Panorama

Frau stirbt an Wasservergiftung 16,5 Millionen Entschädigung

In den USA muss ein Radiosender Entschädigung an die Familie einer jungen Frau zahlen, die nach einem Wassertrink-Wettbewerb des Senders gestorben war.

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Die Mutter von Jennifer Strange mit ihrem Anwalt im Januar 2007 im Gericht von Sacramento.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Ein Gericht in Kalifornien verurteilte den Sender KDND-FM zur Zahlung von 16,5 Millionen Dollar. KDND-FM hatte vor zwei Jahren einen Wassertrink-Wettbewerb gestartet. Sieger sollte sein, wer das meiste Wasser trinkt, ohne auf die Toilette zu gehen oder sich zu erbrechen. Für den Sieger wurde eine Nintendo-Spielekonsole ausgelobt.

An dem Wettbewerb nahm auch die 28-jährige Jennifer Strange teil, die die Konsole für ihre drei Kinder gewinnen wollte. Sie trank mehr als 7 Liter Wasser und wurde Zweite. Schließlich klagte sie über Kopfschmerzen und musste nach Hause gehen.

Wenig später wurde sie tot aufgefunden. Eine Autopsie ergab, dass sie an einer Wasservergiftung starb - also zuviel Flüssigkeit in kurzer Zeit zu sich genommen hatte. Die Familie verklagte daraufhin den Radiosender auf 34 Millionen Dollar Schadenersatz - nach zweiwöchigen Beratungen sprachen die zwölf Geschworenen ihr 16,5 Millionen Dollar zu.

Quelle: n-tv.de, hvo/AFP