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Montag, 08. August 2016

Nacktmodelle, Millionäre, Retter: Die Katze ist die beste Freundin der Deutschen

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Keine Sorge, es soll hier nicht um niedliche Katzenfotos gehen, sondern vielmehr um die große Bedeutung von Katzen für den Menschen. Denn ... (Foto: imago/Leemage)

Keine Sorge, es soll hier nicht um niedliche Katzenfotos gehen, sondern vielmehr um die große Bedeutung von Katzen für den Menschen. Denn ...

Keine Sorge, es soll hier nicht um niedliche Katzenfotos gehen, sondern vielmehr um die große Bedeutung von Katzen für den Menschen. Denn ...

... sie sind nicht nur schöne Tiere, sie retten auch Leben, ...

... fangen Mäuse ...

... und tun Menschen einfach gut. Daher haben sie sogar einen eigenen Gedenktag - den Weltkatzentag alljährlich am 8. August. Ursprünglich ...

... wurde er eingerichtet, um auf Missstände aufmerksam zu machen, unter denen manche Katzen leben.

Aber der Gedenktag wird mittlerweile auch von Menschen dazu genutzt, um ihre Katzenliebe mit anderen zu feiern.

Einige der Katzen ragen aus der Masse heraus und sind bekannter als andere. So gibt es etwa ...

... die ägyptische Katzengöttin Bastet (die bei dieser Maske gar nicht wirklich wie eine Katze aussieht). Schon vor rund 4000 Jahren hielten reiche Ägypter Katzen als Heimtiere.

Die damals als Schützerin gegen das Böse und Göttin der Fruchtbarkeit verehrte Bastet wurde in Katzengestalt dargestellt. Trotz eines strengen Ausfuhrverbots traten die Tiere von dort aus lange vor Christi Geburt ihren Siegeszug um die Welt an.

Lauteste Katze: "Merlin" aus dem englischen Torquay hält seit Mai 2015 den Weltrekord im lauten Schnurren. 67,8 Dezibel - etwa der Lärm eines Rasenmähers oder eines Autos, das in zehn Metern Entfernung vorbeifährt - brachten dem 13 Jahre alten Kater einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde und seiner Besitzerin Tracy Westwood einen Fernsehauftritt ein.

Uni-Katze: "Fräulein Sinner" heißt die Campuskatze der Universität Hildesheim. Seit 2002 streunt sie durch die Flure. Versuche, das Tier in einer Pflegefamilie oder im Tierheim unterzubringen, schlugen fehl: "Fräulein Sinner" kommt immer wieder in die Uni zurück.

Reiche Katze: Der Kater "Tommasino" (nicht im Bild) erbte 2011 in Rom von seiner mit 94 Jahren gestorbenen Besitzerin eine Villa, zwei Wohnungen, Ländereien und Bargeld im Gesamtwert von zehn Millionen Euro. Laut Testament muss er das Geld aber mit anderen "armen Katzen" teilen.

Kosmetik-Katze: Modedesigner Karl Lagerfeld bietet seinem Kätzchen "Choupette" ein Leben in Luxus. Es speist von silbernen Tellern und spielt mit Würfeln aus Nerz-Fell. Das Tier steht sogar Pate für eine Kosmetik-Kollektion: In der Schreibweise "Shupette" blickt die Katze unter anderem von Parfümflakons und Cremedosen.

Rettende Katze I: Die streunende Katze "Maschka" wärmte im Januar 2015 im russischen Obninsk stundenlang ein bei Frost ausgesetztes Baby und rettete es damit wohl vor dem Erfrieren. Neben dem etwa zwei Monate alten Jungen in einem Pappkarton miaute "Maschka" so lange, bis Helfer das Kind in ein Krankenhaus brachten.

Rettende Katze II: Das laute Miauen einer Katze vor einem Haus in Köln bewahrte einen ausgesetzten, wenige Stunden alten Säugling am 13. April 2006 vor dem Erfrieren. Durch die Laute des Tieres alarmiert, trat ein Bewohner vor die Tür und fand dort das in ein Bettlaken eingewickelte Neugeborene. Er holte das Kind sofort ins Haus und rief einen Rettungswagen. Die Schwestern der Neugeborenen-Station gaben dem Jungen den Namen "Simon Sonnenschein" (im Bild).

Heldenkatze: In Eagle River (US-Bundesstaat Alaska) verteidigte im Juli 2015 ein mutiger Kater sein Heim gegen einen Schwarzbären. Als der auf der Terrasse stand, reichte ein beherzter Katzen-Sprung an die Glastür, um den Bären wieder zu vertreiben. Ein Einzelfall? Nicht in Alaska! Schon 2010 stellte sich eine "Heldenkatze" einem Bären sogar außerhalb des Hauses entgegen und verjagte ihn laut fauchend vom Grundstück.

Auch, aber nicht nur wegen dieser Rettungs- und Heldentaten sind Katzen den Menschen lieb und teuer. Fast 1,6 Milliarden Euro wurden im Jahr 2015 in Deutschland für Katzenfutter (Feuchtfutter, Trockenfutter und Snacks) ausgegeben. Für Katzenstreu und anderes Zubehör kommen noch etliche Millionen Euro hinzu.

2015 lebten in Deutschland 12,9 Millionen Katzen (mit steigender Tendenz - 2014 waren es noch 11,8 Millionen), in jedem fünften Haushalt gibt es eine oder mehrere.

Der Hund als zweitbester Freund des Menschen bringt es hierzulande "nur" auf 7,9 Millionen (2014: 6,8 Millionen) Exemplare.

Mehr als 40 Rassen von Hauskatzen (Felis silvestris catus) haben sich aus der ägyptischen Falbkatze entwickelt. (im Bild: eine Perserkatze)

Die größte Rassekatze "Maine Coon" wird fast einen Meter lang.

Die Sphinx-Katze (auch Sphynx) ist eine fast haarlose Katzenrasse. Sie wurde aus mutierten Katzen weitergezüchtet.

Die auch Nacktkatzen genannten Tiere sind wegen ihrer fast fehlenden Körperbehaarung für die Freilaufhaltung ungeeignet. Zudem müssen sie bei einem Sonnenbad mit Sonnencreme geschützt werden. Sphynx-Katzen gelten als sehr freundlich und anhänglich.

Auch für wissenschaftliche Zwecke werden Katzen gebraucht: Im Jahr 2014 wurden 997 Katzen in Deutschland für Tierversuche ...

... oder andere wissenschaftliche Zwecke eingesetzt (zum Vergleich: 5636 Hunde und 1,9 Millionen Mäuse waren in dem Jahr Versuchstiere).

Interessante Besonderheit: Katzen haben, anders als etwa die Großkatzen Löwen oder Tiger, vertikal verlaufenden Pupillenin Schlitzform. Diese gelten als Vorteil für Tiere, ...

... die tag- und nachtaktiv sind, da sie sich besser an unterschiedliche Lichtverhältnisse anpassen können. So kann sich die Fläche der vertikal verlaufenden Pupillen von Katzen um das 135-Fache verändern. Die runden Pupillen des Menschen erlauben dagegen nur eine Veränderung um das 15-Fache. (abe/dpa)

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