Max Planck zum 150.: Wegbereiter der modernen Physik
Bilderserien
Ohne seinen "Quantensprung" wären Alltagsgeräte wie Laser, ...Bild 1 von 37 ... Energiesparlampen, ...Bild 2 von 37 ... und die gesamte Mikroelektronik undenkbar.Bild 3 von 37 Max Planck hat nicht nur das Weltbild der Physik revolutioniert, ...Bild 4 von 37 | Foto: picture alliance / dpa... sondern auch einen entscheidenden Grundstein für die moderne, von Wissenschaft und Technik geprägte Gesellschaft gelegt.Bild 5 von 37 Vor 150 Jahren, am 23. April 1858, wurde Planck in Kiel geboren.Bild 6 von 37 Die Präsentation seines "Wirkungsquantums" im Jahr 1900 vor der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Berlin wurde zur Geburtsstunde der Quantenphysik, ...Bild 7 von 37 ... ohne die weder ein Verständnis atomarer Vorgänge, noch die Anwendung dieser Phänomene etwa in PC, Mikrowellenherden oder CD-Spielern möglich ist. (Bild: Atomkraftwerk Biblis)Bild 8 von 37 Das Plancksche Wirkungsquantum besagt, dass Licht und Energie nur in kleinsten Paketen zu haben sind.Bild 9 von 37 Licht wird demnach nicht kontinuierlich, zum Beispiel in Form eines Lichtstrahls abgegeben und aufgenommen, sondern in Form kleinster Teile.Bild 10 von 37 Das Plancksche Wirkungsquantum verknüpft damit Teilchen- und Welleneigenschaften. Es beschreibt das Verhältnis von Energie und Frequenz eines Lichtquants oder eines Teilchens.Bild 11 von 37 Der Wert des Wirkungsquantums wird mit h angegeben, was für Hilfsgröße steht. Planck führte diese Konstante ursprünglich nur als Hilfsmittel ein.Bild 12 von 37 Das Wirkungsquantum "stand den bisherigen Vorstellungen, nach denen alle Naturvorgänge kontinuierlich erfolgen, völlig entgegen", erläutert der Berliner Physikhistoriker Dieter Hoffmann vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte.Bild 13 von 37 Ungewollt riss Planck jenes Gebäude der klassischen Physik ein, zu dessen Vollendung er angetreten war. Entsprechend haderte er selbst mit seiner revolutionären Entdeckung. Er hat lange gehofft, sein Wirkungsquantum mit der klassischen Physik versöhnen zu können.Bild 14 von 37 "Insofern war er sozusagen ein Revolutionär wider Willen", betont Hoffmann.Bild 15 von 37 "Max Planck verkörpert das Ideal des erfolgreichen Forscherpioniers, der, zunächst aus reinem Erkenntnisinteresse geleitet, die Grenzen des bestehenden Wissens überwand und neue Wege in der Forschung aufzeigte", sagt der Chef der Max-Planck-Gesellschaft, Peter Gruss.Bild 16 von 37 "Sein Grundsatz, dass dem 'Anwenden das Erkennen vorausgehen' müsse, hat als Leitbild für die Max-Planck-Gesellschaft bis heute Gültigkeit behalten", so Gruss.Bild 17 von 37 Planck war nicht nur ein brillanter Physiker, sondern auch "ein bedeutender und sehr erfolgreicher Wissenschaftsmanager", so Gruss weiter. Für sein Wirkungsquantum bekam er 1919 - rückwirkend für 1918 - den Nobelpreis für Physik.Bild 18 von 37 Planck trat in zahlreichen Ämtern für die wissenschaftliche Selbstverwaltung ein, darunter als Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, als Rektor der Universität Berlin und von 1930 bis 1937 als Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.Bild 19 von 37 "Planck begriff es als seine Hauptaufgabe, die Freiheit der Forschung zu schützen", erläutert Gruss.Bild 20 von 37 Dennoch konnte der hochangesehene Forscher während der Nazizeit nicht verhindern, dass zahlreiche Wissenschaftler von Kaiser-Wilhelm-Instituten aus Deutschland vertrieben wurden. (Bild: Albert Einstein)Bild 21 von 37 "Dazu muss man klarer Weise sagen, dass Planck sich zu Anfang wie viele andere etwas Illusionen gemacht hat über den Charakter der NS-Herrschaft und zunächst durchaus eine gewisse Kompromiss-bereitschaft gezeigt hat", sagt Wissenschaftshistoriker Hoffmann.Bild 22 von 37 "So etwa ab Mitte der 30er Jahre setzte dann aber in hohem Maße eine Desillusionierung ein", so Hoffmann.Bild 23 von 37 Planck habe dann auch offen Stellung bezogen gegen die Politik der Nationalsozialisten, betont Gruss, etwa 1935 mit einer Gedenkfeier für den von den Nazis 1933 in die Emigration gezwungenen Chemienobelpreisträger Fritz Haber (Bild).Bild 24 von 37 "Max Planck hat sich von den Nationalsozialisten nicht korrumpieren lassen", unterstreicht der MPG-Präsident.Bild 25 von 37 Daher konnte Planck nach dem Ende der Naziherrschaft noch zu Lebzeiten zur Integrationsfigur für den Fortbestand der Forschung in Deutschland werden - und zum neuen Namensgeber der bisherigen Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.Bild 26 von 37 Fast 5000 Wissenschaftler in 80 Instituten forschen heute in seinem Namen. (Bibliothek des Max-Planck-Instituts für Biophysik in Frankfurt/Main)Bild 27 von 37 Während Plancks wissenschaftliche Laufbahn glänzend verlief, war sein Privatleben von schweren Schicksalsschlägen gezeichnet. So musste er nicht nur seine erste Frau Marie, sondern auch alle vier Kinder aus dieser Ehe beerdigen.Bild 28 von 37 Sein Sohn Karl fiel 1916 im Ersten Weltkrieg bei Verdun, die Töchter Grete und Emma starben 1917 und 1919 beide im Kindbett.Bild 29 von 37 Plancks Lieblingssohn Erwin (m.) ...Bild 30 von 37 ... wurde noch im Januar 1945 als Mitverschwörer vom 20. Juli 1944 von den Nazis ermordet.Bild 31 von 37 Zudem verlor der da schon betagte Physiker kurz vor Kriegsende durch eine Fliegerbombe ...Bild 32 von 37 ... sein Haus in Berlin-Grunewald.Bild 33 von 37 Entwurzelt und verwaist siedelte Planck nach Göttingen um, wo er am 4. Oktober 1947 starb.Bild 34 von 37 "Plancks Name wird für alle Zeiten in der Physik bleiben", schrieb sein ehemaliger Schüler Max von Laue (1879-1960).Bild 35 von 37 "Zwar haben andere nach ihm die Quantentheorie weiter, viel weiter entwickelt (...) Aber den ersten richtungsweisenden Schritt, der sich in der Einführung einer neuen universellen Konstante dokumentiert, ... (Die Beschleunigerhalle am Institut für Biogeochemie in Jena)Bild 36 von 37 ... hat eben doch Planck und kein anderer gewagt. Der geniale Mut, der sich darin äußert, wird als Vorbild für künftige große Taten noch nach Jahrhunderten die Wissenschaftler begeistern," so Max von Laue. (Bilder: AP, dpa, Max-Planck-Gesellschaft, Pixelio)Bild 37 von 37
Max Planck zum 150.Wegbereiter der modernen Physik