Panorama

Hitzewelle im Liveticker+++ 07:32 Straßenbahn-Verkehr in Leipzig eingestellt +++

27.06.2026, 00:10 Uhr

In Sachsens größter Stadt ist der Straßenbahn-Verkehr eingestellt. Grund sind Hitzeschäden an Schienen und Weichen. Erst am frühen Montagmorgen sollen ab 3.30 Uhr wieder Züge verkehren. Die hohen Temperaturen sorgten demnach an vielen Stellen im Netz dafür, dass Fugenmasse für Asphalt und Beton in Weichen und Schienen lief und dort verklumpte. Ein sicherer Straßenbahnbetrieb sei derzeit nicht möglich, hieß es. Busse sollen so weit wie möglich planmäßig fahren. Fahrgäste sollten sich vor Fahrtantritt über aktuelle Verbindungen informieren. In der Stadt gibt es 13 Tram-Linien.

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Durch die Hitze verflüssigte sich das Bitumen und wurde durch vorbeifahrende Bahnen herausgedrückt. (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 06:39 Höhepunkt der Hitzewelle - Bis zu 42 Grad erwartet +++

Das Finale der Hitzewelle steht an - und damit dürften erneut die bisherigen Temperaturrekorde fallen. Meteorologen sagen für die Lausitz in Brandenburg für den Nachmittag bis zu 2 Grad Celsius voraus. Für den Rest des Landes erwartet der DWD im Osten und Südosten Höchstwerte von 39 bis 41 Grad. In den übrigen Teilen Deutschlands werden 32 bis 38 Grad erwartet, an der Küste könnte es kühler werden. Zugleich werden erneut teils schwere Unwetter erwartet.

+++ 05:36 Badeunfall in Hessen: Taucher bergen Leiche aus Waldsee +++

Nach einem Badeunfall haben Taucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eine Leiche aus einem See in Raunheim im Kreis Groß-Gerau geborgen. Bei dem Toten handelt es sich laut Polizei um den 40 Jahre alten Mann, den seine Familie vorher am Strand des Waldsees als vermisst gemeldet hatte. Warum der Mann in dem belebten See untergegangen war, ist unklar.

+++ Kommunen rufen zum Wassersparen auf +++

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) ruft die Bürger wegen der Hitze dringend zum Wassersparen auf und bringt notfalls Verbote ins Spiel. "Bei dieser Hitze appelliere ich dringend an den gesunden Menschenverstand, in den kommenden Tagen bitte ganz besonders sparsam mit dem kostbaren Wasser umzugehen", sagt Hauptgeschäftsführer André Berghegger der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Zunächst solle so lange wie möglich auf Freiwilligkeit gesetzt werden, so Berghegger. "Wenn das nicht funktioniert, müssen die Behörden vor Ort auch Verbote aussprechen." Nach seiner Wahrnehmung seien "die Leute aber vernünftig", sodass "kein Wasser zur Bewässerung von Golf- oder Tennisplätzen verschwendet wird".

+++ 46 DWD-Stationen messen mindestens 40 Grad +++

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) teilt gleich mehrere bundesweite Rekorde mit: An 46 Stationen wurden mindestens 40 Grad gemessen. An insgesamt 250 Stationen wurden so hohe Werte erfasst wie nie zuvor. Zudem wurden an 211 weiteren Stationen Rekordwerte für Juni gemessen.

+++ 01:34 Hitzeschutz: Das können Städte tun +++

Die Städte in Deutschland können laut Umweltbundesamt (UBA) einiges tun gegen Hitze. "Hitzeschutz in Städten muss zur Daueraufgabe werden. Wir brauchen Hitzeaktionspläne, die Zuständigkeiten und den Schutz besonders gefährdeter Gruppen regeln", sagt UBA-Präsident Dirk Messner. "Mit mehr Stadtbäumen, zusätzlicher Verschattung und der Entsiegelung von Flächen können wir die Temperaturen in den Städten aktiv senken und die Bildung von Hitzeinseln reduzieren." Vieles lasse sich sofort umsetzen, betont Messner. "Kommunen können Trinkwasser bereitstellen, kühle Orte aktiv ausweisen und Bibliotheken oder Kultureinrichtungen als Rückzugsorte öffnen." Besonders wirksam seien Maßnahmen, die helfen, Regenwasser zurückzuhalten und es langsam wieder abzugeben, also zum Beispiel Dach- und Fassadenbegrünung, entsiegelte Flächen, künstliche Gewässer und Zisternen.

+++ 00:38 Bisher heißester Junitag in Bremen gemessen +++

Bremen hat gestern nicht nur einen Poolnudel-Rekord aufgestellt (siehe Eintrag von 20.51 Uhr), auch die Temperatur im Stadtstaat war hoch wie nie im Montasvergleich: Mit 37,3 Grad hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag die bisher höchste Temperatur für einen Junitag in Bremen gemessen. Mit 37,6 Grad war es schon einmal wärmer, das war allerdings im August und ist schon eine Weile her: Am 9. 8. 1992 kletterte das Thermomenter auf 37,6 Grad .

+++ 23:43 30-Jähriger stirbt in Badesee in Rheinland-Pfalz +++

Ein 30-Jähriger ist beim Schwimmen in einem Badesee bei Neuhofen im Rhein-Pfalz-Kreis ums Leben gekommen. Der Mann ging alleine zum Schwimmen ins Wasser, teilte die Polizei mit. Seine Freunde verloren ihn aus den Augen und verständigten daraufhin die Einsatzkräfte. Die entdeckten den Mann schließlich reglos im Wasser treibend. Versuche, ihn zu reanimieren, blieben erfolglos. Woran genau er starb, muss noch ermittelt werden.

+++ 22:50 "Lage ist ernst": Rettungsdienst holt bewusstlose Menschen aus überhitzten Wohnungen in Köln +++

Der Rettungsdienst der Feuerwehr in Köln kommt in der andauernden Hitzewelle nach Angaben der Stadt an seine "Kapazitätsgrenze". "Nach zehn aufeinanderfolgenden Tagen mit extremer Hitze und ohne nennenswerte nächtliche Abkühlung ist die Lage ernst", erklärt die Stadtverwaltung. Allein in den vorherigen 24 Stunden seien sieben Menschen bewusstlos in ihren Wohnungen - überwiegend in Dachgeschossen - aufgefunden worden. In allen Fällen waren die Menschen demnach lebensbedrohlich überhitzt, einer musste reanimiert werden. "Betroffen waren nicht nur Menschen mit Vorerkrankungen", so die Stadt. Auch körperlich fitte Personen seien mit einer Körpertemperatur von 42 Grad in Lebensgefahr geraten.

+++ 22:15 Drei Tage, dreimal Hitzerekord: Schweizer schwitzen bei 39 Grad +++

In der Schweiz wird den dritten Tag in Folge ein neuer Hitzerekord für den Monat Juni aufgestellt. In Basel im Norden des Landes werden 39 Grad Celsius verzeichnet, wie der Wetterdienst Meteoschweiz auf X erklärt. Dies ist zugleich die höchste Temperatur, die an der Station Basel/Binningen seit 1897 gemessen wurde. Am Freitag hatte Meteoschweiz gemeldet, an der Wetterstation Basel/Binningen sei es "mit 38,8 Grad so heiß wie noch nie seit Messbeginn im Jahr 1897" gewesen. Erst am Donnerstag hatte die Schweiz den bisherigen Juni-Rekord von 36,9 Grad aus dem Jahr 1947 gebrochen.

+++ 21:42 So heiß war es in Tschechien noch nie +++

In Tschechien ist auch ein neuer Hitzerekord verzeichnet worden. An einer Wetterstation in Doksany nördlich von Prag wurden 40,8 Grad Celsius gemessen, wie der nationale Wetterdienst mitteilt. Die Temperaturen würden aber noch weiter steigen. "Daher ist dies womöglich noch nicht der Endwert", fügt die Behörde hinzu. Die bisherige Höchstmarke in Tschechien liegt bei 40,4 Grad Celsius. Der Wert wurde 2012 in Dobrichovice südwestlich der Hauptstadt gemessen. 

+++ 21:14 Donau fast 30 Grad warm - Ungarn drosselt Leistung in einem Atomkraftwerk +++

Im Zuge der Rekord-Hitzewelle in Europa drosselt nun auch Ungarn die Leistung eines Atomkraftwerks. Wegen der hohen Wassertemperatur der Donau sei die Produktion eines der vier Reaktoren im Kraftwerk Paks um 243 Megawatt gesenkt worden, teilt der Betreiber MVM mit. Messungen am Morgen hätten ergeben, dass das Kühlwasser flussabwärts 29,7 Grad Celsius erreicht habe und damit den Grenzwert von 29,5 Grad überschreite. Energieminister Istvan Kapitany erklärt, die Haushalte würden von der reduzierten Leistung nichts spüren. Er hatte die Bevölkerung jedoch aufgerufen, den Stromverbrauch in den Abendstunden einzuschränken, um das Netz zu entlasten.

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