sich die Mode gerne, die Designer sind eher verschlossen.Bild 66 von 78 | Foto: APU wie "Unpünktlich": Die feinen Schauen beginnen fast immer mit Verspätung.Bild 67 von 78 | Foto: APV wie "VIPs": Der Andrang von Prominenten und Weltstars bei den Couture-Schauen ist immer groß.Bild 68 von 78 | Foto: APW wie "Worth, Charles Frederick": Der Engländer (1826-1895), der 1858 ein Modehaus in Paris eröffnete, gilt als Begründer der Haute Couture. Er war der erste, der seine Modelle mit Namen zeichnete.Bild 69 von 78 | Foto: APX wie "XXL": Übergrößen gibt es auch bei der maßgeschneiderten Haute Couture fast nie. Die Kundinnen investieren ähnlich viel Geld und Zeit in eine perfekte Figur wie in den Kleiderkauf.Bild 70 von 78 | Foto: APY wie "Yesterday": Manchem erscheint die hohe Kunst der Schneiderei wie von gestern.Bild 71 von 78 | Foto: APZ wie "Zukunft": Für die Haute Couture fraglich angesichts der schwindenden Zahl der Modehäuser, die sich ein teures Atelier leisten.Bild 72 von 78 | Foto: APAlso: Zwei Mal im Jahr nach Paris.Bild 73 von 78 | Foto: dpaTeuer.Bild 74 von 78 | Foto: dpaAusgefallen.Bild 75 von 78 | Foto: dpaGewagt.Bild 76 von 78 | Foto: dpaManchmal ulkig.Bild 77 von 78 | Foto: APFür alle Gelegenheiten. Bis zum 28. noch findet der Zirkus statt.Bild 78 von 78 | Foto: dpa
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