Die Antarktis ist eine Region der Superlative.Bild 1 von 49 Nirgendwo sonst auf der Welt ist es so kalt, so trocken und so windig wie hier.Bild 2 von 49 50 Millimeter Niederschlag fallen durchschnittlich pro Jahr. Das ist weniger als in der Sahara.Bild 3 von 49 Temperaturen von bis zu minus 90 Grad Celsius im Landesinneren, heftige Winde und Schneestürme machen die Antarktis zu einer unwirtlichen Region,...Bild 4 von 49 ... in der sich kaum Leben befindet. Der Kontinent ist der einzige, der nicht bevölkert ist. Auch ausgestorbene Ureinwohner konnten nicht nachgewiesen werden.Bild 5 von 49 Antarktika hat eine Fläche von rund 13,2 Millionen Quadratkilometern...Bild 6 von 49 ... und ist damit 37 Mal so groß wie Deutschland oder anderthalb Mal größer als Europa.Bild 7 von 49 Das Gebiet wird durch das Transantarktische Gebirge in zwei Teile getrennt: ...Bild 8 von 49 ... in das kleinere Westantarktika und das größere Ostantarktika.Bild 9 von 49 98 Prozent des Kontinents sind permanent mit Eis bedeckt.Bild 10 von 49 Die Eisdecke ist durchschnittlich 2100 Meter dick.Bild 11 von 49 Das Inlandeis kann bis zu 4700 Meter dick werden und macht die Antarktis zum höchsten Kontinent der Erde.Bild 12 von 49 90 Prozent der Eismassen auf der Erde befinden sich im antarktischen Raum.Bild 13 von 49 In Eis und Schnee sind mehr als zwei Drittel aller Süßwasserreserven der Erde tiefgefroren.Bild 14 von 49 Antarktika ist vollständig vom Südlichen Ozean, auch Antarktik genannt, umgeben.Bild 15 von 49 Charakteristisch für die 32.000 Kilometer lange Küstenlinie des Kontinents sind Schelfeis und Gletscher. Sie reichen unter Wasser bis tief in das Meer hinein.Bild 16 von 49 Die in der Antarktis vorkommenden Lebewesen ...Bild 17 von 49 ... haben sich so gut wie möglich an die widrigen Lebensumstände angepasst.Bild 18 von 49 | Foto: WikipediaDas kalte Polarmeer ist reich an Sauerstoff. Die warmen Strömungen bringen viele Mineralien in den Südlichen Ozean.Bild 19 von 49 So kann im Meer ein Cocktail aus mikroskopisch kleinen Tieren und Pflanzen entstehen, dem Plankton.Bild 20 von 49 Dieses ist, neben dem so genannten Krill, die Nahrungsgrundlage vieler im Südpolarmeer lebender Fischarten.Bild 21 von 49 Am Ende dieser Nahrungskette stehen Pinguine, Robben, Wale, Delfine und verschiedene Vogelarten.Bild 22 von 49 Doch die empfindlichen Ökosysteme der Antarktis sind stark gefährdet.Bild 23 von 49 Nicht nur die Plünderung des Südpolarmeeres durch große Industriefangschiffe oder illegalen Fischfang bringen die Systeme aus der Balance.Bild 24 von 49 Vor allem die weltweite Erwärmung des Klimas hat immense Auswirkungen auf die Region am Südpol.Bild 25 von 49 Dazu kommt das immer größer werdende Ozonloch über der Antarktis.Bild 26 von 49 Dem WWF zufolge werden die Küstenregionen der Antarktis durch den Klimawandel stellenweise fünf Mal schneller erwärmt als andere Orte auf der Welt. Das führt zu großen Schmelzen.Bild 27 von 49 So tauen beispielsweise Brutplätze für Pinguine einfach weg.Bild 28 von 49 Auch das Nahrungsangebot wird für die Tiere durch die Erwärmung des Südpolarmeeres immer geringer. Einige Kolonien sind bereits jetzt um die Hälfte reduziert.Bild 29 von 49 Die Aussichten sind düster. Würde das gesamte Eis der Antarktis schmelzen, stiege der Meeresspiegel um rund 70 Meter. Die Auswirkungen weltweit wären katastrophal.Bild 30 von 49 Als extreme Kälteregion ist die Antarktis so etwas wie die Klimaküche für die Welt. Erwärmt sie sich schnell, hat das drastische Auswirkungen auf das Wetter und das Klima auf der ganzen Welt. Wissenschaftler konnten bereits ein erstes Abtauen der Polkappe nachweisen.Bild 31 von 49 Zum Schutz der Antarktis gibt es den so genannten Antarktisvertrag. Er trat 1961 in Kraft, galt zuerst bis 1991 und wurde später bis 2041 verlängert.Bild 32 von 49 Diese internationale Übereinkunft aus der Zeit des Kalten Krieges ist einmalig. Sie sieht vor, die Antarktis ausschließlich friedlich, vor allem aber für wissenschaftliche Zwecke zu nutzen. Außerdem untersagt der Vertrag Gebietsansprüche.Bild 33 von 49 Im Jahr 1991 wurde der Antarktisvertrag durch das Umweltschutzprotokoll ergänzt.Bild 34 von 49 Derzeit gibt es mehr als 50 Forschungsstationen auf dem antarktischen Kontinent. Davon sind 37 ganzjährig besetzt.Bild 35 von 49 Im Sommer leben rund 4000 Menschen hier. Damit hat die Antarktis die geringste Infrastruktur und die niedrigste Bevölkerungsdichte weltweit.Bild 36 von 49 In den letzten Jahren haben nicht nur Forscher Gefallen an der extremen Naturschönheit gefunden. Immer mehr Touristen kommen, um die Antarktis zu bewundern. So stieg die Besucherzahl von 1000 in der Saison 1990/91 auf 14.000 in der Reisezeit 2002/03.Bild 37 von 49 Reiseveranstalter müssen strenge Umweltschutzauflagen beachten. Ein Ausflug aufs Eis oder direkt aufs Festland beispielsweise ist auf zwei Stunden begrenzt.Bild 38 von 49 Touristen dürfen nur gekennzeichnete Wege betreten. Von Tieren müssen sie sich mindestens fünf Meter fernhalten.Bild 39 von 49 Krach ist verboten, rote Kleidung aufgrund ihrer Signalwirkung empfohlen.Bild 40 von 49 Die Tiere haben stets Wegerecht. Sie zeigen sich meist eher unbeeindruckt von menschlichem Besuch.Bild 41 von 49 Der erreicht den Kontinent seit Dezember 2007 über die neu gebaute Wilkins-Landebahn.Bild 42 von 49 Durch die Witterung und die fehlende Infrastruktur ist eine Reise in die Antarktis eine kostspielige und aufwendige Angelegenheit, die aber durchaus ihren Reiz haben kann.Bild 43 von 49 Trotz der strengen Auflagen bringt jedoch auch der Antarktis-Tourismus Probleme für die Region mit sich. Jeder Tourist sollte daher seinen Reiseanbieter sowie seine Reiseabsichten genau prüfen.Bild 44 von 49 Die empfindlichen Ökosysteme der Antarktis zu bewahren, ist natürlich weltweit von Interesse. Schließlich nehmen sie maßgeblich Einfluss auf das globale Klima.Bild 45 von 49 Seit 1983 steht die Erhaltung des Kontinents mit seiner Tier- und Pflanzenwelt daher auf der Tagesordnung der Vereinten Nationen. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, muss noch viel getan werden.Bild 46 von 49 An die nicht untergehende Sonne im antarktischen Sommer von Dezember bis Februar ...Bild 47 von 49 ... und die langen Polarnächte von Juni bis August haben sich die tierischen Bewohner am Südpol gewöhnt. Aber ...Bild 48 von 49 ... hohe Ozonwerte, starke Erwärmung und Schmelze, ein sinkendes Nahrungsangebot und schwindenden Lebensraum werden sie nicht überleben. (Alle nicht gekennzeichneten Bilder: AP, dpa, Reuters)Bild 49 von 49