Internationale Raumstation ISS: Außenposten im All
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Es ist das größte und teuerste Technologieprojekt aller Zeiten: Die Internationale Raumstation (ISS).Bild 1 von 49 Am 20. November 1998 brachte eine russische Proton-Rakete das erste Bauteil mit dem russischen Namen "Sarja" ("Morgenröte") ins All.Bild 2 von 49 Damit wurde der Grundstein für den ersten internationalen außerirdischen Außenposten der Menschheit gelegt.Bild 3 von 49 Zwei Wochen später folgte der erste Verbindungsknoten "Unity". Er wurde mit einem US-amerikanischen Space Shuttle ins All geflogen und dort mit "Sarja" verbunden.Bild 4 von 49 Bis heute folgten zahlreiche weitere Module, die an den Weltraumstützpunkt angekoppelt wurden.Bild 5 von 49 Diese modulare Bauweise ist der russischen Raumstation "Mir" abgeschaut.Bild 6 von 49 So wuchs der Weltraumstützpunkt bis zu seinem zehnjährigen Jubiläum auf die Größe eines Fußballfeldes an. Weitere Anbauten sind bis Ende 2010 geplant.Bild 7 von 49 Insgesamt 16 Staaten sind an Finanzierung, Ausbau und Reparatur der ISS beteiligt. Vor allem die amerikanische NASA, die russische Raumfahrtagentur Roskosmos und die europäische Weltraumagentur ESA sind Initiatoren des Projekts.Bild 8 von 49 Mit dem Vertrag für die Internationale Raumstation kam erstmals eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen Ländern aus Ost und West zustande. Das Ende des Kalten Krieges machte das möglich.Bild 9 von 49 Alle beteiligten Nationen sind wegen der immensen Kosten des Weltraumgroßprojektes darauf angewiesen, zu kooperieren.Bild 10 von 49 Die derzeit 300 Tonnen schwere Raumstation kreist in fast 350 Kilometern Entfernung und ...Bild 11 von 49 ... mit einer Geschwindigkeit von 28.000 Kilometer pro Stunde um die Erde. Für eine Erdumrundung braucht die ISS rund 90 Minuten.Bild 12 von 49 Bei klarer Sicht können Sachkundige die Spuren der Internationalen Raumstation mit bloßem Auge am Himmel entdecken.Bild 13 von 49 Die Station wird ausschließlich mit Solarstrom betrieben. Dafür wurden Sonnensegel mit 80 Metern Spannweite an die Station gebaut.Bild 14 von 49 Insgesamt arbeiten acht Solarpaneele unabhängig voneinander. Sie sind an Drehgelenken installiert und können dementsprechend zum Sonnenlicht ausgerichtet werden.Bild 15 von 49 Ein großer Teil der gewonnenen Solarenergie wird sofort verbraucht, der Rest in Akkus gespeichert. So ist eine gleichmäßige Stromversorgung gewährleistet.Bild 16 von 49 Seit November 2000 ist die Raumstation ständig mit zwei bis drei Astronauten besetzt.Bild 17 von 49 Das Kommen und Gehen auf der Station ist groß. Mehr als 170 Raumfahrer aus 15 Nationen waren bisher an Bord.Bild 18 von 49 Darunter auch mehrere Weltraumtouristen, die sich für je zwanzig Millionen US-Dollar das Abenteuer Weltall gegönnt hatten. (Anousheh Ansari besuchte 2006 die Crew der ISS.)Bild 19 von 49 Der Deutsche Astronaut Thomas Reiter lebte und arbeitete von Juli bis Dezember 2006 als Mitglied der Langzeitbesatzung "ISS-Expedition 13" an Bord des größten Weltraumlabors.Bild 20 von 49 Ein Besuch der ISS ist unter Astronauten heiß begehrt. Die Krönung ist bei aller Anstrengung ein Außeneinsatz. " Da draußen hat man ein wahnsinnig tollen Ausblick", resümierte Thomas Reiter.Bild 21 von 49 Die Astronauten der verschiedenen Länder werden nach ihrer Rückkehr als moderne Helden gefeiert, die über ihre Erfahrungen im All berichten müssen.Bild 22 von 49 Der Platz im Inneren der Raumstation ist begrenzt und alles andere als wohnlich. Neben zahlreichen Steuerelementen und raumfassender Labortechnik müssen sich die Astronauten oftmals monatelang in der Schwerelosigkeit zurecht finden.Bild 23 von 49 Durch unvorhersehbare Pannen, wie die "Columbia"-Katastrophe 2003 ...Bild 24 von 49 ... oder beschädigte Kacheln am Hitzeschild 2007 liegen Astronauten und Forscher im Zeitplan des Großprojekts um Jahre zurück.Bild 25 von 49 Gegner der Raumstation kritisieren vor allem die hohen Kosten für das Kooperationsprojekt, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stünden.Bild 26 von 49 Wissenschaftliche Ergebnisse wie die aus der ISS seien nirgendwo sonst zu bekommen. Wissenschaftler halten dagegen und sehen in der ISS eine Außenstelle von tausenden internationalen Laboren in der Schwerelosigkeit.Bild 27 von 49 Erkenntnisse über die Atmosphäre, über das All und speziell den Muskelschwund beim Menschen in der Schwerelosigkeit hätte man ohne den Einsatz der ISS nicht gewinnen können.Bild 28 von 49 Die Pläne für das insgesamt 100 Milliarden US-Dollar teure Projekt sind groß.Bild 29 von 49 In Zukunft soll beispielsweise die Langzeitbesatzung von drei auf sechs Astronauten aufgestockt werden.Bild 30 von 49 Damit genug Platz für eine sechsköpfige Crew ist, hat die Raumfähre "Endeavour" kurz vor dem 10. Geburtstag der Raumstation 14,5 Tonnen Material zum Ausbau mitgebracht. Darunten befinden sich auch neue Schlafkabinen, ...Bild 31 von 49 ... eine zweite Toilette,...Bild 32 von 49 ... zwei neue Kochöfen,...Bild 33 von 49 ... ein Kühlschrank ...Bild 34 von 49 ... und schwerelosigkeitstaugliche Fitnessgeräte.Bild 35 von 49 Außerdem soll mit Hilfe einer neuen Technik an Bord Urin wieder in Wasser umgewandelt werden. So kann Wasser gespart werden.Bild 36 von 49 Die Versorgung der Besatzung der Raumstation ist aufwändig und teuer. Bis März 2008 wurde sie ausschließlich von russischen Progress-Frachtern und ...Bild 37 von 49 ... amerikanischen Space Shuttles sichergestellt. Sie brachten Lebensmittel, Kleidung, Frischwasser, Sauerstoff und Ersatzteile ins All.Bild 38 von 49 Im April 2008 wurde die Versorgung erstmals durch den europäischen Weltraumfrachter "Jules Verne" übernommen.Bild 39 von 49 Eine seiner Hauptaufgaben bestand in der Müllentsorgung, denn durch das zunehmende Gewicht verlor die Raumstation beständig an Höhe.Bild 40 von 49 Nach mehr als sechs Monaten Aufenthalt im All dockte der Raumfrachter mit 2,5 Tonnen an Bord von der ISS ab und beendete seine Mission erfolgreich, indem er samt Müll beim Wiedereintritt in die Atmosphäre über dem Pazifik verglühte.Bild 41 von 49 Das Gesamtgewicht der Station soll nach Anbau aller Module in zwei Jahren von 300 auf 450 steigen. Erst dann wäre die ISS in ihrem endgültigen Betriebszustand.Bild 42 von 49 Allerdings warten schon neue Probleme. Die NASA will bis Ende 2010 alle Weltraum-Shuttles stilllegen. Das Nachfolgesystem "Orion" steht jedoch frühstens 2015 zur Verfügung.Bild 43 von 49 Deshalb ist die größte Weltraumnation gezwungen, für ihre Astronauten Plätze auf den russischen Sojus-Flügen zu buchen. Das wiederum ist nur mit Ausnahmegenehmigung möglich.Bild 44 von 49 Laut Vertrag läuft die Betriebsdauer für die ISS im Jahr 2015 ab.Bild 45 von 49 Vorgesehen ist, die Station nach Vertragsende im Pazifik zu versenken.Bild 46 von 49 Diese Pläne aufrechtzuerhalten finden Experten fatal, denn das größte und teuerste Weltraumlabor wäre nur fünf Jahre in seinem endgültigen Betriebszustand.Bild 47 von 49 Aus diesem Grund wird schon heute über eine Verlängerung der Frist bis 2020 verhandelt.Bild 48 von 49 Dann könnte die Raumstation, die ein eigenes Logo besitzt, sogar ihren 22. Geburtstag feiern. (Alle nicht gekennzeichneten Bilder: AP, dpa, NASA)Bild 49 von 49