Es ist wieder Karnevalszeit in Deutschland. Die Jecken verkleiden sich als Funkenmariechen, Clowns ...Bild 1 von 28 ... oder Superhelden.Bild 2 von 28 Auch Tiere sind ein beliebtes Vorbild für die Kostüme.Bild 3 von 28 Allzu übereifrige Karnevalisten machen selbst vor ihren Haustieren nicht halt. Dabei geht es für die großen Verwandlungskünstler der Tierwelt nicht um Spaß, sondern um Leben und Tod.Bild 4 von 28 In der freien Wildbahn lebt es sich schließlich sehr gefährlich. Je weiter unten in der Nahrungskette, desto höher die Wahrscheinlichkeit, als Futter zu enden.Bild 5 von 28 Es gibt verschiedene Methoden, sich davor zu schützen. So hält etwa ein Panzer nicht nur neugierige, sondern auch allzu rabiate Zeitgenossen fern.Bild 6 von 28 Eine viel elegantere Möglichkeit, das eigene Überleben sicherzustellen, ist die hohe Kunst der Täuschung. Prominentestes Beispiel in der Tierwelt ist sicher das Chamäleon. Es kann seine Farbe wechseln ...Bild 7 von 28 ... und sich so auch tarnen. Die Farbänderung wird aber nicht vorrangig zur Tarnung, sondern für die Kommunikation mit Artgenossen genutztBild 8 von 28 Es gibt verschiedene Formen der Täuschung. Beginnen wir mit der Mimikry. Aggressive Arten wie die Wespe tragen bestimmte Muster oder Farben, die von anderen Tieren als Warnsignal wahrgenommen werden.Bild 9 von 28 Das machen sich harmlose Tiere zu Nutze, in dem sie das Aussehen gefährlicher Arten imitieren. Die Schwebfliege zum Beispiel ist erst auf den zweiten Blick von einer Wespe zu unterscheiden. Das hält Angreifer fern.Bild 10 von 28 Auch das Nachahmen von giftigen Tieren schafft einen Vorteil. Dieser Aal hätte eine größere Überlebenschance gehabt, hätte er wie einige seiner Artgenossen ...Bild 11 von 28 ... das Aussehen einer hochgiftigen Seeschlange kopiert.Bild 12 von 28 Viele Insekten und Spinnen sehen Ameisen sehr ähnlich. Die Nachahmer werden mit den unangenehmen, weil kampfeslustigen Vorbildern verwechselt ...Bild 13 von 28 ... und bleiben deswegen von Räubern, die schon schlechte Erfahrungen mit den wehrhaften Ameisen gemacht haben, unbehelligt. Besonders verbreitet ist diese Täuschung in der Gattung der Springspinnen. Sie kopieren sogar die Verhaltensweise der Ameisen.Bild 14 von 28 Einer der Anpassungskünstler schlechthin darf hier natürlich nicht fehlen. Es gibt Kakerlaken, die das Zischen von Schlangen imitieren können, wenn sie in einem Versteck in Bedrängnis kommen - ein Fall von akustischer Mimikry.Bild 15 von 28 Eine besonders clevere Täuschung beherrscht die Winkerkrabbe. Kommt dem Männchen im Kampf die Schere abhanden, ist er eigentlich sowohl kampf- als auch fortpflanzungsunfähig. Ohne Schere würde sich kein Weibchen auf ihn einlassen.Bild 16 von 28 Er bildet deswegen eine originalgetreue Kopie aus minderwertigem Material nach. Die eignet sich zwar nicht zum Kampf, sie genügt aber, um schwächere Gegner zu beeindrucken und vom Kampf abzuhalten. Weibchen können die Kopie ebenfalls nicht vom Original unterscheiden.Bild 17 von 28 Ob wie hier die Stabheuschrecke einen Zweig, ...Bild 18 von 28 ... eine Raupe einen Stängel ...Bild 19 von 28 ... oder diese Heuschrecke ein Laubblatt imitiert - in allen Fällen täuschen die Tiere Feinde, indem sie die Form ihrer Lebensumwelt annehmen. Das nennt man Mimese.Bild 20 von 28 Gute Tarnung! Diese Fledermäuse haben sich farblich nahezu perfekt der Höhlenwand angepasst.Bild 21 von 28 Auch unter Wasser finden sich Beispiele für Mimese. Der Fetzenfisch besitzt an seinen Enden blattähnliche Ausformungen und einen nicht beweglichen Schwanz.Bild 22 von 28 Er ähnelt damit treibendem Tang, und macht sich so für Feinde komplett uninteressant.Bild 23 von 28 Die Räuber bedienen sich ebenfalls ausgeklügelter Methoden. Hier wartet ein Krokodilsfisch am Meeresboden auf seine Beute.Bild 24 von 28 Sogar der Mensch tarnt sich.Bild 25 von 28 Ein paar Tricks genügen, um einen furchterregenden Eindruck zu machen. Aufgrund fehlender natürlicher Feinde hat das natürlich keinerlei praktischen Wert.Bild 26 von 28 Vielmehr geht es den meisten Menschen darum, ihren Vorbildern nachzueifern. Aristoteles bezeichnete das als Akt der Identifizierung und Teil eines kultischen Vorganges. Durch Nachahmung könne der Mensch lernen, sich in der Welt zurechtzufinden ...Bild 27 von 28 ... Letztlich sei der Mensch das mimetischste aller Lebewesen. (Alle nicht bezeichneten Bilder: AP, dpa, Reuters, wikipedia)Bild 28 von 28