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Montag, 01. Oktober 2018

Nasa-Forscher auf Grönland: Durch Schmelzwasser steigt der Meeresspiegel

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Grönland ist die größte Insel der Erde. (Foto: REUTERS)

Grönland ist die größte Insel der Erde.

Grönland ist die größte Insel der Erde.

Fast 80 Prozent der insgesamt 2,16 Millionen Quadratkilometer sind mit Eis, Schnee und Gletschern bedeckt.

Doch das Eis schmilzt, ...

... bricht in großen Stücken von den Gletschern ab ...

... und bildet schließlich Eisberge oder treibt als Scholle auf dem Meer.

Erst im Juni 2018 ist das wieder passiert. Ein mehr als sechs Kilometer breiter Eisblock brach vom grönländischen Helheim-Gletscher in der Nähe des Tasiilaq-Fjordes ab.

Forscher der Nasa verfolgen bereits seit einiger Zeit diese Entwicklungen auf Grönland. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, ...

... die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Eisschmelze und Anstieg des Meeresspiegels zu untersuchen und besser zu verstehen.

Das aktuelle Nasa-Projekt Oceans Melting Greenland, kurz mit OMG bezeichnet, ist auf fünf Jahre angesetzt.

Es wird mit 30 Millionen Dollar gefördert und gilt derzeit als das ambitionierteste Projekt in diesem Forschungsbereich.

Bisher hatten sich Wissenschaftler bei ihren Forschungen zur Eis- und Gletscherschmelze darauf konzentriert, wie wärmere Luft die Eisschilde zum Schmelzen bringt.

Doch die Nasa-Forscher gehen andere Wege.

Sie wollen wissen, wie sich die Erwärmung der Ozeane auf das Eis Grönlands auswirkt.

Das wärmer werdende Meerwasser setzt nämlich den Eismassen von unten zu.

Die Forscher sind sich sicher, dass die Schmelze auf Grönland schon heute eine wesentliche Rolle beim Anstieg des globalen Meeresspiegels spielt.

Sie gehen derzeit davon aus, dass schmelzendes Grönlandeis dem globalen Meeresspiegel mehr als 0,8 Millimeter jährlich hinzufügt.

Mit diesen Wassermassen könnten 115 Millionen olympische Schwimmbecken gefüllt werden.

Sie konnten bei ihren Untersuchungen außerdem feststellen, dass einige Gletscher auf Grönland schneller schmelzen als andere.

Die Forscher wollen herausbekommen, was diese Unterschiede verursacht.

Dafür werden Messungen am Boden und ...

... aus der Luft gemacht.

Wassertemperaturen, - tiefe und ...

... -salzgehalt könnten im Zusammenhang damit stehen.

Bis es jedoch endgültige Ergebnisse vom OMG gibt, müssen noch eine Reihe von Messgeräten in Stellung gebracht und ...

... Daten gesammelt, ausgewertet und analysiert werden.

Klar ist allerdings seit 2017, dass 67 Gletscher in dieser Region mindestens 200 Meter unter dem Meeresspiegel liegen ...

... und damit mit wärmeren Schichten verbunden sind.

Das sind doppelt so viele, wie bisher angenommen.

Die Prognosen, wie stark der Meeresspiegel in Zukunft durch die Schmelze des Eises auf Grönland steigen wird, ...

... werden in dem Abschlussbericht der Forscher allerdings nicht genauer gemacht werden können.

Dabei sind Regierungen genau darauf aus, um geeignete Schutzmaßnahmen für die Zukunft ergreifen zu können.

Die Planung der britischen Environment Agency beispielsweise, am Ufer der Themse auf Höhe Londons eine Überschwemmungsbarriere in Höhe von 90 Zentimetern zu errichten, ...

... wäre den neuesten Zahlen zufolge nur zeitlich begrenzt von Nutzen. Höhere Schutzwälle sind allerdings mit wesentlich höheren Kosten verbunden.

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