Der Daimler-Konzern befindet sich im Fokus. Wenn am 8. April 2009 die Öffentlichkeit zur Hauptversammlung nach Berlin blickt, wird Vorstandschef Zetsche wohl nicht nur Gutes zu berichten haben.Bild 1 von 42 Der Stern sinkt zwar nicht, doch befindet er sich immer noch im Umbau. Die Jahre der Expansion unter Edzard Reuter sind noch nicht verdaut. Der angestrebte "integrierte Technologie-Konzern" zeigt immer noch seine Spuren im Konzern.Bild 2 von 42 Diese Umwälzungen finden just mitten in einer der größten Wirtschaftskrisen seit dem Zweiten Weltkrieg statt.Bild 3 von 42 Auch das Erbe der "Hochzeit im Himmel" ist immer noch Ballast. Die Ehe mit Chrysler hat Daimler viel Geld gekostet. Und die Schwaben hängen immer noch mit 20 Prozent bei den US-Amerikanern mit drin.Bild 4 von 42 Sollte Chrysler doch in die Insolvenz gehen, dann dürfte auch noch dieses Kapital verloren sein. Unwahrscheinlich ist ein solches Szenario nicht.Bild 5 von 42 Denn die Krise auf dem US-Markt trifft Chrysler mit voller Wucht. Aber auch das Flaggschiff Mercedes leidet. Der Absatz sank im Februar erneut um 40 Prozent.Bild 6 von 42 Die Gründe dafür sind durchaus auch hausgemacht. Mercedes ist mit seiner Marke völlig an der Klimadiskussion und den Wucherpreisen an der Tankstelle vorbeigesegelt. Erst spät hat man auf den Gegenwind für die Autoindustrie reagiert.Bild 7 von 42 Umso wichtiger ist die neue E-Klasse, die im Januar vorgestellt wurde. Mit dem Vorgänger-Modell hat man viele Kunden verloren. Zahlreiche technische Probleme und ungewohnte Qualitätsmängel haben den Ruf des Modells ruiniert.Bild 8 von 42 Der neue soll es nun richten. Deshalb hat man das Coupé auch direkt nachgeschoben. Die E-Klasse ist zum Erfolg verdammt. Deshalb hat man bei Mercedes das Auto auch vollgepackt mit Technik vom Feinsten.Bild 9 von 42 Im vergangenen Jahr steuerte die E-Klasse nur noch 14,1 Prozent zum Absatz von Mercedes bei. Die Probleme im Automobilsektor sind durchaus ernst für den Konzern.Bild 10 von 42 Der Umsatz ist 2008 um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Umsatz lag bei 47,7 Milliarden Euro und die Umsatzrendite liegt dort nur noch bei 4,4 Prozent. Das Ebit im PKW-Bereich sank in 2008 um 55 Prozent.Bild 11 von 42 Der LKW-Bereich hat hingegen in den letzten Jahre immer für Umsatz und vor allem für Gewinne gesorgt. In 2008 sah es auch noch gut aus.Bild 12 von 42 Das Ebit sank aber bereits letztes Jahr um 24 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.Bild 13 von 42 Der Umsatz lag bei 28,6 Milliarden Euro. Damit bewegte er sich auf dem Niveau des Vorjahres.Bild 14 von 42 Die Zahl der Beschäftigten im Sektor ging um ein Prozent auf 79.415 zurück. (Bild: LKW-Werk Mannheim)Bild 15 von 42 Die Zukunft muss gerade im LKW-Bereich grün sein. Dafür forscht Daimler sehr intensiv. Die Sachinvestitionen sind um 19 Prozent gestiegen und die aktivierten Forschungsausgaben um 15 Prozent.Bild 16 von 42 Das Geschäftsfeld "Vans, Buses and other" ist im Daimler-Konzern sehr weit gefächert. Neben der Bus-Produktion von Mercedes und Setra sind hier auch die Ergebnisse der Beteiligung an EADS und Chrysler zu finden.Bild 17 von 42 EADS sorgte für Freude bei Daimler. Trotz des schwierigen Umfeldes konnte der Rüstungskonzern gute Zahlen vorlegen. Den Chrysler-Anteil von 19,9 Prozent würde man gerne loswerden. Seit Mitte 2008 verhandelt man dazu bereits mit Cerberus.Bild 18 von 42 Große Freude machte der Bereich Busse. Im Jahr 2008 wurde mit 40.600 Einheiten ein neuer Absatzrekord erzielt.Bild 19 von 42 Die Marktführerschaft mit den Marken Mercedes, Setra und Orion im Bereich über acht Tonnen wurde erfolgreich verteidigt.Bild 20 von 42 Im europäischen Markt wuchs der Absatz um 15 Prozent und der Marktanteil stieg auf 22,5 Prozent.Bild 21 von 42 Problematisch war bereits im vergangenen Jahr der Markt in Lateinamerika, wo die Märkte einbrachen.Bild 22 von 42 Für das laufende Jahr dürfte sich die Wirtschaftskrise aber auch in diesem Bereich bemerkbar machen.Bild 23 von 42 Mit dem Sprinter hat Mercedes ein heißes Eisen im Feuer. Der Transporter hat einer ganzen Fahrzeug-Gattung den Namen gegeben.Bild 24 von 42 Doch auch hier macht sich die Krise bemerkbar. Im Dezember sank der Absatz schon deutlich.Bild 25 von 42 Mit weltweit 287.200 Einheiten konnte der Konzern jedoch das Niveau des Vorjahres fast halten.Bild 26 von 42 Bei den Vans lief es besser. Ein Plus von neun Prozent brachte einen weltweiten Rekordabsatz von 147.300 Einheiten.Bild 27 von 42 Ein Stern im Markensortiment ist Smart geworden. Wer hätte das gedacht? Das Sorgenkind von einst wird in der Krise zum Hoffnungsträger.Bild 28 von 42 Es wird auch das erste Auto aus dem Konzern sein, welches voll elektrisch fahren kann.Bild 29 von 42 Das wird allerdings noch dauern. Doch als Diesel kann der pfiffige Kleinwagen mit einem Verbrauch von nur 3,3 Litern glänzen. Damit liegt der Smart voll im Trend.Bild 30 von 42 Konstant bleibt auch das Luxussegment. Mit Maybach hat man erfolgreich eine Traditionsmarke wiederbelebt.Bild 31 von 42 Luxuswagen dieser Preisklasse sind relativ krisensicher. Mit der S-Klasse könnte es schon schwieriger werden. Der Absatz ging bereits in den ersten Monaten dieses Jahres deutlich zurück.Bild 32 von 42 In der übrigen Modellpalette muss sich jedoch einiges ändern. Design und Verbrauchswerte sollten künftig näher an den Kunden rücken.Bild 33 von 42 Mit Bluetec, einem Maßnahmen-Paket zur Einsparung von Kraftstoff, hat man bereits einen recht vielversprechenden Weg eingeschlagen.Bild 34 von 42 Auch Erdgas ist ein Weg, den man im Daimler-Konzern erfolgreich beschreitet. Die Lösung ist das sicher nicht, doch für die zahlreichen Taxi-Kunden rechnet es sich.Bild 35 von 42 Der Weg in die Zukunft liegt in der Nachhaltigkeit. Selbige hat Daimler zum Leitbild erkoren.Bild 36 von 42 Das Engagement in der Formel 1 ist kostspielig, hat aber 2008 endlich wieder den ersehnten Weltmeistertitel gebracht. Auch wenn sich der Sport selbst einen Sparkurs auferlegt hat, dürfte es bei schlechterer wirtschaftlicher Lage durchaus mal Diskussionen darum geben.Bild 37 von 42 Verkaufsfördernder ist da schon das DTM-Engagement, zumal es über die Tochter AMG läuft. Dort hat man die Team-Meisterschaft geholt und ist Zweiter in der Fahrerwertung geworden.Bild 38 von 42 Der Tanker Daimler ist nicht einfach zu steuern in diesen Zeiten. Das war er aber noch nie. (Bild: C-Klasse-Produktion in Hamburg)Bild 39 von 42 Fahrlässig ist, dass man im Kernbereich Automobil lange Zeit seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. (Bild: Sechszylinder-Produktion in Berlin)Bild 40 von 42 Die Cash-Cow Mercedes hinkt daher gewaltig, was den Absatz angeht. Im Zuge der Wirtschaftskrise könnte das den ganzen Konzern nachhaltig beeinträchtigen. (Bild: Das Papamobil)Bild 41 von 42 Damit der Stern der deutschen Wirtschaft wieder im alten Glanz erstrahlt bedarf es einiger Kurskorrekturen. Doch das braucht Zeit. Spannend wird werden, mit welcher Vision Dieter Zetsche auf der HV Daimler in die Zukunft führen möchte. (Bilder: Daimler und dpa)Bild 42 von 42