Manche sind von ihnen fasziniert, ...Bild 1 von 73 ... doch die meisten Menschen haben Angst vor Schlangen.Bild 2 von 73 Rund 2700 Arten hat man bisher entdeckt. Und wahrscheinlich sind viele noch gar nicht bekannt.Bild 3 von 73 Schon den Urmenschen waren Schlangen aus vielen Gründen unheimlich. Zahlreiche Mythen ranken sich um das Reptil. Schlangen gelten seit frühen Zeiten als Symbol für Lebenskraft und Fruchtbarkeit, denn ...Bild 4 von 73 ... wenn sie sich häuten, ist das beinahe, als würden sie neu geboren. Schlangen wachsen ihr Leben lang, die Haut wächst aber nicht mit. Die alte Haut, das so genannte Schlangenhemd, wird abgestreift, wenn sich darunter eine neue Hautschicht gebildet hat.Bild 5 von 73 Dass sich Schlangen bald häuten, ist an ihren dann milchig trüben Augen zu erkennen.Bild 6 von 73 Manche Völker glaubten auch, Schlangen könnten sie vor Krankheiten bewahren. In Griechenland wurde der Heilgott Asklepios, bei uns Äskulap genannt, meist mit einer Schlange dargestellt.Bild 7 von 73 Die Äskulapschlange wurde zum Symbol der Heilkunst.Bild 8 von 73 In einigen Sagen haben Schlangen und Menschen sogar gemeinsame Vorfahren.Bild 9 von 73 Doch zugleich wurden der Schlange dämonische Kräfte nachgesagt. Schlau soll sie sein, dabei jedoch hinterlistig und falsch.Bild 10 von 73 Schließlich kann der Biss einer Giftschlange tödlich wirken, ...Bild 11 von 73 ... und die Reptilien haben wenig Possierliches an sich.Bild 12 von 73 Statt flauschigem Fell haben sie schuppige Haut, ...Bild 13 von 73 ... statt tapsigen Tatzen einen kriechenden, beinlosen Körper.Bild 14 von 73 Hinzu kommen der stechende Blick, ...Bild 15 von 73 ... das zischende Züngeln, ...Bild 16 von 73 ... das bedrohliche Rasseln, ...Bild 17 von 73 ... der gespreizte Hals ...Bild 18 von 73 ... und die lautlose Fortbewegung.Bild 19 von 73 In vielen Büchern, von der Bibel ...Bild 20 von 73 ... bis zu Harry Potter, ...Bild 21 von 73 ... ist die Schlange ein Symbol des Bösen.Bild 22 von 73 Zu Unrecht. Denn sie sind als Jäger wichtig für das ökologische Gleichgewicht. Menschen gehen sie grundsätzlich lieber aus dem Weg. Sie greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen.Bild 23 von 73 Rund 400 der 2700 bekannten Schlangenarten sind Giftschlangen. Die Seeschlangen zählen dazu, ...Bild 24 von 73 ... ebenso die Giftnattern, zu denen wiederum Kobras ...Bild 25 von 73 ... und Mambas gehören.Bild 26 von 73 Auch Vipern bzw. Ottern, ...Bild 27 von 73 ... wie zum Beispiel die Klapperschlange, erlegen ihre Beute mit Gift.Bild 28 von 73 Nur rund 50 Schlangenarten besitzen genug Gift, um einen Menschen zu töten. Zu den giftigsten Schlangen gehören die südostasiatische Königskobra sowie ...Bild 29 von 73 ... der australische Taipan, der mit einem einzigen Biss 250.000 Mäuse erbeuten könnte.Bild 30 von 73 Seine nächsten Verwandten, die Seeschlangen, spritzen das stärkste Gift in ihre Opfer. Die meisten Seeschlangenarten leben im Pazifik. Sie werden bis zu zwei Meter lang.Bild 31 von 73 Eine ganz besondere Giftschlange ist die Speikobra. Sie bespuckt ihre Opfer. Trifft ihr Gift die Augen, kann dies zu Blindheit führen. Die mit drei Metern Länge weltgrößte Speikobra wurde in Kenia entdeckt. Sie hat in einem Biss genug Gift, um 15 bis 20 Menschen umzubringen.Bild 32 von 73 Die größte Schlangenart der Welt, der Python, der bis zu 15 Meter lang wird, ist keine Gift-, sondern eine Würgeschlange. Sie beißt ihre Beute und umschlingt das verletzte Tier dann mit ihrem Körper.Bild 33 von 73 Gleiches gilt für die meist noch massigere, bis zu 200 Kilogramm schwere Anakonda.Bild 34 von 73 Atmet das Opfer aus, zieht die Schlange die Schlinge fester zu. Meist stirbt die Beute schließlich durch Kreislaufversagen, weil das venöse Blut nicht zum Herzen zurückfließen kann.Bild 35 von 73 In Deutschland gibt es sowohl Gift- als auch Würgeschlangen. Allerdings leben bei uns nur sechs Schlangenarten, alle vergleichsweise harmlos. Die meisten von ihnen sind in ihrem Bestand bedroht, sodass wir Schlangen hierzulande selten sehen.Bild 36 von 73 Zu den hiesigen Würgeschlangen gehört die Äskulapnatter, die das Apothekenzeichen schmückt. Auf der Jagd nach Beute erklimmt sie sogar Bäume. Die Äskulapnatter ist mit einer Länge von etwa 1,80 Metern die größte in Deutschland lebende Schlange.Bild 37 von 73 Es gibt sie aber nur noch in der Nähe von Passau und Wiesbaden.Bild 38 von 73 Die kleinste der bei uns heimischen Schlangen ist die Glatt- oder Schlingnatter. Sie ist nur etwa 70 Zentimeter lang. Im Naturpark Uckermärkische Seen gibt es noch etwa 10 Exemplare.Bild 39 von 73 Wie alle Nattern, umschlingt auch die Glattnatter ihre Opfer. Sie frisst Eidechsen und Blindschleichen, manchmal auch andere junge Schlangen. Für den Menschen ist ihr Biss ungefährlich.Bild 40 von 73 Die häufigste Schlange in Deutschland ist die Ringelnatter. Sie taucht oft in Gärten auf. Das 0,80 bis 1,50 Meter lange Tier liebt es nämlich, seine Eier auf Komposthaufen abzulegen.Bild 41 von 73 Ringelnattern können sehr gut schwimmen. Sie ernähren sich von Kröten, Salamandern oder Fröschen und fressen die Beute bei lebendigem Leib.Bild 42 von 73 Die Würfelnatter lebt bevorzugt am Ufer oder im Wasser, denn sie ernährt sich von Fischen. Es gibt sie noch an Mosel, Nahe und Lahn. Ihren Namen verdankt die Schlange dem Würfelmuster auf ihrem Rücken.Bild 43 von 73 Die einzige weit verbreitete Giftschlange in Deutschland ist die Kreuzotter. Zwar ist ihr Gift für den Menschen meist nicht tödlich, doch sollten Sie es dennoch vermeiden, sie anzufassen.Bild 44 von 73 Kreuzottern erkennt man am schwarzen oder braunen Zickzackmuster auf dem Rücken. In feuchten Gebieten gibt es allerdings auch komplett schwarze Exemplare.Bild 45 von 73 Und dann ist da noch die Aspisviper. Ihr Gift ist stärker als das der Kreuzotter, aber ebenfalls für einen gesunden Menschen nicht tödlich. In Deutschland gibt es nur noch im Südschwarzwald einige Exemplare. Aspisvipern sind an ihrem dreieckigen Kopf zu erkennen.Bild 46 von 73 Alle Schlangen sind Raubtiere. Ihr Beutetierspektrum wird durch ihre Körpergröße festgelegt und ist natürlich von dem im jeweiligen Lebensraum befindlichen Nahrungsangebot abhängig.Bild 47 von 73 Dementsprechend fressen kleinere und jüngere Schlangen vor allem Insekten.Bild 48 von 73 Mittelgroße Schlangen verspeisen Nagetiere, ...Bild 49 von 73 ... Frösche ...Bild 50 von 73 ... und Eidechsen, manchmal auch Vögel, Eier und andere Schlangen. Das Nahrungsspektrum großer, in Deutschland nicht vorkommender Schlangen umfasst von kaninchengroßen Säugern alles bis hin zu Rehen oder Wildschweinen.Bild 51 von 73 Selten fallen auch Menschen Schlangen zum Opfer.Bild 52 von 73 Bei der Jagd ist das ständige Züngeln der Schlangen von großer Bedeutung. Denn auf den beiden Spitzen ihrer gespaltenen Zunge können die Tiere gleichzeitig unterschiedliche Gerüche wahrnehmen.Bild 53 von 73 Außerdem orten sie so, ob die Düfte von rechts oder links kommen. Schlangen riechen also Stereo. Da jede Beute eine unverkennbare Duftspur hinter sich herzieht, ist den Reptilien der Jagderfolg sicher.Bild 54 von 73 Insekten und andere kleinere Beutetiere, beispielsweise Amphibien, werden dann meist lebend verschlungen, größere Opfer werden vor dem Verzehr getötet.Bild 55 von 73 Fressen ist für die Schlange Schwerstarbeit. Schon während sie ihre Beute verschlingt, beginnt sie heftig zu atmen. Herz und Lunge kommen auf Hochtouren. Beim Verdauen verbraucht die Schlange vierzig Mal mehr Sauerstoff als im Ruhezustand.Bild 56 von 73 Eine solche Leistung vollbringt ein Pferd im gestreckten Galopp - allerdings nur für ein paar Minuten. Die Schlange dagegen hält tagelang durch. Nach dem Verdauen schrumpfen die Organe innerhalb einer Woche wieder auf die normale Größe zurück.Bild 57 von 73 Schlangen können, im Verhältnis zu ihrer Körpermasse, enorme Mengen zu sich nehmen. Nach einem großen Mahl hungern sie oft mehrere Wochen. Riesenschlangen können dann sogar ein Jahr ohne Nahrung auskommen.Bild 58 von 73 Dieser Python allerdings hat sich mit dem Alligator, den er am Stück verspeist hat, deutlich übernommen. Die Schlange bezahlte es mit dem Leben: Zu guter Letzt ist sie geplatzt.Bild 59 von 73 Schlangen, die Elefanten verspeisen und für die großen Leute dann wie ein Hut aussehen, gibt es übrigens nur in der Literatur. Doch mit Golfbällen ...Bild 60 von 73 ... hat es tatsächlich schon der eine oder andere Python versucht.Bild 61 von 73 Wenn Sie selbst einer Schlange begegnen, bleiben Sie am besten ruhig.Bild 62 von 73 Weichen Sie langsam zurück und ermöglichen Sie der Schlange die Flucht. Von Verteidigungsbissen der Reptilien sind auch Menschen immer wieder betroffen.Bild 63 von 73 In einem solchen Fall sollten Sie sofort einen Arzt alarmieren. Die Chance, einen Biss zu überleben, liegt jedoch bei 99,8 Prozent. Giftschlangen belassen es oft bei einem sogenannten Trockenbiss, um Serum zu sparen.Bild 64 von 73 In Gebieten, die für Giftschlangen bekannt sind, sollten Sie folgendes beachten: Tragen Sie feste Schuhe, deren Schaft möglichst weit über die Knöchel reicht, ...Bild 65 von 73 ... und treten Sie immer direkt auf Steine und Äste, damit Sie Schlangen, die sich möglicherweise darunter verstecken, nicht aufscheuchen.Bild 66 von 73 Sich als Schlangenbeschwörer zu versuchen, ist keine so gute Idee. Was wie Hypnose aussieht, ist eigentlich eine Überreizung der Instinkte einer Schlange. Solange sie nicht weiß, ob die schlangenähnliche Flöte ein potenzieller Sexualpartner oder aber ...Bild 67 von 73 ... ein Rivale, Fressfeind oder Angreifer ist, verharrt die Schlange über längere Zeit in einem "Tanz", der sich an den Bewegungen der Flöte orientiert.Bild 68 von 73 Die Giftzähne werden den beschworenen Schlangen meist gezogen.Bild 69 von 73 Nur in Nordafrika, wo der Kobrakult der alten Ägypter nachwirkt, wäre es eine Sünde, eine Kobra zu misshandeln.Bild 70 von 73 Die Ägyptische Kobra, auch Uräusschlange genannt, galt als Zeichen der pharaonischen Herrschaft und wird von den Schlangenbeschwörern noch heute verehrt.Bild 71 von 73 Sie müssen ihr Jahrtausende altes Handwerk beherrschen, wenn sie nicht so enden wollen wie Kleopatra im Jahre 30 v. Chr. Die schöne Königin, die mit ihrem Freitod das Ende des pharaonischen Ägyptens besiegelte, ...Bild 72 von 73 ... starb an dem Biss einer Uräusschlange. Das zumindest ist von antiken Autoren überliefert. Gefunden wurde das todbringende Tier nie. Und so ist auch diese Geschichte ein Mythos, der sich um die Schlange rankt.Bild 73 von 73