Malaria, Tuberkulose, Aids: Die schlimmsten Krankheiten der Menschheit
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Die Zahlen sind alarmierend:Bild 1 von 72 Alle 30 Sekunden stirbt allein in Afrika ein Kind an Malaria.Bild 2 von 72 Anlässlich des Weltmalariatages im April 2008 rief UN-Generalsekretär Ban Ki Monn zu einer weltweiten Kampagne gegen Malaria auf.Bild 3 von 72 Bis 2010 sollten sich alle Menschen auf der Welt vor der tödlichen Krankheit schützen können.Bild 4 von 72 Malaria ist nur eine Krankheit von vielen. Nach wie vor wird die Menschheit von Krankheiten befallen, deren Ausbruch oft vermeidbar wäre.Bild 5 von 72 So sterben 2007 gut 2,1 Millionen Menschen an Aids.Bild 6 von 72 1,5 Millionen Tuberkuloseopfer gibt es im Jahr 2006.Bild 7 von 72 5.5 Millionen Tote fordert das Rauchen pro Jahr.Bild 8 von 72 Hinzu kommen hunderttausende Todesfälle durch Durchfallerkrankungen, Unterernährung, Fettsucht ...Bild 9 von 72 Und die Weltgesundheitsorganisation warnt vor einer weiteren, völlig unterschätzten Gefahr: Dem Klimawandel.Bild 10 von 72 "Über den Klimawandel wird manchmal debattiert, als ob davon nur der Planet betroffen wäre, aber nicht seine Bewohner", so UN-Generalsekretär Ban Ki Moon anlässlich des Weltgesundheitstages.Bild 11 von 72 "Der Klimawandel gefährdet die Qualität und die Verfügbarkeit von Wasser und Nahrung, ...Bild 12 von 72 ... er verursacht häufigere und stärkere Stürme, Hitzewellen, Dürreperioden und Überschwemmungen und verschlechtert die Qualität unserer Luft."Bild 13 von 72 Schon heute sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation mehr als 150.000 Menschen pro Jahr durch klimabedingte Krankheiten und Verletzungen.Bild 14 von 72 Allein in Europa kostete demnach der extrem heiße Sommer im Jahr 2003 mehr als 70.000 Hitze-Opfer.Bild 15 von 72 "Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit", sagt WHO-Generaldirektorin Margaret Chan in Genf.Bild 16 von 72 Obgleich manchem der Klimawandel noch in weiter Ferne zu liegen scheint - auch in reichen Ländern wie Deutschland könnte er zu vielen Opfern führen, fürchten Forscher.Bild 17 von 72 Nach Angaben des Umweltbundesamtes ist die Temperatur in den vergangenen 100 Jahren in Deutschland um 0,8 Grad gestiegen - und auch für die Zukunft sagen Klimaforscher mehr heiße Sommer und nasse Winter voraus.Bild 18 von 72 Mögliche Folgen: Die Infektionskrankheit Malaria könnte nach Deutschland zurückkehren, ....Bild 19 von 72 ... auch hierzulande könnte sich - wie in den USA bereits geschehen - das gefährliche West-Nil-Virus ausbreiten.Bild 20 von 72 "Malaria übertragende Moskitos werden heute in Gebieten gefunden, in denen es vorher keine Malaria gab", sagt Shigeru Omi, WHO-Direktor für den Westlichen Pazifik.Bild 21 von 72 Auch bei der Verbreitung des Dengue-Fiebers gibt es offensichtlich einen Zusammenhang mit dem Klimawandel.Bild 22 von 72 Klaus Stark vom Robert-Koch-Institut in Berlin sieht wegen des Klimawandels die Gefahr einer Zunahme von bestimmten Krankheiten. "Dazu zählen Durchfallerkrankungen, Lebensmittelvergiftungen, aber auch die durch Zecken übertragenen Erkrankungen...Bild 23 von 72 ... Hier können sich die Zeckenbisse ausbreiten", so der Infektologe bei n-tv.Bild 24 von 72 Und er warnt weiter: "Zum anderen bedrohen uns Infektionserreger, die bisher nicht direkt in Deutschland vorkommen, die aber in den tropischen und subtropischen Ländern weit verbreitet sind."Bild 25 von 72 Gerade diese Länder trifft der Klimawandel noch deutlich mehr.Bild 26 von 72 So kommen durch Katastrophen, bei denen das Klima eine Rolle spielt, laut WHO weltweit 60.000 Menschen ums Leben - die meisten davon in Entwicklungsländern.Bild 27 von 72 Doch nicht nur Hitzewellen, Stürme, Überschwemmungen und Dürren fordern ihren Tribut.Bild 28 von 72 An Erkrankungen wie Durchfall, Malaria und Unterernährung sterben laut Chan pro Jahr mehr als drei Millionen Menschen - auch diese Leiden sind zum Teil mit dem Klimawandel verbunden.Bild 29 von 72 "Alle Völker sind verwundbar, aber die Armen werden als erste und am härtesten getroffen", betont die chinesische Medizinerin.Bild 30 von 72 "Das ist nicht akzeptabel."Bild 31 von 72 Ähnlich sieht es UN-Generalsekretär Ban: Die Auswirkungen würden vor allem in den armen Ländern zu spüren sein, die am wenigsten für diese globale Krise können.Bild 32 von 72 "Bis zum Jahr 2020 könnte fast eine Viertelmilliarde Menschen in Afrika von der wachsenden Wasserknappheit betroffen sein ...Bild 33 von 72 ... Die Ernteerträge in einigen afrikanischen Ländern könnten um die Hälfte zurückgehen."Bild 34 von 72 Doch die Entwicklungsländer leiden nicht nur unter den Folgen des Klimawandels.Bild 35 von 72 Schlechte sanitäre Anlagen, wenige Ärzte und Medikamente, mangelnde Bildung und Armut führen oft zu andernfalls vermeidbaren Krankheiten und Todesfällen.Bild 36 von 72 So haben sechs von zehn Afrikanern keinen Zugang zu ordentlichen Toiletten, weltweit sind es rund vierzig Prozent.Bild 37 von 72 2,6 Milliarden Menschen, die den Kontakt mit menschlichen Ausscheidungen und damit verbundenen möglichen Infektionskrankheiten kaum vermeiden können.Bild 38 von 72 "Sanitäre Versorgung ist der Grundstein für öffentliche Gesundheit", so Chan.Bild 39 von 72 UN-Generalsekretär Ban Ki Moon benennt dies konkret: "Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen schlechter Sanitärversorgung."Bild 40 von 72 Fast 5.000 Kinder täglich fallen Cholera, Typhus, Gelbsucht oder Durchfall zum Opfer.Bild 41 von 72 Dabei hatten Staats- und Regierungschefs in den Millenniumszielen im Jahr 2000 noch beschlossen, den Anteil der Menschen ohne Zugang zu sanitärer Grundversorgung bis zum Jahr 2015 zu halbieren.Bild 42 von 72 Doch zwischen Versprechen und Realität klafft mal wieder eine Lücke: "Wir haben nirgendwo das nötige Reformtempo erreicht", muss nun der UN-Generalsekretär eingestehen.Bild 43 von 72 Für das Jahr 2015 rechnen Experten noch immer mit 2,1 Milliarden Menschen ohne sanitäre Grundversorgung.Bild 44 von 72 Für Afrika sieht es noch düsterer aus: "Mit dem jetzigen Tempo wird Schwarzafrika das Ziel erst im Jahr 2076 erreichen können", so Ban.Bild 45 von 72 Überhaupt ist der Zustand des Gesundheitssystems in weiten Teilen Afrikas katastrophal.Bild 46 von 72 Wer kann, arbeitet in anderen Ländern. Etwa ein Viertel der in Afrika ausgebildeten Ärzte ist mittlerweile in wohlhabenderen Staaten tätig.Bild 47 von 72 Allein in Uganda kommen auf einen Arzt 100.000 Patienten.Bild 48 von 72 Laut UN arbeiten nur drei Prozent des medizinischen Fachpersonals weltweit in Schwarzafrika - obwohl dort elf Prozent der Weltbevölkerung leben und 25 Prozent des weltweiten Krankheitsaufkommens verzeichnet werden.Bild 49 von 72 Weltweit fehlen nach WHO-Angaben vier Millionen Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen. In 57 Staaten, meist in Afrika, wird der Fachkräftemangel als kritisch eingestuft.Bild 50 von 72 Eine der größten Bedrohungen für viele Staaten Afrikas und andere Entwicklungsländer ist die Immunschwächekrankheit Aids.Bild 51 von 72 So starben 2007 weltweit 2,1 Millionen Menschen an den Folgen von Aids - unter ihnen 290.000 Kinder.Bild 52 von 72 Fast 90 Prozent aller HIV-infizierten Kinder leben in Afrika - die meisten von ihnen angesteckt durch ihre eigene Mutter.Bild 53 von 72 In den besonders betroffenen ärmeren Ländern erhalten gerade einmal 23 Prozent aller HIV-infizierten Schwangeren eine Vorsorgebehandlung, die das Risiko einer Übertragung der Krankheit auf das Baby verringert.Bild 54 von 72 UNAIDS-Direktor Peter Piot zieht eine negative Bilanz: "Es muss noch sehr viel mehr getan werden, wenn wir wirklich eine große Veränderung bei dieser Epidemie erreichen wollen."Bild 55 von 72 WHO-Experten machen sich vor allem über Tuberkulose unter Aidskranken Sorgen.Bild 56 von 72 Sterben doch viele Aidspatienten an der aggressiven Lungenkrankheit.Bild 57 von 72 Allein in Afrika träten 85 Prozent aller Fälle auf, in denen es eine Verbindung zwischen HIV und Tuberkulose gebe, sagt Piot. "Bei vielen wird die Krankheit nicht erkannt, weil sie nicht getestet sind. Es mangelt an einfachster Diagnose."Bild 58 von 72 Hinzu kommt, dass antibiotikaresistente Tuberkulose-Erreger weltweit rapide zunehmen.Bild 59 von 72 Täglich sterben rund 4.400 Menschen an Tuberkulose.Bild 60 von 72 WHO-Generaldirektorin Chan sieht vor allem ein Problem: zu wenig Geld.Bild 61 von 72 Für die weltweit 90 am meisten betroffenen Länder, in denen 91 Prozent aller Tuberkulose-Fälle auftreten, fehlt rund eine Milliarde Dollar.Bild 62 von 72 So schlimm Aids, Tuberkulose, Malaria und Mangelernährung sind - die vermeidbare Todesursache Nummer eins weltweit ist etwas anderes: das Rauchen.Bild 63 von 72 "Tabak entwickelt sich zu einer der größten Gesundheitskatastrophen in der Menschheitsgeschichte", meint die ehemalige WHO-Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland.Bild 64 von 72 Alle sechs Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen des Tabakkonsums.Bild 65 von 72 "Im 20. Jahrhundert hat die Tabakepidemie 100 Millionen Menschen weltweit getötet. Im 21. Jahrhundert könnte sie eine Milliarde töten", heißt es im Welt-Tabak-Bericht der WHO.Bild 66 von 72 Und der Bericht zitiert aus dem "Oxford Medical Companion": "Tabak ist das einzige legal verfügbare Verbrauchsgut, das Menschen tötet, wenn es ganz wie vorgesehen benutzt wird."Bild 67 von 72 So ist Rauchen Risikofaktor für sechs der acht führenden Todesursachen weltweit.Bild 68 von 72 Einer von zehn Todesfällen bei Erwachsenen geht auf Tabak zurück, insgesamt 5,4 Millionen pro Jahr.Bild 69 von 72 Tabak tötet bis zu jeden zweiten Konsumenten, ...Bild 70 von 72 ... fast die Hälfte aller Kinder der Welt ist durch Passivrauchen belastet.Bild 71 von 72 Und die Befürchtung der WHO: Wegen des zeitlichen Verzugs zwischen Tabakkonsum und resultierenden Gesundheitsschäden hat die "Tabakepidemie" gerade erst begonnen.Bild 72 von 72
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