Orang-Utans sind auch nur Menschen. Waldmenschen nämlich. Nichts anderes bedeutet ihr Name übersetzt.Bild 1 von 68 50.000 von ihnen gibt es noch in der schrumpfenden Wildnis von Borneo.Bild 2 von 68 | Foto: picture-alliance/ dpaDas sind 50.000 weniger als noch vor wenigen Jahren.Bild 3 von 68 Die Tiere sterben reihenweise, denn ihre Heimat, der Regenwald, wird zerstört.Bild 4 von 68 Die indonesische Regierung hat inzwischen ein umfangreiches Schutzprogramm angekündigt. Das war dringend nötig, denn ...Bild 5 von 68 ... wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, sind Orang-Utans bis zum Jahr 2050 ausgestorben.Bild 6 von 68 | Foto: picture-alliance/ dpaParadoxerweise ist es ausgerechnet der Klimawandel, der die Orang-Utans rettet.Bild 7 von 68 Denn plötzlich haben die Regierungen die tropischen Wälder für den Klimaschutz entdeckt. Bäume und Unterholz speichern Unmengen an Kohlenstoff. Wenn sie abgeholzt werden, ...Bild 8 von 68 ... geht dieser - in Kohlendioxid (CO2) verwandelt - in die Atmosphäre und heizt das Klima an.Bild 9 von 68 Bislang war das industriearme Indonesien weltweit beim Ausstoß von CO2 die Nummer drei, und das allein wegen der Brandrodung von Urwäldern.Bild 10 von 68 Die zwölf indonesischen Distrikte im Herzen Borneos gehören zu den ärmsten des Landes.Bild 11 von 68 Ihre Wirtschaftsleistung liegt bislang fast ausschließlich in der zerstörerischen Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Nun, nach der Ankündigung des Schutzprogrammes, ...Bild 12 von 68 ... ist Indonesien auf die Hilfe von Partnern angewiesen. Für den Erhalt der Wälder und die Vermeidung von Emissionen will die Regenwaldnation Geld sehen. So engagiert sich auch die deutsche Bundesregierung in Indonesien für den Waldschutz.Bild 13 von 68 Den Orang-Utans ist das mehr als recht.Bild 14 von 68 | Foto: picture-alliance/ dpaIhr Lebensraum schrumpft mit jedem abgeholzten Hektar.Bild 15 von 68 | Foto: ASSOCIATED PRESSMeist werden die gerodeten Flächen in Palmölplantagen verwandelt.Bild 16 von 68 Palmöl wird seit langem in Kosmetika und Nahrungsmitteln verwendet.Bild 17 von 68 Aber seitdem die EU und andere Staaten den Biosprit auf Palmöl-Basis als Beitrag zum Klimaschutz entdeckt haben, floriert das Geschäft erst richtig.Bild 18 von 68 "Die Europäer wollen umweltfreundlicher werden, aber viele machen sich nicht klar, dass damit die Natur in Indonesien zerstört wird", sagt Iwan Wibisono von der Umweltstiftung WWF.Bild 19 von 68 "Die Zerstörung der Urwälder zum Anbau von Ölpalmen ist nichts anderes als Klimavandalismus", meint Martin Kaiser, Waldexperte von Greenpeace.Bild 20 von 68 Deutschland importiert jedes Jahr etwa 950.000 Tonnen Palmöl.Bild 21 von 68 Das Ziel der EU, bis 2020 einen Anteil von 10 Prozent Agrokraftstoffen am Gesamtkraftstoffverbrauch zu erreichen, hat den Palmöl-Boom beschleunigt.Bild 22 von 68 Unter dieser Maßgabe würden im Namen des Klimaschutzes die letzten Regenwälder gerodet. "Damit wäre dem Klimaschutz ein Bärendienst erwiesen", warnt Kaiser.Bild 23 von 68 Jeden Tag werden allein in Zentral-Kalimantan, dem indonesischen Teil Borneos, 30 Hektar Regenwald abgeholzt.Bild 24 von 68 Allein dort kommen jeden Monat 50 Orang-Utans ums Leben.Bild 25 von 68 Insgesamt werden in Indonesien jährlich zwei Millionen Hektar kohlenstoffreicher Torfwälder gerodet.Bild 26 von 68 Zwischen 1995 und 2005 hat sich die mit Palmölplantagen bepflanzte Landfläche fast verdreifacht, in den vergangenen 20 Jahren annähernd verzehnfacht.Bild 27 von 68 "Die Palmölplantagen sind die schlimmste Bedrohung für die Tiere", sagt Lone Nielsen, die in der Nähe von Palangkaraya in Kalimantan eine Auffangstation für Orang-Utans aufgebaut hat.Bild 28 von 68 Nielsen führt eine mobile Truppe an, die vor allem Orang-Utan-Babys aus den Plantagen rettet.Bild 29 von 68 Meist rufen die Plantagenwächter an. Wenn die Retter kommen, ...Bild 30 von 68 ... liegt die Orang-Utan-Mutter oft erschossen zwischen den Ölpalmen. Orang-Utans gelten als Plage, ...Bild 31 von 68 ... denn sie machen sich aus Verzweiflung über die Früchte der Ölpalmen her. Für die Affen ist das eigentlich kein Problem. Sie finden Ölpalmen äußerst nahrhaft.Bild 32 von 68 | Foto: picture-alliance/ dpaAber es gibt in den Plantagen keine Versteckmöglichkeiten.Bild 33 von 68 Die großen Orang-Utans werden erschossen, bei den Kleinen bringen die Wachen den Schuss oft nicht übers Herz.Bild 34 von 68 Einmal in der Auffangstation angekommen, checken Nielsen und ihre 160 Mitarbeiter die Tiere auf Krankheiten ...Bild 35 von 68 ... und setzen sie dann bestenfalls wieder in der Wildnis aus.Bild 36 von 68 Die Kleinen bleiben länger. Sie werden in der Auffangstation aufgepäppelt ...Bild 37 von 68 ... und bekommen von Übungsleitern das Affe-Sein beigebracht.Bild 38 von 68 | Foto: picture-alliance / dpaMit 600 Tieren ist Nielsen mittlerweile an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Manchmal kommen mehr als zehn Tiere im Monat an.Bild 39 von 68 | Foto: picture-alliance/ dpaAbends ist bei ihnen Spielen angesagt, ...Bild 40 von 68 | Foto: picture-alliance/ dpa... tagsüber heißt es Lernen im Übungsdschungel.Bild 41 von 68 Dort zeigen Menschmenschen den Waldmenschen, ...Bild 42 von 68 ... wie sie Früchte und Insekten zum Überleben finden können.Bild 43 von 68 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebDie Tiere werden auf die Rückkehr in die Wildnis vorbereitet.Bild 44 von 68 | Foto: picture-alliance/ dpaAufseher legen zum Beispiel Plastikschlangen aus und machen dann wilde Panikgeräusche, um den Orang-Utans zu zeigen: Gefahr.Bild 45 von 68 Die Tiere schauen sich das Verhalten ab.Bild 46 von 68 Sie sind schlau.Bild 47 von 68 Das Erbgut von Menschen und Orang-Utans gleicht sich zu 97,5 Prozent.Bild 48 von 68 | Foto: picture-alliance / dpaEbenso wie bei uns, wirken Gähnen und Lächeln auch unter Orang-Utans ansteckend.Bild 49 von 68 Und sie können mit uns kommunizieren. Wenn Orang-Utans von ihrem Pfleger einen Snack haben wollen, zeigen sie das durch eine entsprechende Geste. Dabei finden sie schnell heraus, welche Gesten zum Erfolg führen.Bild 50 von 68 Auch künstlerisch tätige Orang-Utans ...Bild 51 von 68 ... gibt es häufiger.Bild 52 von 68 In Nielsens Auffangstation tollen die kleinen Orang-Utans wie Menschenkinder auf der Wiese herum.Bild 53 von 68 "Sie sind meine Babys", erklärt die Tierschützerin.Bild 54 von 68 | Foto: picture-alliance/ dpaZeitweise haben 16 der kleinsten und schwächsten Orang-Utans in Kinderbetten in ihrem Haus gewohnt.Bild 55 von 68 "Mit vier Babysittern", wie Nielsen sagt.Bild 56 von 68 In Käfigen sind in ihrer Auffangstation nur die großen Orang-Utans untergebracht.Bild 57 von 68 Die Männer unter ihnen können bis zu 90 Kilogramm schwer werden.Bild 58 von 68 Für menschliche Zärtlichkeiten haben sie wenig Sinn.Bild 59 von 68 Ein ausgewachsener Orang-Utan kann einen erwachsenen Menschen ohne weiteres von den Beinen reißen.Bild 60 von 68 Die Tiere sind von Natur aus Einzelgänger.Bild 61 von 68 Ihre Heimat will Indonesien jetzt zusammen mit Umweltorganisationen nachhaltig schützen. Mehr Wälder sollen ganz unter Naturschutz gestellt werden.Bild 62 von 68 Die Orang-Utans, die von Plantagen gerettet wurden, sollen bis 2015 wieder in die Natur entlassen werden.Bild 63 von 68 Die Besitzer von Holz-, Papier- und Palmölplantagen sollen künftig bei der Vergabe von Abholzlizenzen auch zum Waldschutz verpflichtet werden.Bild 64 von 68 Die indonesische Regierung hofft, für die damit vermiedenen CO2-Emissionen Zertifikate an Treibhausgasverursacher verkaufen zu können, die ihren Ausstoß senken müssen.Bild 65 von 68 So besteht Hoffnung für Indonesiens Waldmenschen.Bild 66 von 68 Orang-Utans werden nämlich bis zu 60 Jahre alt, ...Bild 67 von 68 | Foto: AP... wenn man ihnen ihren Lebensraum lässt.Bild 68 von 68