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Freitag, 19. Januar 2018

Knochen, Blätter, Fußabdrücke: Fossilien: geheimnisvolle Zeugen der Erdgeschichte

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Dass einst Dinosaurier die Erde bevölkerten, weiß heute jedes Kind. Auch dass Menschen ... (Foto: imago/StockTrek Images)

Dass einst Dinosaurier die Erde bevölkerten, weiß heute jedes Kind. Auch dass Menschen ...

Dass einst Dinosaurier die Erde bevölkerten, weiß heute jedes Kind. Auch dass Menschen ...

... in grauer Vorzeit Mammuts jagten und dass es von diesen viele unterschiedliche Arten gab, ist bekannt. Man weiß sogar, ...

... dass der Australopithecus, ein früher Vorfahr des Menschen, auf zwei Beinen ging. Dabei ist das zwei Millionen Jahre her und niemand kann davon erzählen - genauso wenig wie von den Mammuts und Dinosauriern. Es sind ...

... Fossilien, die darüber Auskunft geben - Überreste von ...

... Tieren (wie etwa dieser rund 220 Millionen Jahre alten Ur-Schildkröte) und ...

... Pflanzen (hier ein 47 Millionen Jahre altes Blatt). Fossilien sind ...

... mindestens 10.000 Jahre alt. Sie berichten vom Leben auf unserem Planeten in längst vergangenen Zeiten.

Die meisten Fossilien, auf die Paläontologen stoßen, bestehen aus harten Teilen der Lebewesen, also etwa aus Knochen (diese stammen von Dinosauriern in China), ...

... aus Zähnen (hier die eines Hais aus dem Eozän, das vor etwa 34 Millionen Jahren zu Ende ging) oder aus ...

... Schalen - wie etwa von Ammoniten: mit Kalmaren verwandten Kopffüßern, die seit 66 Millionen Jahren ausgestorben sind. Manchmal sind es nicht ...

... Teile der Lebewesen selbst, auf die man stößt, sondern ihre Hinterlassenschaften - etwa versteinerte Eier (hier die eines Dinosauriers) oder ...

... Bewegungsspuren. Dieser Fußabdruck eines frühen Archosauriers wurde 1833 entdeckt. Es war die erste wissenschaftlich beschriebene Spur eines Landwirbeltiers überhaupt.

Auch Ruhespuren finden Paläontologen gelegentlich. Hier sieht man auf der Unterseite eines Steines, an welchen Stellen sich einst Schlangensterne eingegraben hatten. Doch nicht nur in Stein, auch in ...

... verfestigtem Baumharz, also Bernstein, kann man mitunter Fossilien entdecken. Diese Ameisen sind seit Millionen Jahren eingeschlossen. Für gewöhnlich findet man ...

... Fossilien dort, wo einst Wasser war. So entdeckte man dieses Doppelhundszahn-Krokodil in der Grube Messel bei Darmstadt. Vor rund 40 Millionen Jahren ist das Tier dort, als es gestorben war, auf den ...

... Boden der mit Wasser gefüllten Grube gesunken. Wenn Fossilien entstehen, dann verrotten die weichen Körperteile des toten Tieres, während ...

... es mit Sand und Schlamm bedeckt wird. Das Fleisch löst sich auf, doch Schale oder Skelett und auch Schuppen bleiben in sauerstoffarmem Wasser erhalten. Immer mehr ...

... Sand und Kalk lagern sich auf dem toten Tier ab. Druck und Temperatur steigen und alle Knochen- oder Schalenporen füllen sich mit Kalk und Kieselsäure. So kommt es ...

... nach und nach zur Versteinerung - ein Prozess, der Tausende Jahre dauert. Auch an Land ...

... können Tiere versteinern, dann aber müssen sie an einem See oder Fluss gestorben sein. An dem Material, in das ein Fossil eingebettet ist, können Wissenschaftler erkennen, unter welchen Umständen und wann etwa die Fossilienbildung stattgefunden hat. Manche Fossilien sind ...

... für bestimmte Gesteinsschichten charakteristisch. Das sind die sogenannten Leitfossilien. Findet man ein Leitfossil an verschiedenen Orten auf der Erde, so sind die jeweiligen Gesteine annähernd gleich alt.

Leitfossilien für das Kambrium zum Beispiel (vor 541 bis 485,4 Millionen Jahren) sind in erster Linie Trilobiten: Gliederfüßer, die ...

... am Meeresboden lebten. Ihre Exoskelette findet man häufiger. Leitfossilien für ...

... die 350 Millionen Jahre vom Devon bis zur Kreidezeit sind die Ammoniten.

Da Dinosaurier-Fossilien nur in Gesteinen gefunden wurden, die 60 bis 220 Millionen Jahre alt sind, weiß man, wann die Dinosaurier lebten. Dass man ...

... das komplette Skelett eines Tieres findet, geschieht übrigens selten. Aber vom ...

... Ichthyosaurus, einem ungefähr 200 Millionen Jahre alten Fischsaurier, entdeckte man Hunderte gut erhaltene Skelette allein in Deutschland.

Hier sind rund 40 Millionen Jahre alte Überreste von Archaeoceti zu sehen, einer ausgestorbenen Unterordnung der Wale. Fundort ist das "Tal der Wale" im Westen Ägyptens. Die Fossilien zeigten den Forschern, dass Wale von Landtieren abstammen: Sie haben noch Reste von Hinterbeinen. Mit Fossilien ...

... lässt sich die Evolutionstheorie untermauern: So fand man im Archaeopteryx das Bindeglied zwischen Reptilien und Vögeln. Fossilien waren es auch, die ...

... die Theorie von der Kontinentalverschiebung und dem einstigen Superkontinent Pangäa stützten: Auf allen früheren Landmassen Gondwanas fand man ...

... zum Beispiel Versteinerungen bestimmter Samenfarne.

Auch dies war ein aufsehenerregender Fund: Die hier abgebildeten Fossilien sind die ältesten kompletten Pilz-Überreste, die man bislang entdeckte. Seit mindestens 99 Millionen Jahren sind sie von burmesischem Bernstein umschlossen. Ein anderer ...

... Rekordhalter ist dieses Fossil: die älteste Blume. Sie heißt Archaefructus liaoningensis und ist 125 Millionen Jahre alt.

Das größte fleischfressende Landsäugetier, Andrewsarchus, kennt man aufgrund eines einzigen Schädels, den man 1923 in der Mongolei fand. Er ist 83 Zentimeter groß. Daraus schloss man, dass Andrewsarchus ...

... eine Schulterhöhe von 1,80 Meter hatte und etwa 3,5 Meter lang war. Wie genau Andrewsarchus aussah, weiß man nicht, aber er soll vor etwa 41 bis 46 Millionen Jahren gelebt haben.

Und so sehen die ältesten Fossilien überhaupt aus: Das ist ein Stromatolith, gebildet aus Cyanobakterien. Stromatolithen entstanden bereits im Präkambrium. Dieses Exemplar ist 3,35 bis 3,46 Milliarden Jahre alt und damit Zeuge der ...

... Frühzeit der Erde. Die ist vor 4,6 Milliarden Jahren entstanden. (asc)

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