Gut zwei Drittel der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt.Bild 1 von 49 Wer hier in die Tiefe vordringen möchte, dem sind ohne besondere technische Hilfsmittel schnell Grenzen gesetzt. Sporttauchern wird eine Maximaltiefe von 40 Metern empfohlen.Bild 2 von 49 Kaiserpinguine kommen schon bis zu 500 Meter tief, ...Bild 3 von 49 ... Robben sogar mindestens 700 Meter.Bild 4 von 49 1467 Meter ist derzeit die größte Tiefe für Ölbohrungen, ...Bild 5 von 49 ... das Wrack der Titanic liegt 3657 Meter tief.Bild 6 von 49 Die Weltmeere jedoch sind durchschnittlich rund 4000 Meter tief. Was sich so weit unten abspielt, ist ein großes Mysterium (im Bild eine Seescheide, 4006 Meter).Bild 7 von 49 Die Erforschung der Tiefsee begann erst 1873 mit der Reise des britischen Segelschiffs H.M.S. Challenger.Bild 8 von 49 Und noch immer sind die Ozeantiefen so wenig erforscht, dass wir selbst über den Mond mehr wissen.Bild 9 von 49 Schon 300 Meter unter der Wasseroberfläche endet die Lichtzone. Die Tiefsee beginnt (Seeteufel, 400 Meter).Bild 10 von 49 Überleben kann hier nur, wer sich scheinbar lebensfeindlichen Bedingungen angepasst hat. Kälte, Dunkelheit und ein enormer Druck bestimmen den Lebensraum der Tiefseebewohner (Quallenart, 620 Meter).Bild 11 von 49 In 1000 Metern Tiefe lastet auf jedem Quadratzentimeter ein Gewicht von 100 Kilogramm. Um dem standhalten zu können bestehen die Lebewesen der Tiefsee zu 99,9 Prozent aus Wasser.Bild 12 von 49 Licht ins Dunkel bringen die faszinierenden Tiere ... (Quallenart, 900 Meter)Bild 13 von 49 ... häufig selbst. Hier zum Beispiel strahlt der Ruderfußkrebs.Bild 14 von 49 Der Tiefsee-Anglerfisch lässt seinen Leuchtköder blinken, ...Bild 15 von 49 ... der Vipernfisch leuchtet aus dem Maul, um Beute anzulocken.Bild 16 von 49 Auch der wohl legendärste Tiefsee-Bewohner, der Architeuthis, ...Bild 17 von 49 ... besser bekannt unter dem Namen Riesenkalmar, ...Bild 18 von 49 ... sendet Lichtsignale. Allerdings nutzt er die Biolumineszenz nicht zur Beutejagd, sondern um potenzielle Partner auf sich aufmerksam zu machen.Bild 19 von 49 Riesenkalmare sind weltweit verbreitet und ...Bild 20 von 49 ... sagenumwoben. Ihren Tentakeln soll schon so mancher Seefahrer zum Opfer gefallen sein.Bild 21 von 49 Darüber, wie groß Riesenkalmare werden können, gibt es die unterschiedlichsten Angaben. Das größte Exemplar, das Menschen bisher zu Gesicht bekommen haben, war wohl rund 13 Meter lang. Riesenkalmare leben in einer Tiefe von 3000 Metern, und sie haben ...Bild 22 von 49 ... einen gewichtigen Feind: ...Bild 23 von 49 Den Pottwal. Dem 50-Tonnen-Koloss gelingt es, in Tiefen von 3000 Metern vorzudringen. Sein Körper ist so flexibel, dass seine Lungen auch unter dem hohen Druck nicht kollabieren.Bild 24 von 49 An gestrandeten Pottwalen ...Bild 25 von 49 ... lassen sich oft Spuren von Saugnäpfen erkennen. Die Riesenkalmare sind also offenbar keine leichte Beute.Bild 26 von 49 Ein üppiges Mahl ist in den Tiefen der Weltmeere jedoch eher selten (Koboldhai, bis 1350 m). Gefressen wird, ...Bild 27 von 49 ... was von oben herunterfällt, und das sind überwiegend Reste (Osedax frankpressi, ein Wurm, der sich von den Knochen toter Wale ernährt).Bild 28 von 49 Deswegen wachsen die meisten Tiefsee-Fische nicht über eine Größe von 30 Zentimetern hinaus, und sie bewegen sich möglichst wenig.Bild 29 von 49 Selbst rund um die in 2000 Metern Tiefe entdeckten "Schwarzen Raucher" - Quellen, aus denen bis zu 400 Grad Celsius heißes Wasser voller Schwermetalle und Schwefelverbindungen brodelt -, ...Bild 30 von 49 ... ist die Tiefsee voller Leben. Der Röhrenwurm etwa geht hier eine Verbindung mit Bakterien ein, die für ihn Nahrung aus dem heißen Wasser ziehen.Bild 31 von 49 Immer wieder entdecken Forscher neue Arten in der Tiefsee. Im Januar 2009 stießen sie vor Tasmanien in 1700 Meter Tiefe auf diese Koralle.Bild 32 von 49 2197 Meter tief fanden sie diesen Schwamm.Bild 33 von 49 Bei Forschungen im antarktischen Südpolarmeer wurden 2007 rund 700 bislang unbekannte Lebewesen entdeckt, darunter diese Assel.Bild 34 von 49 Die Forscher hatten Proben aus Tiefen zwischen 774 und 6348 Metern entnommen (Assel der Gattung Munna).Bild 35 von 49 Auch den längst ausgestorben geglaubten Quastenflosser, der zusammen mit den Dinosauriern vor 65 Millionen Jahren von der Erde verschwunden sein soll, bekommen Fischer immer wieder einmal zu Gesicht (hier 2001 vor der Küste Kenias).Bild 36 von 49 Um einen fundierten Überblick zu erlangen, riefen Wissenschaftler eine Volkszählung unter den Meeresbewohnern ins Leben (bewachsener Asphaltvulkan, 3000 Meter).Bild 37 von 49 Das Projekt "Census of marine life" trägt alte und neue Daten zum Lebensraum Ozean zusammen. Fast 250.000 Arten wurden katalogisiert, so auch diese Urzeit-Krake, Megaleledone setebos.Bild 38 von 49 An der Bestandsaufnahme sind auch deutsche Wissenschaftler beteiligt. Die "Polarstern" brach bereits zu drei Expeditionen auf, um die antarktische Tiefsee zu erforschen.Bild 39 von 49 Die größte Tiefe, in der je ein Fisch gefangen wurde, ist übrigens bei 9006 Metern unter Normalnull. Der Name des Fisches: Abyssobrotula galathea (im Bild ein Vertreter der gleichen Familie).Bild 40 von 49 Fast 2000 Meter tiefer, bei 10.916 Metern unter dem Meeresspiegel, bewegten sich Jacques Picard und Jon Walsh, als sie 1960 an Bord der "Trieste" den bis heute unerreichten Tiefentauchrekord aufstellten.Bild 41 von 49 Sie ließen sich in den Marianengraben hinabsinken, wo bei 11.034 Metern der absolute Tiefpunkt der Ozeane erreicht ist.Bild 42 von 49 Der Mount Everest - mit 8848 Metern der höchste Berg der Erde - würde dort im so genannten Challenger-Tief ganz locker verschwinden.Bild 43 von 49 Die Tiefsee scheint so unberührt, und doch ist auch dieses Ökosystem, das größte der Welt, vom Menschen bedroht.Bild 44 von 49 So sollen in der Bismarcksee profitbringende Mineralstoffe von Schwarzen Rauchern abgebaut werden.Bild 45 von 49 Planierraupen und Bohrmaschinen von bis zu sieben Metern Durchmesser kommen dabei zum Einsatz. Der WWF fordert daher, Gebiete mit besonders vielen Schwarzen Rauchern unter Schutz zu stellen.Bild 46 von 49 Auch die modernen Fischfang-Methoden werden den Tiefsee-Bewohnern gefährlich. Der Atlantische Sägebauch etwa, der bis zu 150 Jahre alt werden kann, gilt mittlerweile als bedroht. Dieses Schicksal teilt er unter anderem mit Grenadierfischen und Grönlandrochen.Bild 47 von 49 Die bis zu 2000 Meter tief reichenden Schleppnetze pflügen den Meeresboden um und zerstören Korallen, die über Jahrtausende hinweg gewachsen sind.Bild 48 von 49 Wohl nur durch die Einrichtung großflächiger Meeresschutzgebiete lässt sich verhindern, dass der Mensch diesen Lebensraum zerstört, bevor er ihn überhaupt kennengelernt hat.Bild 49 von 49