Hitzewelle im Liveticker+++ 12:23 Junger Mann ertrinkt beim Baden in der Donau +++
Ein 26-Jähriger ist beim Baden in der Donau bei Regensburg ertrunken. Der Mann, der laut Polizei nicht schwimmen konnte, verschwand am Dienstag im Bereich der Nibelungenbrücke innerhalb weniger Augenblicke unter der Wasseroberfläche. Eine große Suchaktion mit Hubschrauber und mehreren Booten dauerte bis in den Abend. Nach mehreren Stunden wurde der 26-Jährige per Sonar geortet und geborgen, Reanimationsversuche blieben den Angaben nach erfolglos. Die Polizei mahnt nach dem tödlichen Badeunfall zur Vorsicht an Gewässern: Nichtschwimmer sollten auf Badeausflüge in Flüsse verzichten, fließende Gewässer seien selbst für erfahrene Schwimmer gefährlich. Im Notfall solle man sofort den Notruf wählen und Hilfe von Land aus leisten.
+++ 11:07 Handwerker kommen mit Klimaanlagen-Einbau nicht hinterher +++
Steigende Temperaturen und die Arbeit im Homeoffice lassen die Nachfrage nach Klimaanlagen in die Höhe schnellen. Installateure können sich vor Aufträgen kaum retten und Baumärkte melden leere Regale. Für Mieter gibt es beim Einbau eine besondere Schwierigkeit.
+++ 10:03 Wieder flächendeckende Hitzewarnungen +++
In fast ganz Deutschland gelten wieder amtliche Hitzewarnungen. Aus Richtung Süden ströme unter hohem Luftdruck weiterhin "zunehmend heiße bis sehr heiße Luft" ein, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Dies sorge im Südwesten und Westen für "sehr hohe Wärmebelastung", die sich allmählich weiter nach Norden ausbreite. Warnungen vor starker oder sogar extremer Hitze galten laut DWD zunächst in praktisch allen Regionen außer in einigen Teilen von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Erwartet wurden demnach im Tagesverlauf bei zumeist sonnigem und trockenem Wetter Höchstwerte zwischen 27 und 34 Grad im Norden und 32 bis 39 Grad im Rest des Landes. Im südlichen Bergland drohten vereinzelt Gewitter. Den Meteorologen zufolge erlebten viele Gegenden zudem eine sogenannte Tropennacht, in der die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen.
+++ 09:08 Rund 68.000 Haushalte in der Bretagne ohne Strom +++
Die Hitzewelle in Frankreich hat in der Bretagne zu massiven Stromausfällen geführt. Wie die Behörden des Départements Finistère mitteilen, waren dort am Morgen rund 68.000 Haushalte ohne Strom. Der Grund war demnach ein überhitzter Transformator in Ergué-Gabéric in der Nähe von Quimper. Der Störfall am Dienstagabend sei auf die "derzeit herrschende große Hitze" zurückzuführen, erklärt die Präfektur. Unmittelbar nach der Störung waren 106.000 Haushalte ohne Strom. Obwohl die französischen Netzbetreiber RTE und Enedis schon in der Nacht an der Behebung des Problems arbeiteten, kann die Stromversorgung nach Angaben von RTE voraussichtlich erst am Abend vollständig wiederhergestellt werden. Pflegeheime werden demnach mit Notstromaggregaten versorgt. Es ist der erste größere Stromausfall seit Beginn der Hitzewelle.
+++ 08:20 Letzter Tag ohne 40 Grad - dann fallen wohl Rekorde +++
Die Hitze über Deutschland schaukelt sich hoch. Nur vereinzelt bleiben die Temperaturen heute noch unter 30 Grad, in weiten Teilen des Landes liegen die Werte deutlich höher. Ab Donnerstag fallen dann die 40-Grad-Marken, Juni-Temperaturrekorde könnten gebrochen werden.
+++ 07:40 Analyse: Klimawandel macht Hitzewelle bis zu 4 Grad heißer +++
Der menschengemachte Klimawandel verschärft die derzeitige Hitzewelle in Frankreich, Deutschland und weiteren Teilen Westeuropas Fachleuten zufolge deutlich. "Das Wettermuster hinter dieser Hitzewelle ist nicht außergewöhnlich", sagt Davide Faranda von dem Projekt Climameter. "Was außergewöhnlich ist, ist, dass der Klimawandel den Temperaturen in Teilen Westeuropas bis zu 4 Grad Celsius hinzugefügt hat." Man nähere sich den Grenzen dessen, woran sich Gesellschaften und Ökosysteme anpassen könnten. Climameter beschäftigt sich mit dem Einfluss des Klimawandels auf Wetterbedingungen in Europa. Das Projekt wird von der Europäischen Union und dem französischen Forschungsinstitut CNRS finanziert und vom Klimaforschungsinstitut IPSL unterstützt.
+++ 06:36 Bundesamt für Strahlenschutz erwartet bislang höchsten UV-Indexwert des Jahres +++
Das Wetter bleibt schweißtreibend in Deutschland. Extreme Hitze im Westen und Südwesten, die sich nach Norden hin ausbreitet, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) nicht nur für heute voraus. Im Norden liegen die Höchstwerte demnach bei 27 bis 34 Grad, im Rest des Landes werden 32 bis 39 Grad erwartet. Einzig über dem südlichen Bergland seien vereinzelt kräftige Gewitter möglich, heißt es - ansonsten bleibe es heiter und teils sonnig. Tückisch ist dabei die nicht direkt spürbare UV-Strahlung. Am Mittwoch und Donnerstag werden die bislang höchsten Indexwerte des Jahres erwartet, wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mitteilt. In Norddeutschland werde ein UV-Index bis 8 erwartet, in Mitteldeutschland bis 9, in Süddeutschland seien stellenweise 10 möglich, im Hochgebirge gar 11 ("extrem"). Der UV-Index-Wert gibt an, welche Tagesspitzenwerte der sonnenbrandwirksamen Strahlung am Boden erwartet werden.
+++ 05:24 Hitze bleibt voraussichtlich auch nächste Woche +++
Wann wird es wieder kühler? "Echte Linderung ist bezüglich der Hitze nicht absehbar in Sicht", sagt Felix Dietzsch von der Wettervorhersagezentrale. "Erst zu Beginn der kommenden Woche deutet sich eine leichte Abkühlung an, die aber nach den aktuellen Prognosen auch nur den Nordwesten erreicht." Sonst liegen die Temperaturen demnach auch weiterhin bei über 30 Grad. "Diese bereits jetzt rekordverdächtige und zunehmend extreme Hitzewelle dauert also noch mindestens die ganze Woche an!"
+++ 04:06 Stromausfälle in Mailand und Turin +++
In Italien hat das Gesundheitsministerium für 15 Städte, darunter Rom und Mailand, die höchste Hitze-Alarmstufe ausgerufen. Ab Mittwoch gelte die Alarmstufe Rot zudem für eine 16. und ab Donnerstag für eine 17. Stadt. Zu den damit verbundenen Empfehlungen gehört es, sich in den heißesten Stunden des Tages drinnen aufzuhalten, viel zu trinken und besonders auf gefährdete Mitmenschen zu achten. Wegen der übermäßigen Nutzung von Klimaanlagen kam es in Mailand und Turin zu Stromausfällen. In der Zeitung "Corriere della Sera" beschwerte sich ein Ärzteverband über schlecht oder gar nicht funktionierende Klimaanlagen in sieben staatlichen Kliniken in Rom.
+++ 03:15 Auch Nächte zu warm +++
Wie in Frankreich gibt es auch in Deutschland nachts kaum Abkühlung. Daran wird sich laut DWD so schnell nichts ändern: Es sei durchaus denkbar, dass die Temperaturen in größeren Ballungsgebieten im Westen nachts nicht unter 24 oder 25 Grad sinken - "also volltropische und wohl auch rekordverdächtige Verhältnisse und ohne Klimaanlage eigentlich auch schon unerträglich", sagt Felix Dietzsch von der Wettervorhersagezentrale.
+++ 02:26 Badetote im ganzen Land +++
Viele Menschen suchen die ersehnte Abkühlung in Bädern, Seen, Flüssen und Küstengewässern. In Einzelfällen hatte dies fatale Folgen: Am Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen kam zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ein Jugendlicher bei einem Badeunfall ums Leben - der 14-Jährige starb knapp zwei Tage nach einem Badeunfall im Krankenhaus. In Hessen wurden zudem drei im Rhein bei Biblis vermisste Männer tot geborgen. Ein anderer Mann starb nach dem Schwimmen in der Regattastrecke Oberschleißheim bei München im Krankenhaus, in Heddesheim in Baden-Württemberg wurde zudem ein vermisster Schwimmer tot aus einem Badesee gezogen
+++ 01:49 Alarmstufe Rot auch in Spanien +++
Die spanische Wetterbehörde Aemet ruft die höchste Alarmstufe Rot für Gebiete rund um das südspanische Córdoba sowie im Norden des Landes für Bilbao und Teile der Region Kantabrien aus. Für weite Teile von Zentral- und Nordspanien gilt die zweithöchste Alarmstufe Orange, für fast den gesamten Rest des Landes die Hitze-Warnstufe gelb.
Am Montag registrierten 101 der 828 Aemet-Wetterstationen im Land Temperaturen von mindestens 40 Grad. Bei etwa 30 Messstationen sanken die Temperaturen in der Nacht zum Dienstag nicht unter 25 Grad. An der Küste von Almeira in der südlichen Region Andalusien lagen die Temperaturen die dritte Nacht in Folge auch nach Sonnenuntergang bei über 30 Grad.
+++ 23:56 Hoher Wasserverbrauch in Kiel +++
Anderswo in Deutschland trieb die Hitze den Trinkwasserverbrauch auf ein Sechsjahreshoch: In Kiel wurde mit 62,88 Millionen Litern der diesjährige Tageshöchstwert erreicht, wie die dortigen Stadtwerke mitteilten. Das war zugleich der höchste Wert seit August 2020. Genug Wasser sei vorhanden - dennoch appelliere man, stets bewusst mit Trinkwasser umzugehen, hieß es von den Stadtwerken.
+++ 22:19 Wassertemperaturen im Rhein könnten auf bis zu 27 Grad steigen +++
Weil sich Rhein und Mosel stellenweise auf über 25 Grad Celsius erwärmt haben, hat das Land Rheinland-Pfalz die erste Warnstufe ausgerufen. Die Temperatur im Rhein wird sich voraussichtlich noch weiter auf 27 Grad Celsius erhöhen, wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium in Mainz mitteilte. Dem Ministerium zufolge kann durch höhere Temperaturen der Sauerstoffgehalt in den Flüssen sinken. Das könne das ökologische Gleichgewicht empfindlich stören. An mehreren Stellen in Rhein und Mosel wurde am Montag ein Tagesmittelwert von 25 Grad Celsius erreicht. Deswegen trat nun die erste Warnstufe in Kraft. Bei der ersten Warnstufe werden alle wärmeeinleitenden Betriebe dazu aufgefordert, die Wärmeeinleitung in die Gewässer möglichst zu reduzieren. Es sei davon auszugehen, dass die Tagesmitteltemperaturen durch die anhaltende Hitze in den kommenden Tagen weiter steigen, so das Landesministerium. Betroffen davon sei der Rhein in Mainz. Dort könnten 27 Grad im Tagesmittel erreicht werden.
+++ 21:38 Deutschland steuert auf Hitzerekord zu +++
Bei Temperaturen bis zu 40 oder womöglich gar 41 Grad könnte am Freitag der bisherige deutsche Hitzerekord für den Monat Juni gebrochen werden. Vor allem im Westen und Südwesten der Republik könne diese Marke geknackt werden, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Der bisherige Rekord für den Monat Juni wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg in Sachsen-Anhalt mit 39,6 Grad gemessen. Der insgesamt höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen wurde nur knapp vier Wochen später, am 25. Juli 2019, mit 41,2 Grad in Tönisvorst und Duisburg-Baerl gemessen.
+++ 20:46 Frankreich sorgt sich um seine Touristen +++
Auch Frankreichs Touristen-Hotspots zollen der Hitzewelle Tribut: In Paris schließen Eiffelturm und der Louvre vorzeitig für Besucher. Bereits ab mittags wurden keine Besucher mehr in den Eiffelturm gelassen, der um 16 Uhr zumachte. Wie es die kommenden Tage sein wird, ist noch unklar. Der weltberühmte Louvre schließt bis Samstag bereits um 16 statt um 18 Uhr. Gerade gegen Ende des Tages staue sich die Hitze in manchen Bereichen, teilte das Museum mit. Der Mont-Saint-Michel in der Normandie riet Touristen unterdessen wegen der hohen Hitze, ihren Besuch aufzuschieben, wie der Sender France Info berichtet. In den engen Gassen auf der Felseninsel sorgten Temperaturen von bis zu 37 Grad für erschwerte Bedingungen für Besucher. Vor Ort wurden zusätzliche Kräfte des Roten Kreuzes und des Zivilschutzes eingesetzt.
+++ 20:15 Hitze in Deutschland nimmt Fahrt auf +++
Schon der Mittwoch wird heiß, stellenweise sehr heiß. Die Temperaturen erreichen 30 bis 35 Grad Celsius, wie die ntv-Meteorologen voraussagen. "Im Westen und Südwesten sind sogar rekordverdächtig heiße 36 bis 39 Grad drin." Besser aushalten lässt es sich an der Küste bei bei Werten um 25 Grad. Und die Temperaturen werden weiter steigen: Bis Samstag sind sogar bis 41 Grad möglich. Dazu scheint weiterhin verbreitet viel die Sonne und es bleibt überwiegen trocken. Erst zum Montag wird dann die ganz große Hitze nach Osten abgedrängt.
+++ 19:21 Heißester Tag in Frankreich seit Beginn der Messungen 1947 +++
Frankreich hat den nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes Météo France heißesten Tag seit Beginn der Messungen 1947 erlebt. Die Durchschnittstemperatur für das französische Festland kletterte heute nach vorläufigen Werten von 17 Uhr auf 29,8 Grad, teilte Météo France mit. Damit wurde der bisherige Rekord vom 25. Juli 2019 und 5. August 2003 gebrochen, als jeweils eine Durchschnittstemperatur von 29,4 Grad erreicht wurde. Die nationale Durchschnittstemperatur wird anhand des nationalen Temperaturindikators (ITN) gemessen, den Tagesdurchschnitt der Tages- und Nachttemperaturen von 30 Referenzwetterstationen im französischen Festland.
+++ 19:00 Zweite Hitzewelle in wenigen Wochen +++
Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa in nur knapp einem Monat - und sie hat Teile Westeuropas fest im Griff: In Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien gab es am Dienstag Hitze-Warnungen und -Rekorde; in zahlreichen Regionen galt die höchste Warnstufe, die mit extremen und potenziell gesundheitsschädlichen Temperaturen verbunden ist.