Hier geht es nicht um Turtel-, ...Bild 1 von 41 ... Hochzeits-, ...Bild 2 von 41 ... oder Brieftauben, ...Bild 3 von 41 ... sondern um Stadttauben. Diese werden auch als "Ratten der Lüfte" bezeichnet, weil sie große Schäden anrichten können.Bild 4 von 41 In den Städten fehlen die natürlichen Feinde der Tauben, ...Bild 5 von 41 ... zudem finden die Tiere auf dem Boden und im Müll viel Futter, das allerdings nicht immer artgerecht ist.Bild 6 von 41 Durch diese guten Lebensbedingungen kommt es in Städten zu einer sprunghaften Vermehrung der Tiere.Bild 7 von 41 Am Markusplatz in Venedig haben die Tiere gleich zwei zuverlässige Futterquellen: Entweder kaufen die Touristen das Futter oder die Tauben picken den Reis, der nach Hochzeiten als Glücksbringer geworfen worden ist.Bild 8 von 41 Rund 40.000 Tauben leben in der 6,4 Quadratkilometer großen Altstadt.Bild 9 von 41 Das Entfernen des Taubenkots kostet jeden Steuerzahler in Venedig jährlich rund 270 Euro. Vor bald vier Jahren ist das Füttern der Tauben daher verboten worden. Wer sich nicht daran hält, muss bis zu 500 Euro Strafe zahlen.Bild 10 von 41 Die Tauben mit Netzen einzufangen und aus den Städten zu bringen, hatte keine nachhaltige Wirkung gezeigt.Bild 11 von 41 Der Kot der Tiere verschmutzt und beschädigt Bauwerke und Monumente fast überall auf der Welt. Vor allem alte Sandsteingebäude werden von den aggressiven Exkrementen der Tiere schnell zerstört.Bild 12 von 41 Mit Netzen wird bereits in vielen Städten versucht, Monumente ...Bild 13 von 41 ... und Fassaden vor dem Taubenkot zu schützen.Bild 14 von 41 Tauben gelten zudem als Krankheitsüberträger. Salmonellen, Vogelgrippe und andere krankmachende Keime können von Tauben an den Menschen weitergegeben werden.Bild 15 von 41 Aus diesem Grund empfinden viele Menschen Ekel vor den Tieren und machen ...Bild 16 von 41 ... nicht nur mit Waffen, sondern manchmal auch mit Falken Jagd auf sie, ...Bild 17 von 41 ... obwohl die Taube in unserem Kulturkreis ein Symbol für Frieden ist.Bild 18 von 41 Die Friedenssymbolik der Taube geht wahrscheinlich auf die Sintflut-Erzählung in der Bibel zurück. Eine von Noah aufgelassene Taube kehrte dort mit einem frischen Olivenzweig im Schnabel zur Arche zurück.Bild 19 von 41 Bereits in der Antike galten Tauben als besonders rein. Man glaubte, dass Tauben keine gelbe Galle besitzen, die als Sitz des Bösen im menschlichen Körper betrachtet wurde.Bild 20 von 41 Als Friedenstauben werden vor allem weiße Tauben benutzt, ...Bild 21 von 41 ... die nur schwer zu züchten sind. Die Symbolik der Friedenstaube hat keine verhaltensbiologische Entsprechung, da Tauben untereinander sehr aggressive und angriffslustige Tiere sind.Bild 22 von 41 Für Menschen sind Tauben jedoch ungefährlich. Nur der Kot der Tiere kann Krankheiten übertragen.Bild 23 von 41 Damit zurück zur Stadttaube, die oft auch Straßentaube genannt wird.Bild 24 von 41 Sie stammt, wie alle mehr als 300 Taubenarten, von der Felsentaube ab, die ursprünglich als Haustaube gehalten und gezüchtet wurde.Bild 25 von 41 Stadttauben sehen ihrer Stammform sehr ähnlich. Sie wiegen etwa 330 Gramm und haben eine Flügelspannweite von rund 65 Zentimetern.Bild 26 von 41 Tauben führen, so wie Gänse und Schwäne, ein Leben lang eine Einehe.Bild 27 von 41 Aufgeplusterte Tauben, die auf und ab stolzieren, sind Taubenmännchen während der Balz.Bild 28 von 41 Das Männchen hütet zudem am Tag das Nest, das nur mit wenig Sorgfalt aus dünnen Zweigen und Ästen gebaut wird und in Städten kaum noch auf Bäumen zu finden ist.Bild 29 von 41 In der Stadt werden die Nester in Nischen, Gebäuden und im Gebälk von Dachstühlen gebaut. Bäume werden fast nie als Nistplatz gewählt.Bild 30 von 41 Ein Taubengelege besteht meist aus zwei Eiern.Bild 31 von 41 Die Küken schlüpfen nach 17 bis 18 Tagen. Beide Eltern sind in der Lage, sogenannte Kropfmilch zu bilden, mit der sie ihre Jungen füttern.Bild 32 von 41 Durch diese nahrhafte und spezielle Fütterung verdoppelt sich das Gewicht der Küken täglich. Bereits nach fünf Tagen öffnen sie die Augen.Bild 33 von 41 Nach drei Wochen ist das Gefieder vollständig entwickelt und bereits in der vierten Woche folgen die ersten Flugversuche.Bild 34 von 41 Stadttauben können bis zu sechs Gelege im Jahr aufziehen. Die Brut ist nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden.Bild 35 von 41 Um den sprunghaften Anstieg von Stadttauben in den Griff zu bekommen, haben Tierschützer ein bereits bewährtes Konzept entwickelt.Bild 36 von 41 In den Städten sollen Taubenschläge für die Tiere errichtet und von Taubenwarten gepflegt werden.Bild 37 von 41 Die Taubenwarte sollen die Tauben artgerecht füttern und ihre Eier durch Gipsattrappen ersetzen.Bild 38 von 41 So bleibt der Kot im Taubenschlag und die Vermehrung wird wirkungsvoll und nachhaltig eingeschränkt.Bild 39 von 41 Das Taubenschlag-Konzept wird bereits erfolgreich in mehreren Städten, wie zum Beispiel in Moers am Nierderrhein, verwirklicht. Auf diese Weise können Bausubstanz geschützt, Kosten gesenkt und Gemüter beruhigt werden.Bild 40 von 41 Mit Hilfe von bundesweit betreuten Taubenschlägen kann eine friedliche Koexistenz von Mensch und Taube in Städten wieder hergestellt werden. (Alle Bilder: AP, dpa, wikipedia)Bild 41 von 41