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Sonntag, 17. Dezember 2017

Gefährdete Tiere und Pflanzen: Die Rote Liste wird immer länger

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Rund 91.500 Tier- und Pflanzenarten haben Experten für die Rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) inzwischen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Fast 26.000 Arten sind in ihrem Bestand bedroht. Die Rote Liste umfasst ... (Foto: https://cmsdocs.s3.amazonaws.com/keydocuments/IUCN_Red_List_Brochure_2015_LOW.pdf)

Rund 91.500 Tier- und Pflanzenarten haben Experten für die Rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) inzwischen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Fast 26.000 Arten sind in ihrem Bestand bedroht. Die Rote Liste umfasst ...

Rund 91.500 Tier- und Pflanzenarten haben Experten für die Rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) inzwischen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Fast 26.000 Arten sind in ihrem Bestand bedroht. Die Rote Liste umfasst ...

... Säugetiere wie den Iberischen Luchs, ...

... Vögel wie den Uhu, ...

... Amphibien wie zum Beispiel den Feuersalamander sowie ...

... Pflanzen - hier ein Palmfarn. Zum Dezember 2017 wurde die Rote Liste aktualisiert. Jetzt gilt ...

... erstmals auch die Schnee-Eule als gefährdet. Sie lebt in der arktischen Tundra, wo ihr die Klimaerwärmung ...

... zunehmend zu schaffen macht. Innerhalb von drei Generationen ist der Bestand der Schnee-Eule um 50 Prozent geschrumpft. Ebenfalls neuerdings ...

... gefährdet: die Dreizehenmöwe. Sie brütet unter anderem auf Helgoland und ernährt sich überwiegend von ...

... Meeresfischen. Doch die Ozeane geben nicht mehr viel her. So kommt die Dreizehenmöwe nachweislich zu kurz. Es bestehe ein hohes Risiko, dass sie in unmittelbarer Zukunft aussterbe, so die Einschätzung der Experten.

Für ähnlich gefährdet halten sie inzwischen auch die Riesen-Elenantilope. Während es 1999 noch bis zu 20.000 dieser Tiere gab, sind es jetzt nur noch höchstens 14.000. Die Antilopenart lebt in Afrika, ...

... wo sie bejagt wird und ihr Lebensraum schrumpft.

Der Nancy Ma-Nachtaffe ist inzwischen gefährdet, weil er für die Malaria-Forschung illegal gehandelt wird. Das macht sich in den wilden Populationen in Brasilien, Kolumbien und Peru bemerkbar. Noch schlechter ist es ...

... um den Irawadi-Delfin bestellt. Er galt ohnehin als gefährdet. Doch nun ist die Zahl dieses vor den Küsten Südostasiens lebenden Meeressäugers so weit zurückgegangen, dass er ...

... als stark gefährdet eingestuft wird. In den vergangenen 60 Jahren haben sich die Bestände mehr als halbiert. Auch den ...

... Westlandsturmvogel könnte es laut IUCN womöglich bald nicht mehr geben. Der Seevogel hält sich gern ...

... über dem Südpazifik auf, zwischen Australien und Südamerika. Zum Brüten kommt er an Land. Allerdings findet er immer weniger Nistplätze.

Auf der Nordhalbkugel ist dieser kleine Singvogel zu Hause: die Weidenammer. Von ihr gibt es nur noch so wenige Exemplare, dass sie akut vom Aussterben bedroht ist. Ein Schicksal, das sie neuerdings ...

... mit dem Steppenläufer teilt, der in den Graslandschaften Australiens lebt. Da diese zunehmend kultiviert werden, schwindet der Lebensraum des Vogels. Auf dem Kontinent ...

... Down Under ergeht es auch dem Gewöhnlichen Ringbeutler schlecht. Er kommt nicht mit dem immer heißeren Klima zurecht und steht daher ebenfalls kurz vor dem Aussterben. Für einige ...

... auf Australiens Weihnachtsinsel beheimatete Tiere gibt es schon keine Hoffnung mehr: Sie gelten nunmehr als ausgerottet. Die Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus, die mit der hier abgebildeten Art verwandt ist, gehört dazu. Auch vom ...

... Weihnachtsinsel-Waldskink, der hier in der Mitte zu sehen ist und der zur Familie der Eidechsen gehörte, ist inzwischen das letzte Tier gestorben. Der Weihnachtsinsel-Blauschwanzskink, hier rechts zu sehen, ist zumindest in freier Wildbahn nicht mehr anzutreffen. Bei ihm könnte aber noch die Nachzucht im Gehege gelingen.

Bei den Pflanzen wurde die Kanadische Orangenwurzel, ein Neueinsteiger in der Roten Liste, direkt als gefährdet eingestuft. In Nordamerika gilt sie als Heilpflanze, weshalb ihre Wildbestände für den Arzneimittelmarkt abgeerntet werden. Ein weiterer ...

... Neueinsteiger in der Roten Liste ist vom Aussterben bedroht: die Weiß-Esche. Auch sie wächst in Nordamerika - und hat einen Feind, der dort neu ist: den ...

... Asiatischen Eschenprachtkäfer. Dessen Larven legen unter der Rinde der Weiß-Esche ausgedehnte Gänge an; der Baum geht daran nach wenigen Jahren zugrunde. Noch ist unklar, was man gegen den invasiven Schädling tun könnte. - Doch ließen sich bei der Aktualisierung der Roten Liste nicht eigentlich auch ...

... Erfolge verzeichnen? Ja, jedenfalls kleine. So ist zum Beispiel der Bestand des Rodrigues-Flughundes von nur 4000 Exemplaren in 2003 auf rund 20.000 angestiegen. Das liegt sowohl an einer erfolgreichen Zucht in diversen Zoos als auch an Schutzmaßnahmen in der natürlichen Umgebung, der Insel Rodrigues im Indischen Ozean. Auch für zwei Arten des ...

... neuseeländischen Nationaltieres, für den Nördlichen Streifenkiwi und den ...

... Okaritokiwi, sieht es mittlerweile ein wenig besser aus: Galten sie zuletzt noch als "stark gefährdet", sind sie nun "gefährdet". Die Kiwi-Vögel fallen oft eingeschleppten Säugetieren wie Ratten, Katzen und Hunden zum Opfer. Nachdem man die Eier der Kiwis in Zuchtstationen in Sicherheit brachte, konnten sich die Bestände ein wenig erholen. Für 866 Tiere auf der Roten Liste aber gibt es kein Zurück. Sie sind gänzlich ausgestorben. (asc)

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