Wir haben uns längst an ihren Anblick gewöhnt. (Rosskastanie)Bild 1 von 53 Nutzen sie, wenn möglich, sogar für unsere Belange aus. (Tomate)Bild 2 von 53 Erst wenn sie beginnen, uns Probleme zu bereiten ...Bild 3 von 53 ... erinnern wir uns, woher sie eigentlich kommen.Bild 4 von 53 Die Rede ist von Neophyten. (Indisches Springkraut)Bild 5 von 53 Das sind Pflanzen, die bewusst oder unbewusst vom Menschen ...Bild 6 von 53 ... seit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus 1492 in Gebiete eingeschleppt wurden, ...Bild 7 von 53 ... in denen sie natürlicherweise nicht vorkamen. (Gewöhnliche Robinie)Bild 8 von 53 Etwa die Hälfte von ihnen ist absichtlich eingebracht worden, weil sie schön ... (Veilchen)Bild 9 von 53 ... oder nützlich sind, wie zum Beispiel die Kartoffelpflanze ...Bild 10 von 53 ... oder die Tomate.Bild 11 von 53 Beide Arten werden angebaut, gezüchtet und gelten dementsprechend als "eingebürgert".Bild 12 von 53 Andere dagegen verärgern uns, weil sie im Garten zu groß werden und anderen Pflanzen Lebensraum streitig machen, wie beispielsweise der Riesenknöterich ...Bild 13 von 53 ... oder der Riesenbärenklau.Bild 14 von 53 Etablierte Neophyten sind in ihrer neuen Heimat so erfolgreich, ...Bild 15 von 53 ... weil sie besondere Überlebens- oder Verbreitungsmethoden haben. (Aufgesprungene Kapselfrucht des Indischen Springkrauts)Bild 16 von 53 Viele dieser Neophyten sind besonders robust und anspruchslos.Bild 17 von 53 Zahlreiche Pflanzensorten lassen sich jedoch nicht ansiedeln, ...Bild 18 von 53 ... weil sie in ihrer neuen Heimat nicht die Bedingungen finden, die sie zum Wachsen und Gedeihen brauchen. (Paradiesblume)Bild 19 von 53 Prinzipiell gilt für Mitteleuropa die so genannte Zehnerregel: ... (Persischer Ehrenpreis)Bild 20 von 53 ... Von eintausend eingeführten Pflanzen treten einhundert unbeständig auf, ... (Gemeiner Flieder)Bild 21 von 53 ... nur 10 entwickeln sich zu eingebürgerten Neophyten ... (Nachtkerze)Bild 22 von 53 ... und nur eine Art wird zum Problemfall. Der Saft des Riesenbärenklaus beispielsweise verursacht Verbrennungen auf der Haut.Bild 23 von 53 Die bekannteste unter den Problemfällen ist die Ambrosia.Bild 24 von 53 Doch ist diese Bezeichnung falsch, da Ambrosia eine Pflanzengattung ist, zu der ein Dutzend verschiedene Arten gehören.Bild 25 von 53 Als Ambrosia wurde ursprünglich die Speise griechischer Götter bezeichnet.Bild 26 von 53 Der Legende nach brachten Tauben die Speise zu Zeus.Bild 27 von 53 Sie sollte die Schönheit des Körpers erhöhen und ihn vor Fäulnis schützen.Bild 28 von 53 Doch die Pflanze, die korrekt Beifußblättriges Traubenkraut heißt, ist weit davon entfernt.Bild 29 von 53 Die aus Nordamerika stammende Art trägt Pollen, die zu den stärksten Allergie-Auslösern der Welt zählen.Bild 30 von 53 Bereits sechs Pollen pro Kubikmeter reichen aus, um allergische Reaktionen auszulösen.Bild 31 von 53 Zudem bringt das Beifußblättrige Traubenkraut eine wesentliche Verlängerung der Leidenszeit von Allergikern mit sich, ...Bild 32 von 53 ... denn sie blüht erst von Juli bis Oktober.Bild 33 von 53 In dieser Zeit blühen nur noch wenige einheimische allergieauslösende Pflanzen.Bild 34 von 53 Es wird vermutet, dass Ambrosia durch den globalen Warenverkehr aus Nordamerika eingeführt worden ist.Bild 35 von 53 Die erste Pflanze wurde in Hamburg bereits 1890 entdeckt. Da wusste man jedoch noch nicht, welche Gesundheitsgefahren sie birgt.Bild 36 von 53 Da die Pflanze sehr anspruchslos ist, wächst sie an Straßenrändern, Bahndämmen, auf Baustellen und Schutthalden.Bild 37 von 53 Vor allem aber in Gärten, in denen Vögel gefüttert werden.Bild 38 von 53 Von 18 Vogelfutterprodukten waren 15 mit Ambrosia-Samen verunreinigt, fand die Zeitschrift "Ökotest" 2007 heraus.Bild 39 von 53 Die Verbreitung in Europa schreitet auch mangels natürlicher Feinde schnell voran.Bild 40 von 53 Die Pflanze kann bis zu 150 Zentimeter hoch werden. Die Stengel sind meist rötlich, behaart, robust und verzweigen sich stark.Bild 41 von 53 Die gelben Blütenköpfchen sind am Ende der Zweige als ehrenartige Traube angeordnet. Der Pollen wird am Morgen, wenn der Tau getrocknet ist, freigelassen.Bild 42 von 53 Da die Ausbreitung des Beifußblättrigen Traubenkrauts sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich immense Auswirkungen hat, wird es seit geraumer Zeit in Deutschland gezielt bekämpft.Bild 43 von 53 Die Bürger in Berlin beispielsweise sind dazu aufgerufen, die Pflanze aktiv zu bekämpfen, allerdings sollten Vorsichtsmaßnahmen dringend eingehalten werden.Bild 44 von 53 Das Beifußblättrige Traubenkraut sollte samt Wurzel ausgerissen werden.Bild 45 von 53 Dabei sollten jedoch Handschuhe ...Bild 46 von 53 ... und Mundschutz getragen werden.Bild 47 von 53 Die ausgerissenen Pflanzen dürfen auf keinen Fall auf dem Kompost landen, da die Samen mehrere Jahre im Boden überleben können.Bild 48 von 53 Sie müssen stattdessen in reißfesten Plastiksäcken mit dem Hausmüll entsorgt werden.Bild 49 von 53 Die freigewordenen Flächen müssen schnell wieder dicht bepflanzt ...Bild 50 von 53 ... oder mit Rindenmulch abgedeckt werden.Bild 51 von 53 Ein Abmähen reicht nicht aus, da die Pflanzen sich schnell wieder erholen und trotzdem Samen bilden.Bild 52 von 53 Wer nicht genau weiß, ob es sich tatsächlich um das gefürchtete Beifußblättrige Traubenkraut handelt, kann sich bei regionalen Meldestellen Informationen holen. (Gemeiner Beifuß) (Alle Bilder: dpa, pixelio, wikipedia)Bild 53 von 53