Das Rückgrat der Wirtschaft: Deutschlands Maschinenbauer
Bilderserien
Der Maschinen- und Anlagenbau ragt aus der Industrielandschaft heraus: Er bildet das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.Bild 1 von 57 | Foto: REUTERSDer Maschinenbau beschäftigt mehr Menschen als der Automobilsektor, exportiert mehr Waren als die chemische Industrie und erwirtschaftet mehr Umsatz als die Elektrotechnik.Bild 2 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaMaschinenbauer sind Spezialisten. Die Produktion in Großserien ist selten. Ein Großteil der Branche verteilt sich in die Fläche. In ländlichen Regionen finden Maschinenbauer oft optimale Bedingungen. Der Mittelstand dominiert die Branche:Bild 3 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaRund 88 Prozent der knapp 6000 deutschen Maschinenbauer zählen weniger als 250 Mitarbeiter. Die Betriebsgrößen sind übersichtlich, das Klima manchmal fast familiär. Das durchschnittliche Maschinenbau-Unternehmen beschäftigt laut Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) rund 154 Menschen.Bild 4 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaIn vielen Kommunen und Gemeinden sind Maschinenbauer fest verwurzelt und tragender Bestandteil der regionalen Wirtschaftsstruktur. Überall in Deutschland bieten die Maschinenbauer Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Zuletzt zählte die Branche insgesamt 976.000 Beschäftigte (Stand Dezember 2008).Bild 5 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaMaschinen aus deutscher Produktion sind weltweit gefragt. Der deutsche Maschinenbau kommt auf eine Exportquote von gut 75 Prozent. Viele der kleinen und mittleren Unternehmen sind Weltmarktführer auf ihren Spezialgebieten.Bild 6 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaDer Maschinenbau trägt einen guten Teil zur deutschen Exportleistung bei.Bild 7 von 57 | Foto: REUTERSWichtigster Markt für deutsche Maschinen ist Europa mit einem Anteil von rund 60 Prozent.Bild 8 von 57 Der Rest geht in alle Welt. Im Jahr 2008 waren das insgesamt Waren im Wert von rund 145,6 Mrd. Euro.Bild 9 von 57 Als größter industrieller Arbeitgeber hat der Maschinenbau nach Ansicht des Branchenverbands VDMA "quantitativ und qualitativ eine Schlüsselstellung in der deutschen Wirtschaft".Bild 10 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaAuch im Wirtschaftsministerium sieht man den Maschinenbau "im Zentrum der industriellen Leistungsfähigkeit Deutschlands".Bild 11 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaWirtschaftswissenschaftler bezeichnen den Maschinen- und Anlagenbau als Kern der deutschen Investitionsgüterindustrie. Daneben rangieren als maßgebliche Größen die ...Bild 12 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpa... von Großkonzernen geprägte Automobilindustrie mit rund 700.000 Beschäftigten, ...Bild 13 von 57 | Foto: REUTERS... die Elektrotechnik und Elektronik mit rund 800.000 Arbeitsplätzen, ...Bild 14 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpa... die Ernährungsbranche, die rund 400.000 Menschen beschäftigt, ...Bild 15 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb... die chemische Industrie (ebenfalls rund 400.000 Arbeitsplätze) und ...Bild 16 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpa... das Baugewerbe mit rund 700.000 Jobs.Bild 17 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaDas Ausland schätzt am deutschen Maschinenbau vor allem die Kompetenzen im Bau hochwertiger und komplexer Technologie-Güter.Bild 18 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaDabei können die Deutschen ihre Standortvorteile Ausbildungsniveau, Fachwissen und Erfahrung offensichtlich besonders gut zur Geltung bringen.Bild 19 von 57 | Foto: REUTERSForschungsgelder fließen im Maschinenbau dank kurzer Entscheidungswege oft direkt in die Praxis. Der VDMA bezeichnet die Branche vor diesem Hintergrund als "wichtigster Partner in der Entwicklung und Umsetzung von Innovationen".Bild 20 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaGerade weil der Mittelstand vorherrscht, bewegt sich der Maschinenbau allerdings oft außerhalbs des Sichtfelds kursorientierter Marktbeobachter.Bild 21 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaZu den wenigen börsennotierten Maschinenbauern zählt die im MDax gelistete Demag Cranes AG. Der Düsseldorfer Konzern baut Industriekräne, Hafenkräne und Technologie zur Hafenautomatisierung.Bild 22 von 57 Der Kölner Motorhersteller Deutz stellt Aggregate für Baumaschinen, Nutzfahrzeuge und die mobile Stromerzeugung her. Die Deutz AG ist im SDax notiert.Bild 23 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaDie Bochumer GEA Gruppe setzt sich aus mehr als 250 Unternehmen zusammen, die Spezialmaschinen für die Branchen Nahrungsmittel, Chemie, Petrochemie, Energie, Luftfahrt, dem Schiffbau, Pharma und Kosmetik bauen.Bild 24 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaIm Geschäftsjahr 2008 erwirtschafteten die über 20.000 Mitarbeiter der GEA Group einen Konzernumsatz von rund fünf Milliarden Euro. GEA ist im MDax gelistet.Bild 25 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaDer Werkzeugmaschinenhersteller Gildemeister mit Sitz in Bielefeld bezeichnet das Geschäftsjahr 2008 als "das beste Jahr in der 138-jährigen Unternehmensgeschichte". Umsatz und Auftragseingang lagen jeweils bei rund 1,9 Mrd. Euro.Bild 26 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaEinfach ist die Lage auch für den Fräsmaschinen- und Drehbank-Spezialisten nicht: Die weltweite Werkzeugmaschinennachfrage ist nach Konzernangaben in den ersten Monaten des Jahres 2009 um 66 Prozent eingebrochen.Bild 27 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaDer Bau von Druckereimaschinen hat im Mutterland Johannes Gutenbergs eine reiche Tradition. Das im MDax notierte Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen entwickelt und produziert Präzisionsdruckmaschinen, Geräte zur Druckplattenbebilderung und zur Druckweiterverarbeitung. Außerdem liefern die Heidelberger die passende Software.Bild 28 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaDie im Frankfurter Prime Standard notierte Klöckner Werke AG ist nach eigenen Angaben im Bau von Abfüll- und Verpackungsanlagen für die Getränkeindustrie Weltmarktführer. Mit 6400 Mitarbeitern kommt der Konzern 2008 auf einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro.Bild 29 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaDie im SDax notierte Koenig & Bauer AG (KBA) zählt neben der Konkurrenz aus Heidelberg zu den größten Druckmaschinenherstellern der Welt.Bild 30 von 57 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebAm Stammsitz in Würzburg lässt der Weltmarktführer für Spezialmaschinen im Banknoten- und Wertpapierdruck vor allem Zeitungsrotations- und Telefonbuchdruckmaschinen fertigen.Bild 31 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaDer MDax-Konzern Krones plant, entwickelt und fertigt dagegen Maschinen und komplette Anlagen "für die Bereiche Prozess-, Abfüll- und Verpackungstechnik".Bild 32 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaWer immer also Bier, Wein, Limo, Medikamente oder Nahrungsmittel im industriellen Maßstab verpacken, abfüllen oder einwickeln will, hat bei Krones gute Chancen, die passende Maschine zu finden.Bild 33 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaBei Kuka denken, planen und schrauben mehr als 6000 Mitarbeiter an Robotern "zur Automation industrieller Produktionsprozesse". Die Geräte, die früher bei Autobauern höchstens Bleche stapeln und Schweißpunkte setzen durften, kommen mittlerweile in immer mehr Gebieten zum Einsatz.Bild 34 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaSo kann zum Beispiel "Cyberknife" Tumor-Patienten schmerzlos und ohne stationären Aufenthalt "an beliebigen Körperstellen" behandeln. Nach Angaben von Kuka ist der Roboter "das weltweit erste und einzige robotergesteuerte Radiochirurgiesystem". Das Augsburger Unternehmen ist Mitglied im MDax.Bild 35 von 57 Einziger Vertreter der Maschinenbauer im Dax ist MAN.Bild 36 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaNeben Nutzfahrzeugen produziert das Münchener Unternehmen auch Schiffsdiesel, stationäre Motoren, Kompressoren und Turbinen.Bild 37 von 57 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebIn den Maschinenbausparten MAN Diesel und MAN Turbo arbeiten rund 12.500 Menschen.Bild 38 von 57 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebKleiner und feiner geht es bei Manz Automation zu: Mit Robotertechnik, Bildverarbeitung, Laser und Steuerungstechnik baut das Reutlinger Unternehmen Spezialmaschinen für den Einsatz in der Solarbranche, in Laboren oder zum Bau von Flachbildschirmen.Bild 39 von 57 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebMTU Aero Engines kann sich mit drei deutschen Standorten und weltweit rund 7500 Mitarbeitern als Deutschlands führender Triebwerkshersteller bezeichnen.Bild 40 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaMTU baut zivile und militärische Luftfahrtantriebe sowie aus Flugtriebwerken abgeleitete Industriegasturbinen.Bild 41 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaBauteile von MTU drehen sich in Hubschrauber, Jagdfliegern und Seeaufklären.Bild 42 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaMTU-Triebwerke sollen später auch den Militärtransporter A400M in die Lüfte heben.Bild 43 von 57 | Foto: REUTERSDer TecDax-Konzern Nordex steht in dieser Aufzählung stellvertretend für die deutsche Windenergie-Branche.Bild 44 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaDas 1985 im dänischen Give gegründete Unternehmen steuert seine Geschäfte aus Norderstedt bei Hamburg.Bild 45 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaProduktionsstätten unterhält das Unternehmen mit rund 2150 Mitarbeitern in Deutschland und China.Bild 46 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpawebSeine Rotorblätter verschifft der Konzern vom Standort Rostock aus in alle Welt.Bild 47 von 57 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebIm Großküchenmarkt hat es der Landsberger Dampf-Techniker Rational bis an die Weltspitze gebracht: Rein rechnerisch stammt jeder zweite der rund um den Erdball betriebenen Profi-Dämpfer aus Landsberg am Lech.Bild 48 von 57 | Foto: REUTERSGeleitet wird der MDax-Konzern von Günter Blaschke (im Bild). Firmengründer Siegfried Meister sitzt im Aufsichtsrat.Bild 49 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpa"Wir geben alles für nichts", heißt es bei Pfeiffer, dem im TecDax notierten Spezialisten für Vakuum-Technologie.Bild 50 von 57 Vakuum-Bedingungen benötigen zum Beispiel Hersteller von Solarzellen, Halbleitern, DVDs, Wärmeschutzglas oder auch Brillengläsern.Bild 51 von 57 Der Friedrichshafener MDax-Konzern Tognum bewegt sich mit Dieselmotoren, Energieanlagen, Gasturbinen und Brennstoffzellen zumindest teilweise in ähnlichen Märkten wie Deutz oder auch MAN.Bild 52 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaDer kurze Ausflug in den deutschen Maschinenbau endet mit Vossloh, einem Traditionsunternehmen aus dem westfälischen Werdohl mit den Geschäftsbereichen Bahntechnik und Schieneninfrastruktur.Bild 53 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaMit knapp 4.700 Mitarbeitern kommen die rund 70 Gesellschaften der Vossloh-Gruppe auf einen Konzernumsatz von rund 1,2 Mrd. Euro.Bild 54 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaVossloh zählt damit zu den großen Maschinenbauern Deutschlands. Bei der Umsatzerwartung für das laufende Geschäftsjahr musste der Konzern zuletzt allerdings etwas zurückstecken.Bild 55 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpaMit Loks, Weichen und Schienen könnte Vossloh künftig in der richtigen Spur liegen: Weltweit pumpen die Industrienationen per Konjunkturpaket Milliarden in den Ausbau ihrer Schieneninfrastruktur.Bild 56 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpa(Text: Martin Morcinek)Bild 57 von 57 | Foto: picture-alliance/ dpa
Das Rückgrat der WirtschaftDeutschlands Maschinenbauer