Die neue deutsche Forschungsstation in der Antarktis Neumayer III ist offiziell eröffnet.Bild 1 von 32 Die aufwendig konstruierte Forschungsstation konnte nach nur sieben Monaten Bauzeit in Betrieb genommen werden.Bild 2 von 32 Die Kosten für den High-Tech-Bau belaufen sich auf insgesamt 39 Millionen Euro. Den wissenschaftlichen Wert sieht das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in ihren Langzeitmessungen.Bild 3 von 32 Die Wissenschaftler, für die mit Neumayer III eine neue Ära beginnt, haben vielfältig Aufgaben. Sie sollen Klimadaten sammeln, die Einhaltung des Verbots von Nuklearversuchen überwachen und bei der Erforschung von Walen helfen.Bild 4 von 32 Mehr als 90 Spezialisten haben die Stahlkonstruktion im ewigen Eis, teilweise mit schwerem Gerät errichtet.Bild 5 von 32 Für die Neumayer III mussten 3600 Tonnen Fracht mit Schiffen zum Ekström-Schelfeis in die Antarktis und weitere 21 Kilometer zum Bauplatz gebracht werden.Bild 6 von 32 Der Neubau war dringend nötig, da die Vorgängerin Neumayer II (1993-2009) im Eis versunken ist und dort nach und nach von Schneemassen zerdrückt wird.Bild 7 von 32 Auch die erste deutsche Forschungsstation, die Georg-Neumayer-Station (1981-1993) sank durch ihre Wärmeentwicklung immer tiefer ins Eis ein und musste 1993 durch die Neumayer II abgelöst werden.Bild 8 von 32 Da die neue Station eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren haben soll, mussten sich Planer und Ingenieure etwas einfallen lassen, das sowohl Stabilität als auch Mobilität zulässt.Bild 9 von 32 Das Ergebnis ist beeindruckend und eine echte Innovation, ...Bild 10 von 32 ... denn der Neubau steht auf einer Plattform, die wiederum auf 16 hydraulischen Stützen lagert.Bild 11 von 32 Diese hydraulischen Stützen sollen das Gebäude jedes Jahr um 80 bis 100 Zentimeter heben.Bild 12 von 32 Dafür soll nach und nach Schnee unter die Betonfüße der Stützen gebracht werden. So soll die 2300 Tonnen schwere Stahlkonstruktion viele Jahre über Schnee und Eis gehalten werden.Bild 13 von 32 Der Hohlraum unter der Station soll gleichzeitig als Garage genutzt werden.Bild 14 von 32 Die auf dem 200 Meter dicken Ekström-Schelfeis gebaute Station bewegt sich jedes Jahr Stück für Stück 157 Meter.Bild 15 von 32 Insgesamt wird sich die Station mit dem Ekström-Schelfeis während ihrer geplanten Lebenszeit von 25 bis 30 Jahren um rund 4,5 Kilometer verschieben.Bild 16 von 32 Auf die Station selbst hat das jedoch keine Auswirkungen. Für die Forschungen muss die Bewegung jedoch berücksichtigt werden.Bild 17 von 32 Die Farbe der Station ist die gleiche wie die der deutschen Forschungsschiffe.Bild 18 von 32 Tatsächlich erinnert die Form der Forschungsstation sehr an einen Schiffsrumpf.Bild 19 von 32 Die wissenschaftliche Einrichtung hat über drei Etagen eine Gesamtnutzfläche von 4500 Quadratmetern, von denen 1850 auf 20 Grad beheizt sein werden.Bild 20 von 32 Viele Räume haben Fenster. Das einfallende Tageslicht ist besonders wichtig für die Psyche der neun Menschen, die als Überwinterer in der Station bleiben können.Bild 21 von 32 Die Wissenschaftler der Vorgängerstationen waren komplett vom Tageslicht abgeschlossen. Hier musste unterm Eis gearbeitet werden.Bild 22 von 32 Insgesamt gibt es vierzig Schlafplätze und 15 Wohnräume, Laboratorien, Büros, eine Krankenstation und natürlich eine professionelle Küche.Bild 23 von 32 Die neun Überwinterer müssen die fünf Observatorien (Meteorologie, Geophysik, Luftchemie, Infraschall und marine Akustik) in Gang halten.Bild 24 von 32 Eine Aufgabe davon wird das tägliche Emporsenden eines mit Helium gefüllten Wetterballons mit einem Messgerät sein.Bild 25 von 32 Diese Aufgabe können die Wissenschaftler komfortabel vom Dach der Neumayer III aus erledigen.Bild 26 von 32 Für die geophysikalischen und luftchemischen Messungen müssen allerdings immer noch zwei Kilometer durch Schnee und Eis zurückgelegt werden.Bild 27 von 32 Auch wenn zur Eröffnung noch nicht alle Räume und Labors fertig eingerichtet waren, sind die Langzeitmessungen und deren wissenschaftliche Wert nicht gefährdet.Bild 28 von 32 Die Neumayer III ist derzeit die einzige deutsche Forschungsstation ihrer Art. Nur hier können neun Menschen über dem Eis überwintern.Bild 29 von 32 Nur zwei Tage nach der feierlichen Eröffnung kam der erste tierische Besucher zur Neumayer-Station.Bild 30 von 32 Die Kolonie der Kaiserpinguine lebt nur ein paar Kilometer von der Forschungseinrichtung entfernt.Bild 31 von 32 Den Namen haben übrigens alle drei Stationen zu Ehren von Georg von Neumayer (1826-1909) bekommen, einem frühen Förderer der deutschen Südpolarforschung. (Alle nicht gekennzeichneten Bilder: dpa)Bild 32 von 32