"Der Tod wird süß ...": Wie wollen Sie bestattet werden?
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"Der Tod wird süß, wenn wir ihn bejahen, wenn wir ihn als eine der großen ewigen Formen des Lebens und der Verwandlung annehmen", schrieb der Dichter Hermann Hesse (1877 - 1962) in einem Brief. (Gesammelte Briefe, Band 3,5 S. 65)Bild 1 von 45 Der Tod ist so alt...Bild 2 von 45 ... wie das Leben selbst.Bild 3 von 45 Schockzustände und Tränen begleiten ihn, obwohl er alltäglich ist.Bild 4 von 45 Der Tod ist der unumkehrbare Verlust wesentlicher Lebensfunktionen. Sterben dagegen ist ein Prozess im Übergang zwischen Leben und Tod.Bild 5 von 45 Der Tod einer geliebten Person geht mit Trauer, Verzweiflung und Entbehrung einher, denn die Unumkehrbarkeit ist schmerzlich. Aus diesem Grund denken wir selten und ungern über ihn nach.Bild 6 von 45 Der Tod trifft uns oft überraschend und unvorbereitet.Bild 7 von 45 Zum Glück hat ein Umdenken eingesetzt. Es wird mehr und offener über das Ende des Lebens gesprochen. Menschen entwickeln Ideen, wie ihr Tod aussehen soll.Bild 8 von 45 Zu konservativen Bestattungen und herkömmlichen Friedhöfen werden Alternativen geschaffen, denn letztendlich muss jeder seine eigene, passende Trauerform finden. Diese werden immer vielfältiger...Bild 9 von 45 wie auch die Angebote dafür. So wurde beispielsweise in Hannover das alternative Bestattungsinstitut "Bios" gegründet, das unter anderem bunte Särge und Techno-Musik anbietet.Bild 10 von 45 Vor allem Künstler, Religionswissenschaftler und Interessierte wollen mit neuen Bestattungsmöglichkeiten Alternativen zu althergebrachten und kostspieligen Beisetzungen anbieten.Bild 11 von 45 Der Künstler Alfred Opiolka aus Wertach (Schwaben) ist der Meinung, dass bunte Särge die Trauer lindern können.Bild 12 von 45 In seiner Ausstellung "Kunst am Sarg" zeigte er Ende 2006 seine Vorschläge von individuell gestalteten Blumen-Särgen.Bild 13 von 45 Die Künstler, die ihre Werke in der Ausstellung "dernier cri" (Der letzte Schrei) im Museum für Sepulkrakultur in Kassel zeigten, gingen noch einen Schritt weiter.Bild 14 von 45 Mit den gestalteten Gegenständen sollte nicht nur der Übergang vom Leben in den Tod thematisiert werden. ("Silentsafe", René Stern)Bild 15 von 45 Sie verbanden die Gegenstände für Bestattungen mit dem täglichen Leben. So zum Beispiel der Sarg, der zu Lebzeiten als Kleiderschrank verwendet werden kann,... ("Leben und Tod", Anna Siotto)Bild 16 von 45 oder der "Bücherregalsarg", der ebenfalls ober- und unterirdisch genutzt werden kann. (Hans Rademaker)Bild 17 von 45 Aber auch die so genannten Sterbehemden sollen anders als bisher aussehen. Jeder könnte sich beispielsweise selbst sein "letztes Hemd" gestalten. ("Gespinst" und "Blütenblätter", Afra Banach)Bild 18 von 45 Die bewusste Auseinandersetzung mit dem Tod wird mehr und mehr zu einem persönlichen Anliegen.Bild 19 von 45 Im "letzten Willen" sollten nicht nur die Verteilung des Nachlasses geregelt werden, sondern auch die Wünsche zu Art und Form der Bestattung für die Hinterbliebenen festgehalten werden.Bild 20 von 45 Denn es gibt Erd-,...Bild 21 von 45 Feuer- und...Bild 22 von 45 Seebestattungen in ganz verschiedenen Formen.Bild 23 von 45 Auch die Behälter für die sterbliche Hülle... ("Cocoon - vollendete Geborgenheit" Dr. Andreas Spiegel)Bild 24 von 45 oder die Asche werden immer ausgefallener, wie diese Urne in Eiform mit Dornen. ("Kokon" Steffi Herz)Bild 25 von 45 Es gibt auch Urnen aus Brot,...Bild 26 von 45 Wolle,... ("Kokon" Gabriele Steinborn)Bild 27 von 45 oder Glas,... ("Zwei Himmel", Sebastian Ammermüller). Farbe, Form und Accesoires an den Bestattungsutensilien tragen durch ihre Gestaltung einen symbolischen Charakter.Bild 28 von 45 Neben der Entscheidung, Beerdigung oder Einäscherung sollten auch andere letzte Details geklärt werden.Bild 29 von 45 Der richtige Ort für die letzte Ruhestätte ist für viele Menschen ein Thema. Neben dem guten, alten Friedhof...Bild 30 von 45 kann man sich auch für den Friedwald oder einen Naturfriedhof entscheiden.Bild 31 von 45 Bisher gibt es davon 15 in Deutschland. Wegen der wachsenden Begeisterung in der Bevölkerung sind fünf weitere geplant.Bild 32 von 45 Daneben gibt es den so genannten "Garten der Bestattung" in Bergisch-Gladbach, ein bisher einzigartiger Privatfriedhof, der frei von behördlichen Reglementierungen ist.Bild 33 von 45 Auch das so genannte Kolumbarium, eine Urnenhalle in Düsseldorf, ist eine Neuerung im Bereich Bestattung.Bild 34 von 45 Es ist die erste Grabstätte unter privatem Dach in Deutschland. Hier werden die Urnen der Verstorbenen in einem Regal aufgestellt. Hinterbliebene haben die Möglichkeit, persönliche Gegenstände in die Nische zu legen.Bild 35 von 45 Das Kolumbarium ist eine Möglichkeit der oberirdischen Bestattung. Die Nischen werden den Angehörigen 25 Jahre überlassen, sind allerdings relativ kostspielig.Bild 36 von 45 Eine andere Art der oberirdischen Bestattung ist, die Asche von einem Heißluftballon aus in alle Winde zu streuen. Diese Variante ist allerdings in Deutschland verboten, denn es gibt den so genannten Friedhofszwang für Totenaschen.Bild 37 von 45 Ganz ausgefallen und oberirdisch ist die Variante, die Asche des Verstorbenen in Silvesterraketen zu verteilen und als Feuerwerk abzuschießen. Auch das ist bei uns verboten.Bild 38 von 45 Ebenfalls sehr ungewöhnlich, aber exklusiv ist das Angebot des Berliner Bestattungsinstituts "Christ-All Bestattungen".Bild 39 von 45 Das Institut schafft durch das Pressen der Asche zu einem Diamanten ein "unvergängliche Erinnerung", die man auch noch bei sich tragen kann.Bild 40 von 45 Dafür werden zehn Gramm der Asche entnommen und mehr als acht Wochen lang zu einem Rohdiamanten gepresst, anschließend geschliffen und zertifiziert.Bild 41 von 45 Die US-amerikanische Firma Space Service Inc. machte 2004 Schlagzeilen mit der ersten Weltraumbestattung. Dabei wird die Totenasche in einer Kapsel an einer Rakete befestigt und ins All geschossen.Bild 42 von 45 Für Menschen, die keinen großen Wert auf ihre Bestattung legen, gibt es auch die Möglichkeit einer anonymen Beisetzung. Hinterbliebene haben dann aber keine Möglichkeit, den Verstorbenen "zu besuchen".Bild 43 von 45 Trotz zahlreichen Bestattungsvorschriften in Deutschland sind die Ideen für Bestattungensutensilien vielfältig, wie diese Bio-Urnen aus Sachsen beweisen.Bild 44 von 45 Am wichtigsten ist jedoch, seinen Angehörigen mitzuteilen, welche Wünsche für die eigene Bestattung bestehen. Zu früh, über den Tod nachzudenken und zu sprechen, ist es übrigens nie.Bild 45 von 45
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