Schmetterlinge im Bauch?: Unser Leben mit Hormonen
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Wenn 15-jährige Mädchen kreischend und der Ohnmacht nahe ihr Pop-Idol umjubeln, ...Bild 1 von 80 ... wenn Jungs im gleichen Alter wegen täglich neuer Pickel verzweifeln, ...Bild 2 von 80 ... wenn uns vor Aufregung das Herz bis zum Halse schlägt, ...Bild 3 von 80 ... wenn wir uns gut fühlen nach einem Lauf von 10 Kilometern ...Bild 4 von 80 ... und wenn der Körper erste Spuren des Verfalls erkennen lässt, dann sind sie schuld: die Hormone.Bild 5 von 80 Wie aktiv Hormone in unserem Körpergeschehen sind, wird uns in einigen Lebensphasen besonders deutlich vor Augen geführt: in der Pubertät und den Wechseljahren, in der Schwangerschaft ...Bild 6 von 80 ... und im Alter ...Bild 7 von 80 ... oder auch, wenn wir verliebt sind.Bild 8 von 80 Doch tagtäglich und ein Leben lang sorgen Hormone dafür, dass unser Körper im Gleichgewicht bleibt. Sie regeln die Körpertemperatur, ...Bild 9 von 80 ... steuern Stoffwechsel und Verdauung, ...Bild 10 von 80 ... wirken auf das Wachstum ...Bild 11 von 80 ... und beeinflussen Gefühle und Libido.Bild 12 von 80 Sie halten den Blutdruck konstant ...Bild 13 von 80 ... und sind für die Fortpflanzung verantwortlich.Bild 14 von 80 Hormone sind Wirkstoffe, die in Drüsen - wie etwa der Schilddrüse ...Bild 15 von 80 ... oder der Nebennierenrinde - ...Bild 16 von 80 ... und in speziellen Zellen und Geweben - wie Magen oder Herz - gebildet werden.Bild 17 von 80 Auf diese Weise wecken sie z.B. körperliche Bedürfnisse, rufen also Hunger, ...Bild 18 von 80 ... Durst ...Bild 19 von 80 ... oder auch Müdigkeit hervor. Werden diese Bedürfnisse dann gestillt, ist der Körper wieder im Gleichgewicht. Anders als Vitamine und Mineralien werden Hormone also nicht verstoffwechselt, ...Bild 20 von 80 ... sondern sie übertragen Informationen. Deswegen nennt man sie auch Botenstoffe.Bild 21 von 80 Die Zentrale des Hormonsystems befindet sich in unserem Kopf, in der Hirnanhangdrüse, griechisch Hypophyse. Sie produziert eigene Hormone und beeinflusst die Produktion der anderen endokrinen, also hormonproduzierenden Drüsen.Bild 22 von 80 Zu diesen gehört z.B. die bereits erwähnte Schilddrüse. Die dort hergestellten Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) wirken sich auf den Energiehaushalt des Körpers aus.Bild 23 von 80 Sie sorgen dafür, dass die Zellen vermehrt Sauerstoff und Kohlehydrate aufnehmen.Bild 24 von 80 Bei einer Überfunktion der Schilddrüse produziert diese zu viele Hormone. Dadurch wird der Energieumsatz beschleunigt und die Körperfunktionen laufen auf Hochtouren. Nervosität und Schlaflosigkeit, ...Bild 25 von 80 ... Gewichtsverlust trotz Heißhunger ...Bild 26 von 80 ... und Schweißausbrüche können die Folge sein.Bild 27 von 80 Bildet die Schilddrüse dagegen zu wenige Hormone, laufen alle Stoffwechselvorgänge verlangsamt ab. Gewichtszunahme, ...Bild 28 von 80 ... Müdigkeit, ein verlangsamter Herzschlag und eine heisere Stimme sind typische Symptome dieses Mangels.Bild 29 von 80 Damit die Schilddrüse richtig arbeiten kann, benötigt sie Jod.Bild 30 von 80 Das in der Schilddrüse produzierte Hormon Thyroxin wird missbräuchlich als Schlankheitspille eingesetzt. Doch für diese Indikation besteht weder eine Zulassung noch ein Wirknachweis.Bild 31 von 80 Bekannter als die in der Schilddrüse hergestellten Hormone ist das Adrenalin (hier als Modell).Bild 32 von 80 Adrenalin ist ein Stresshormon. In Sekundenschnelle steigert es die Pulsfrequenz und erhöht den Blutdruck. Außerdem weitet es die Atemwege und erleichtert so die Sauerstoffaufnahme.Bild 33 von 80 Adrenalin wird auch als Fluchthormon bezeichnet. In Notfällen mobilisiert es die notwendigen Energiereserven.Bild 34 von 80 Nerven und Gehirn werden in einen Alarmzustand versetzt.Bild 35 von 80 Entstehungsort von Adrenalin ist die Nebennierenrinde.Bild 36 von 80 Auch Endorphine hat der Körper für lebensbedrohliche Situationen vorgesehen, zumindest in der hohen Dosis: Sie wirken stark schmerzstillend. So erhöht sich zum Beispiel der Endorphin-Spiegel einer Frau erheblich unter der Geburt.Bild 37 von 80 Endorphine sind gemeinhin als Glückshormone bekannt, denn sie machen geradezu "high".Bild 38 von 80 Endorphin wird auch als natürliches "Opium" bezeichnet und ist chemisch mit Morphin verwandt.Bild 39 von 80 Bei Läufen von mehr als 60 Minuten stellt sich dank der Endorphine ein Glücksgefühl ein, das über Stunden anhalten kann.Bild 40 von 80 Um kleinste Mengen des Hormons im Körper auszuschütten, reichen schon ein paar Sonnenstrahlen.Bild 41 von 80 Apropos Sonnenstrahlen: Melatonin ist das Hormon, das die "innere Uhr" des Menschen reguliert ...Bild 42 von 80 ... und dafür sorgt, dass der Körper auf den Tag- und Nachtrhythmus reagiert. Bei Dunkelheit löst ein erhöhter Melatoninspiegel Müdigkeit aus.Bild 43 von 80 Scheint die Sonne selten, kann dies zu einer Störung des Melatoninhaushaltes führen. In den lichtarmen Monaten ...Bild 44 von 80 ... baut der Körper das überschüssige Melatonin tagsüber nämlich nicht ausreichend ab. So bleibt der Mensch müde und antriebsarm.Bild 45 von 80 In den USA wird Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Es soll den Alterungsprozess verlangsamen und ...Bild 46 von 80 ... den Haarwuchs anregen. Für diese Wirkungen gibt es jedoch keine Belege.Bild 47 von 80 Ebenso wie Melatonin beeinflusst auch Serotonin den menschlichen Schlafrhythmus. Doch ist Serotonin ein umgekehrt wirkendes Hormon. Es wird bei Helligkeit ...Bild 48 von 80 ... und daher vermehrt in den Sommermonaten gebildet und wirkt stimmungsaufhellend und antriebssteigernd.Bild 49 von 80 Durch Bewegung ...Bild 50 von 80 ... oder den Verzehr von Zucker und Kohlehydraten lässt sich der Serotonin-Spiegel kurzfristig erhöhen.Bild 51 von 80 Essen wir zu viel Süßes oder nehmen wir viele Kohlehydrate zu uns, steigt der Blutzuckerspiegel über das normale Maß.Bild 52 von 80 Dann schüttet die Bauchspieldrüse das Hormon Insulin aus. Insulin fördert die Aufnahme von Glukose (Blutzucker) in die Leber und die Muskelzellen, wo sie als Energiereserve gespeichert wird.Bild 53 von 80 Bildet der Körper zu wenig Insulin, kommt es zu Diabetes.Bild 54 von 80 Fast alle Hormone haben ein ihnen entgegenwirkendes Hormon. Der Gegenspieler des Insulins ist das Glukagon.Bild 55 von 80 Glukagon erhöht den Blutzuckerspiegel, wenn er den Normwert unterschritten hat. Das kann z.B. bei körperlicher Beanspruchung nötig sein.Bild 56 von 80 Die Zuckerreserven aus den Speichern werden dann durch das Glukagon ins Blut abgegeben.Bild 57 von 80 Ein weiteres Hormon, das Kortisol, arbeitet mit dem Glukagon zusammen. Auch Kortisol (in der Nebennierenrinde produziert) erhöht bei gesteigertem Energiebedarf den Blutzuckerspiegel. Es wandelt Eiweiß in Zucker um.Bild 58 von 80 Kortisol wirkt entzündungshemmend und wird daher unter anderem in der Bronchialtherapie eingesetzt. Ein zu hoher Kortisolspiegel allerdings verringert die Infektabwehr des Körpers. Außerdem führt er zum Cushing-Syndrom, im Volksmund Vollmondgesicht genannt.Bild 59 von 80 Kommen wir zu den Sexualhormonen und damit zum Östrogen. Östrogen ist der Oberbegriff für mehr als 30 verschiedene weibliche Geschlechtshormone, die größtenteils in den Eierstöcken gebildet werden.Bild 60 von 80 Östrogen liefert den größten Beitrag zur weiblichen Sexualentwicklung und sorgt für das "typisch weibliche" Erscheinungsbild.Bild 61 von 80 Es beeinflusst Figur, Haut und Behaarung und schafft die Voraussetzungen für Sex und Schwangerschaft.Bild 62 von 80 Das wichtigste männliche Geschlechtshormon ist das Testosteron. Die Entwicklung der männlichen Geschlechtsorgane, ...Bild 63 von 80 ... die männliche Körperbehaarung, ...Bild 64 von 80 ... Fettverteilung, die tiefe Stimme ...Bild 65 von 80 ... und die Samenbildung sind dem in den Hoden produzierten Testosteron zuzuschreiben.Bild 66 von 80 Etwa um den 50. Geburtstag herum sinkt bei vielen Männern der Testosteronspiegel. Dies kann zu Reizbarkeit führen oder auch zu depressiven Verstimmungen und Konzentrationsstörungen.Bild 67 von 80 In den Eierstöcken und in der Nebennierenrinde stellen auch Frauen in geringen Mengen Testosteron her. Das steigert die Libido.Bild 68 von 80 Bei einem Überschuss jedoch kommt es zu einer Vermännlichung.Bild 69 von 80 Oxytoxin ist ein Hormon, das vor allem Müttern bekannt ist. Es löst Wehen aus und sorgt später für den Einschuss der Muttermilch.Bild 70 von 80 Oxytoxin gelangt aus der Hirnanhangdrüse direkt ins Blut. Saugt das Baby an der Brust, erhöht sich die Ausschüttung des Hormons. Oxytoxin beeinflusst nicht nur die Beziehung zwischen Mutter und Kind, ...Bild 71 von 80 ... sondern ganz allgemein soziale Interaktionen. Oxytoxin soll Vertrauen und Ruhe fördern.Bild 72 von 80 Die Lebensdauer von Hormonen ist übrigens kurz: Manche existieren nur einige Sekunden, andere siebe Tage.Bild 73 von 80 Nach der Erfüllung ihrer Aufgabe gelangen die Hormone über den Blutweg zur Leber, die sie zerlegt und inaktiviert. Über Nieren und Blase werden sie schließlich mit dem Urin ausgeschieden.Bild 74 von 80 Das ist schon so manchem Sportler zum Verhängnis geworden.Bild 75 von 80 Auch anabole Steroide, die am häufigsten verwendeten Dopingsubstanzen, gehören zu den Hormonen.Bild 76 von 80 Basierend auf Testosteron, bauen sie das Muskelgewebe auf. Doch die Einnahme birgt ein hohes gesundheitliches Risiko. Leberschäden, Herzinfarkte, verkleinerte Hoden sind nur einige der vielen möglichen Folgen.Bild 77 von 80 Hormone sind schon in sehr geringen Konzentrationen wirksam und sollten nie aufs Geratewohl eingenommen werden. Die Nebenwirkungen von Hormonpräparaten etwa, die den Alterungsprozess aufhalten sollen, sind noch kaum erforscht.Bild 78 von 80 Lassen wir dem Alter also besser seinen Lauf und genießen wir so oft es geht ...Bild 79 von 80 ... die Frühlingsgefühle.Bild 80 von 80