"Mit allen Sinnen genießen", dazu raten Restaurants, Kochbücher und Wellness-Oasen, selbst Fremdsprachen-Kurse werden mit diesem Slogan angeboten.Bild 1 von 46 Aber wie viele Sinne hat der Mensch? Und kann er wirklich mit allen Sinnen gleichzeitig seine Umwelt wahrnehmen?Bild 2 von 46 Nach Aristoteles hat der Mensch fünf Sinne. Er kann fühlen, hören, sehen, riechen und schmecken. (Die fünf Sinne, Gemälde von Hans Makart aus den Jahren 1872 bis 1879)Bild 3 von 46 Diese Sinne kann man in Nahsinne (Geschmack, Geruch, Tastsinn) und Fernsinne (Hörsinn, Sehsinn) unterteilen.Bild 4 von 46 Nach der modernen Physiologie besitzt der Mensch noch vier weitere Sinne. Dazu gehört der Temperatursinn,...Bild 5 von 46 ... der Gleichgewichtssinn,...Bild 6 von 46 ... der Sinn für die Körperempfindung oder auch Tiefensensibilität,...Bild 7 von 46 ... und der Sinn zur Empfindung von Schmerz.Bild 8 von 46 Tatsächlich können alle Sinne gleichzeitig benutzt werden, obwohl es Sinne gibt, die als übergeordnet bezeichnet werden könnten.Bild 9 von 46 Im Gehirn werden die Reize aller Sinne zu einem "sinnvollen" Ganzen zusammen getragen.Bild 10 von 46 Wirklich aktiv nehmen wir unsere Sinne jedoch erst wahr, wenn wir dazu aufgefordert werden bzw. ein Sinn besonders gereizt wird oder ausfällt, wie beispielsweise im Dunkel-Restaurant.Bild 11 von 46 Zu jedem der fünf Sinne gehören bestimmte Körperteile, zum Sehsinn natürlich die Augen.Bild 12 von 46 Der Sehsinn liefert uns ca. 80 Prozent unserer Informationen - die anderen Sinne sind ihm zumeist untergeordnet.Bild 13 von 46 Aus diesem Grund machen es sich viele Menschen zum Prinzip, nur das zu glauben, was sie sehen.Bild 14 von 46 Das Ohr gehört zum Hörsinn.Bild 15 von 46 Mit diesem Sinn ist bereits der ungeborene Mensch ausgestattet. Bereits ab der 20. Schwangerschaftswoche hat der Embryo die Fähigkeit, Töne wahrzunehmen und zu unterscheiden.Bild 16 von 46 Das gesamte Hörsystem ist, die Ohren eingeschlossen, sehr sensibel.Bild 17 von 46 Ohren und Hörsystem sind wichtig für die Balance und für die Orientierung. Aus diesem Grund sollten sie vor zu viel Lärm geschützt werden. Das Hörsystem ist gekoppelt mit dem Orientierungssinn.Bild 18 von 46 Die Nase gehört zum Geruchssinn.Bild 19 von 46 Obwohl wir täglich rund 23.000 Mal einatmen und damit unzählige Duftmoleküle wahrnehmen, springt der Geruchssinn nur an, wenn etwas besonders stark riecht.Bild 20 von 46 Das Gehirn kann nachweisbar Gerüche bereits registrieren, bevor wir sie überhaupt benennen können.Bild 21 von 46 Dennoch sind wir beim Einordnen der wahrgenommenen Gerüche in schlecht und gut recht schnell. Diese Fähigkeit ist allerdings erlernt. Das bedeutet, wenn wir geboren werden, sind alle Düfte neutral.Bild 22 von 46 Kein anderer Sinn ist so sehr mit emotionalen Empfindungen verbunden wie der Geruchssinn. Gerüche können auch noch nach Jahren emotionale Erinnerungen hervorrufen.Bild 23 von 46 Vor allem in der Liebe ist der Geruchssinn wichtig. Menschen, die ihren Geruchssinn verloren haben, klagen oftmals über Depressionen und Probleme in der "sexuellen Kommunikation".Bild 24 von 46 Mit dem Geruchssinn verbunden ist der Geschmackssinn.Bild 25 von 46 Ohne den Geruchssinn schmeckt unser Essen nach nichts. Die meisten Eindrücke, die wir schmecken, liefert in Wirklichkeit unsere Nase.Bild 26 von 46 Beim Obsteinkauf sollte der Geruchssinn aktiv benutzt werden, um geschmackvolles Obst zu bekommen.Bild 27 von 46 Verantwortlich für den Geschmackssinn sind die Geschmacksrezeptoren auf der Oberseite der Zunge. Die Geschmäcke, die unabhängig vom Geruch sind, lassen sich in fünf Grundqualitäten einteilen.Bild 28 von 46 Süß, ausgelöst durch Kohlenhydrate oder Süßstoffe,...Bild 29 von 46 ... salzig, ausgelöst durch mineralische Verbindungen wie Speisesalz,...Bild 30 von 46 ... sauer, ausgelöst durch niedrige ph-Werte wie in Säuren,...Bild 31 von 46 ... bitter, ausgelöst durch Bitterstoffe,...Bild 32 von 46 ... und ...? Jeder, der denkt, dass nun die Geschmacksqualität scharf kommt, liegt leider falsch. Umami ist die fünfte im Bunde und meint herzhaft oder auch wohlschmeckend. Ausgelöst wird umami durch Glutaminsäure, die zu den Aminosäuren gehört.Bild 33 von 46 Der Forscher Kikunae Ikeda fand bereits 1908 heraus, dass es eine weitere Geschmacksqualität gibt, welche besonders proteinreiche Nahrungsmittel anzeigt.Bild 34 von 46 Glutamate sind Salze der Glutaminsäure und werden auch als Geschmacksverstärker eingesetzt. Sie sind häufig in vollreifen Tomaten, Fleisch, Sojasauce und Käse zu schmecken.Bild 35 von 46 Japanische Feinschmecker sind der Meinung, dass der Shiitake-Pilz den typischen Umami-Geschmack habe.Bild 36 von 46 Die Schärfe dagegen wird nicht zu den Grundgeschmacksqualitäten gezählt, sondern als Schmerzsignal der Nerven definiert.Bild 37 von 46 Na dann, guten Appetit! Weiter gehts ...Bild 38 von 46 ... zum Tastsinn. Nicht nur die Hände, sondern die gesamte Haut gehört als größtes Organ des Körpers dazu.Bild 39 von 46 Die taktile Wahrnehmung, die auch als Oberflächensensibilität bezeichnet werden kann, ist die Wahrnehmung von Lebewesen durch die das Erkennen von Druck,...Bild 40 von 46 ... Berührung und Vibrationen auf der Haut ermöglicht wird. Zum Tastsinn werden oftmals auch die Temperatur- und die Schmerzwahrnehmung gezählt.Bild 41 von 46 Als 7. Sinn oder außersinnliche Wahrnehmung werden Dinge bezeichnet, die anscheinend nicht mehr mit den Sinnesorganen aufgenommen werden können.Bild 42 von 46 Die so genannten Psi-Fähigkeiten wie Telepathie oder Hellsehen gehören dazu.Bild 43 von 46 Bei Wissenschaftlern sind diese Fähigkeiten umstritten, denn es gibt keine gesicherten Beweise dafür.Bild 44 von 46 Biologen benutzen diesen Begriff zunehmend, um damit elektrische und magnetische Sinne von Tieren zu beschreiben.Bild 45 von 46 Leben und lieben Sie mit allen Sinnen, egal wie viele Sie davon haben. (Bilder: ap, dpa, wikipedia)Bild 46 von 46