Er wird im Märchen geküsst und gegen die Wand geworfen, ...Bild 1 von 36 ... ganze Gemeinden werden seinetwegen - genauer: wegen seines Gequakes - verklagt, ...Bild 2 von 36 ... und mit Blick aufs Wetter werden ihm hellseherische Fähigkeiten zugeschrieben.Bild 3 von 36 Seine Schenkel gelten in manchen Ländern als Delikatesse.Bild 4 von 36 Er ist weit verbreitet und gilt wegen seiner Anpassungsfähigkeit als wahrer Überlebenskünstler.Bild 5 von 36 Doch nun wird der Frosch von einem Hautpilz bedroht.Bild 6 von 36 Dieser könnte ein Artensterben auslösen, wie wir es von den Dinosauriern kennen.Bild 7 von 36 Der mikroskopisch kleine Hautpilz, der Chytridpil, befällt Amphibien und löscht in kurzer Zeit ganze Froschbestände aus.Bild 8 von 36 Derzeit leben auf der Erde schätzungsweise 5500 verschiedene Arten von Fröschen, ...Bild 9 von 36 | Foto: picture alliance/dpa... Unken...Bild 10 von 36 ... und Kröten. Alle drei Gattungen gehören zu den Froschlurchen.Bild 11 von 36 | Foto: picture alliance/dpaFroschlurche, Schwanzlurche (wie der Feuersalamander) und Blindwühlen sind die drei Gruppen der Amphibien.Bild 12 von 36 Die so genannten Echten Frösche sind die artenreichste Familie. Sie sind beinahe weltweit verbreitet (mit Ausnahme der Polarregionen und der Extremwüsten).Bild 13 von 36 Jedes Jahr sterben allein durch den Chytridpilz zehn Froscharten aus, schätzt die Tierschutzorganisation Amphibian Ark.Bild 14 von 36 Fast die Hälfte aller Amphibien ist derzeit vom Aussterben bedroht.Bild 15 von 36 Neben dem Hautpilz sind anhaltende Umweltvergiftung, ...Bild 16 von 36 ... Erderwärmung...Bild 17 von 36 ... und die Zerstörung von Lebensräumen für das Artensterben verantwortlich.Bild 18 von 36 Nicht zu vernachlässigen ist auch der Konkurrenzkampf unter den Fröschen selbst. Herbeigeführt hat ihn nicht zuletzt der Mensch.Bild 19 von 36 Da die Franzosen gutes Essen und Froschschenkel lieben, importierten sie mit dem Beginn der 1970er Jahre Tonnen an Seefrosch. Er gilt als besonders fleischig.Bild 20 von 36 Doch nicht alle eingeführten Seefrösche landeten als Delikatesse auf den Tellern der Gourmets. Einige hüpften mit ihren kräftigen Schenkeln einfach davon, um in Frankreich zu leben.Bild 21 von 36 Da das konkurrenzstarke Tier länger lebt und sich schneller vermehrt als einheimische Frösche, hat es diese fast vollständig verdrängt.Bild 22 von 36 Nicht nur die Frösche, sondern auch der lebensgefährliche Pilz ist weltweit verbreitet.Bild 23 von 36 Er verstopft die Poren der Tiere.Bild 24 von 36 Da Frösche auch durch ihre Haut atmen, verursacht der Hautpilz zunächst Atembeschwerden. In den meisten Fällen führen diese zum Erstickungstod.Bild 25 von 36 Mit bloßem Auge ist der Pilz nicht erkennbar.Bild 26 von 36 Lediglich die Symptome, wie Trägheit des Tieres, Verfärbung der Haut oder das Abschälen der oberen Hautschicht können wir beobachten.Bild 27 von 36 In einem solchen Zustand sind die Frösche meist schon verloren. Für Menschen gilt: Die Tiere niemals anfassen!Bild 28 von 36 Für uns ist der Pilz zwar gesundheitlich unbedenklich, doch wir können ihn übertragen.Bild 29 von 36 Woher der tödliche Hautpilz kommt, ist unklar. Spekulationen zufolge wird er seit den 1930er Jahren durch den weltweiten Export des Krallenfrosches in Forschungslabors eingeschleppt.Bild 30 von 36 Die meisten Krallenfrösche tragen den Chytridpilz auf ihrer Haut, sind aber gegen dessen tödliche Wirkung immun.Bild 31 von 36 In Deutschland wurde der todbringende Pilz nicht nur auf der Haut von Fröschen, sondern auch auf Kröten- und Salamanderhaut nachgewiesen.Bild 32 von 36 | Foto: picture alliance/dpaUm auf das Massensterben der Frösche aufmerksam zu machen, hat die Weltnaturschutzorganisation IUCN gemeinsam mit dem Weltzooverband WAZA ...Bild 33 von 36 ... die Tierschutzorganisationen Ambibian Ark ins Leben gerufen und 2008 zum "Jahr des Frosches" erklärt.Bild 34 von 36 Denn Frösche sind nicht nur Gradmesser für funktionierende Ökosysteme.Bild 35 von 36 Als außergewöhnliche Wirbeltiere mit einer Metamorphose verkörpern sie auch den evolutionären Schritt der Tiere vom Wasser auf das Land. (Text: J. Köhler, Bilder: ap, dpa, wikipedia)Bild 36 von 36