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Freitag, 10. August 2018

Donnerwetter!: Blitze - "Zeichen der Götter"

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Wenn sich der Himmel zuzieht, ... (Foto: picture alliance / dpa)

Wenn sich der Himmel zuzieht, ...

Wenn sich der Himmel zuzieht, ...

... die Sonne hinter dicken, grauen Wolken verschwindet ...

... und in der Ferne das erste Donnergrollen zu hören ist, ...

... sollte man nicht mitten auf einem freien Feld stehen.

Denn dann braut sich ein Gewitter zusammen. Am Besten, man sucht sich ein geschütztes Plätzchen und beobachtet.

Denn Blitze sind faszinierend.

Als "Blitz" bezeichnet man eine elektrische Entladung zwischen Wolken und Erde ...

... oder zwischen Wolken und Wolken.

Jeder Blitz hat einen so genannten "Blitzkanal". Dieser hat einen Durchmesser von maximal zwölf Millimetern.

Durchschnittlich bilden vier bis fünf so genannte Hauptentladungen einen Blitz. Jede dieser Hauptentladungen hat eine Stromstärke von etwa 20.000 Ampere.

Zum Vergleich: Ein tödlicher Stromschlag kann schon bei 0,5 Ampere liegen. Eine durchschnittliche Zimmerbeleuchtung benötigt 0,2 bis 1 Ampere.

Tödliche Blitzschläge sind in Deutschland allerdings selten. Zwischen drei und zehn Menschen sterben jährlich daran. Weltweit sind es etwa 1000. Aber darin liegt nicht die einzige Gefahr.

An der Einschlags-Stelle können sich Temperaturen von über 1000 Grad Celsius entwickeln - das reicht, um Gebäude in Brand zu stecken. Besonders gefährdet sind natürlich Häuser ohne ausreichenden Schutz vor Blitzen.

Autos etwa sind wegen ihrer ableitenden Wirkung besonders sicher.

Viele "Sturmjäger", die auf spektakuläre Aufnahmen warten, sind von dem Naturschauspiel fasziniert. Blitze sind seit jeher ein Phänomen, das die Menschheit in ihren Bann zieht.

Die Germanen deuteten den Blitz als Zeichen dafür, dass Thor, Gott des Donners, seinen Hammer zur Erde schleudert.

Die Etrusker empfanden Blitze als Orakel, mit deren Hilfe sie die Zukunft und die Welt deuteten.

Heute sind Forscher bodenständiger und untersuchen die Leuchterscheinungen mit wissenschaftlichen Methoden.

Anhand von Blitz-Weltkarten etwa messen sie die Häufigkeit von Blitzen. Weltweit gibt es über 100 Blitze pro Sekunde. Schätzungen gehen von vier bis zehn Millionen Blitzen täglich aus.

Die Länge eines Erdblitzes kann dabei ein bis zwei Kilometer betragen, in den Tropen sogar zwei bis drei Kilometer.

Ein Wolkenblitz ist bis zu sieben Kilometer lang. Mit Hilfe komplizierter Technik sind aber auch schon Wolkenblitze von 140 Kilometern Länge gesichtet worden.

Die sogenannte allgemeine Blitzhäufigkeit liegt in Deutschland zwischen 0,5 und zehn Einschlägen pro Quadratkilometer und Jahr.

In Großstädten gibt es mehr Blitze als auf dem Land. Forscher führen das auf die Luftverschmutzung und die Lufttemperatur zurück.

Wenn ein Blitz über den Himmel jagt ...

... ist er enorm schnell. Er bringt es auf ein Zehntel bis ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit - also bis zu 100.000 Kilometer pro Sekunde.

Das sind 360 Millionen Kilometer pro Stunde - Zahlen, die für uns kaum vorstellbar sind.

Wenn Sie keine Angst vor Blitz und Donner haben, ...

... dann suchen Sie sich ein sicheres und gemütliches Plätzchen ...

... und genießen Sie das Naturschauspiel. (Text: Fabian Maysenhölder)

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