Hitzewelle im Liveticker+++ 19:48 Skurril: Auf Thüringer Landstraßen ist der Winterdienst aktiv +++
Winterdienst bei hochsommerlicher Hitze? Auf der Landstraße 2038 in Thüringen gibt es diesen ungewöhnlichen Anblick. Statt wie im Winter Sole zu versprühen, verteilt das Winterdienstfahrzeug Wasser, wie eine Sprecherin des Landesamts für Bau und Verkehrs erklärt. Dadurch werde der Asphalt gekühlt. In den Sommermonaten sind Asphaltstraßen teils hohen Belastungen durch Hitze ausgesetzt. Ein häufiges Problem sei die "blutende Decke". Diese entsteht laut Sprecherin dann, wenn bei hohen Temperaturen das Bindemittel im Asphalt, das Bitumen, weich wird und an die Oberfläche steigt. Unter dem Gewicht der Fahrzeuge gibt der Asphalt schließlich nach, sodass das Bitumen nach oben gedrückt wird, wie die Sprecherin erklärt. So kann es etwa zu Verformungen der Fahrbahn kommen. Wenn das Bindemittel bei geringeren Temperaturen wieder fest wird, kann die Straße zudem glatt werden.
+++ 19:09 "Hitzepatrouillen" haben alle Hände voll zu tun +++
Bei über 30 Grad wird die Straße für Menschen ohne Zuhause zur Gefahr. In Frankfurt verteilen Sozialarbeiter deshalb Wasser und Sonnenschutz. Manchmal müssen sie dabei eine wichtige Regel brechen, um Leben zu schützen.
+++ 18:35 Schweiz übertrifft 80 Jahre alten Juni-Hitzerekord um mehr als ein Grad Celsius +++
Mit 38 Grad in Basel verzeichnet die Schweiz die höchste jemals im Monat Juni gemessene Temperatur. Damit sei der bisherige Juni-Rekord von 36,9 Grad aus dem Jahr 1947 deutlich gebrochen, teilt der Schweizer Wetterdienst Meteoschweiz mit. Auch vor fast acht Jahrzehnten war die höchste Juni-Temperatur in der Stadt Basel nahe der Grenze zu Deutschland und Frankreich gemessen worden.
+++ 18:01 Hunderte Ferkel aus überhitztem Tiertransporter gerettet +++
Rund 580 Ferkel sind in einem überhitzten Tiertransporter ohne Wasser auf der Autobahn 8 transportiert worden. Die Schweine wurden nach Absprache mit dem Veterinäramt anschließend zu einer Notstation für Tiere gebracht, wie Feuerwehr und Polizei mitteilen. Die Polizeibeamten entdeckten die stark dehydrierten Ferkel demnach bei einer Kontrolle auf der Autobahn nahe Augsburg, sagt eine Sprecherin der Polizei. Der Wassertank für die Tränken im Transporter war laut Feuerwehr komplett leer. Der 46-jährige Lastwagenfahrer stellte den Angaben zufolge auf Anweisung der Polizei den Transporter an einem schattigen Platz ab. Die hinzugerufene Feuerwehr kühlte die Tiere mit Wassersprühnebel und füllte die Wassertränken auf. Keines der Tiere sei gestorben. Der Fahrer des Transporters hatte sich laut den Angaben der Polizeisprecherin verfahren und wollte die Ferkel eigentlich nach Nordrhein-Westfalen bringen. Gegen ihn und seinen Auftraggeber werde wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.
+++ 17:21 Wie der Körper in Sekundenschnelle runterkühlt +++
Bei großer Hitze suchen viele nach Erleichterung. Ein viraler Ratschlag, Kühlpacks an bestimmten Körperstellen zu platzieren, ist laut eines Arztes physikalisch wirklich sinnvoll. Vor allem eine Stelle am Oberkörper hat eine überraschende Doppelwirkung.
+++ 16:43 Leerer als normal - Aber: Harzer Talsperren können Trinkwasserversorgung sichern +++
Gute Nachrichten für Millionen Deutsche: Die Trinkwasserversorgung durch die Harzer Talsperren ist derzeit gesichert. Das teilt die Betreiberin, die Harzwasserwerke, mit. Zwar seien die Speicher zu rund zehn Prozent weniger gefüllt als es für diese Jahreszeit üblich ist. Mit 69 Prozent bewege sich der Füllstand aber in einem handhabbaren Rahmen. Allein an den Füllständen der Talsperren lasse sich die Versorgungssicherheit auch nicht ablesen, erklärt der technische Geschäftsführer der Harzwasserwerke, Hendrik Rösch. Einerseits seien die Talsperren untereinander teilweise mit Leitungen verbunden, sodass niedrige Füllmengen ausgeglichen werden könnten. Andererseits seien an das Netz der Harzwasserwerke auch Grundwasserwerke angeschlossen, die zusätzliches Trinkwasser zur Verfügung stellen. Vollständig angestaut werden die Reservoirs überdies nie, um einen Puffer für Starkregen- und Hochwasserereignisse zu haben.
+++ 15:55 Ferienauftakt in drei Bundesländern - Tipps für Fahrten in der Hitze +++
Mit Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland starten am Wochenende die ersten Bundesländer in die Sommerferien. Auf dem Weg in den Urlaub könnte es vor allem auf den Fernstraßen in Richtung Süden und an die deutschen Küsten auch wegen zahlreicher Baustellen manchmal eng werden. Einige Tipps für ein möglichst erträgliches Reisen:
Möglichst früh am Morgen starten
Verkehrsnachrichten und Stauprognosen vorab prüfen
Laut Autoklub ACE lohnt Abfahren von der Autobahn nur bei Vollsperrungen und Staus von mehr als zehn Kilometern Länge
Viel Trinken, aber nicht eisgekühlt - erhöhtes Schwitzen und Magenbeschwerden können andernfalls drohen
Zum Essen bieten sich Gemüsesnacks, Obst, Studentenfutter und Kekse an – vor der Fahrt sollte nicht zu schwer und nicht zu fett gegessen werden
Für Ablenkung der Kinder sorgen: An Spiele, Hörbücher andere Beschäftigungsmöglichkeiten denken – vor allem bei Langeweile in Staus
An Sonnenschutzblenden denken, vor allem wegen der Kinder
Klimaanlagen nicht zu kalt einstellen – Differenz zur Außentemperatur sollte maximal sechs Grad betragen – sonst drohen steifer Nacken, Erkältungen oder Kreislaufprobleme
Alle 90 bis 120 Minuten sollte eine Pause eingelegt werden – und die sollte mit Bewegung stattfinden - durch stundenlanges Sitzen steigt das Thromose-Risiko
+++ 15:14 21-Jähriger stirbt bei Badeunfall in Frankreich +++
Der französische Fußball trauert nach einem tödlichen Badeunfall um Nachwuchsspieler Kenzo Kies. Der 21-Jährige vom Zweitligisten EA Guingamp kam nahe seiner Geburtsstadt Lyon ums Leben. Kies sei am Montag mit Freunden in der Nähe bei Temperaturen um 40 Grad in der Rhône baden gewesen, berichten französische Medien. Das Baden sei an dieser Stelle gefährlich und eigentlich verboten. Drei Personen hätten von der Feuerwehr gerettet werden können, Kies habe sich dagegen bereits in kritischem Zustand befunden und sei später gestorben. Auch in Frankreich gibt es angesichts der großen Hitzewelle viele Badeunfälle mit Todesopfern.
+++ 14:35 Gedrosseltes AKW in der Schweiz droht Totalabschaltung +++
Wegen der Hitzewelle droht dem Atomkraftwerk Beznau in der Schweiz die vorübergehende Abschaltung. Das kann nach Angaben des Energieunternehmens Axpo am Freitag der Fall sein. Grund ist die hohe Temperatur des Flusses Aare. Ist der Fluss nach Einleitung des für die beiden Reaktoren benötigten Kühlwassers drei Tage lang wärmer als 25 Grad, müsse das AKW heruntergefahren werden, teilt Axpo mit. Dies geschehe mit Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt des Flusses. Die Leistung der etwa 55 Jahre alten Reaktoren war den Angaben zufolge schon am Dienstag um die Hälfte reduziert worden. Für deren Betrieb wird Wasser aus der Aare entnommen, das die Reaktoren kühlt und sich dabei um einige Grad erwärmt. Das Wasser wird dann in den Fluss zurückgeleitet und kann zu dessen Temperatursteigerung beitragen.
+++ 13:55 Totes Kleinkind in Auto bei Paris gefunden +++
Ein dreijähriger Junge ist inmitten der Hitzewelle in Frankreich eingesperrt im Auto gestorben. Rettungskräfte versuchten am Mittwochabend vergebens, das Kind in Saint-Gratien in der Nähe von Paris wiederzubeleben. Zuvor hatten die Eltern bereits versucht, ihr Kind noch zu retten, wie die Staatsanwaltschaft Pontoise mitteilt. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungsbehörde hatte die Mutter mit dem jüngeren Geschwisterkind des Jungen eine Siesta eingelegt. Der Vater arbeitete demnach im Gartenschuppen und hatte den Dreijährigen gebeten, sich ebenfalls schlafen zu legen. Von den Eltern unbemerkt sei das Kind dann in das draußen am Hauseingang stehende Auto der Familie gestiegen. Die Türen seien offen gewesen, doch wegen der Kindersicherung habe der Kleine sich im Inneren eingesperrt.
+++ 13:23 Erste Badeverbote in Hessen +++
Wegen der anhaltenden Hitze sind erste Badeseen in Hessen von Blaualgen betroffen. Das Baden im Darmstädter Innenstadtsee Großer Woog ist deshalb verboten. Bis auf Weiteres sei kein Zugang zum Wasser möglich, teilt die Stadt mit. Warnhinweise wegen Blaualgen gibt es nach Angaben des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zudem an drei Seen im Landkreis Offenbach. So ist im Schultheis-Weiher durch das grünlich gefärbte Wasser die Sichttiefe auf etwa einen Meter eingeschränkt. Am Badesee Klein-Krotzenburg und Mainflingen kann es zudem zum Aufkommen von Cyanobakterien kommen, erkennbar an den grünen Schlieren auf der Wasseroberfläche und starker Trübung. Cyanobakterien können Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Auch Haut- und Augenreizungen sind möglich, wenn Badegäste mit dem Wasser in Kontakt kommen.
+++ 12:52 Frankreich schaltet drei Atomreaktoren ab +++
Wegen der massiven Hitzewelle schaltet Frankreich drei Atomreaktoren ab. Betroffen sind die Atomkraftwerke Bugey nahe Lyon an der Rhône, Nogent-sur-Seine westlich von Paris und Golfech im Süden des Landes. Grund seien "Umweltbedingungen", teilt der Kraftwerkbetreiber EDF mit. Konkret geht es darum, die Temperatur der durch die Hitzewelle bereits aufgewärmten Flüsse durch das Kühlwasser der Reaktoren nicht noch weiter zu erhöhen. Wegen der Hitzewelle drosselt EDF zudem die Produktion von zwei weiteren Reaktoren.
+++ 12:28 Badeunfall im Rhein-Herne-Kanal: Auch älterer Bruder ist tot +++
Nach dem Tod eines 14-Jährigen infolge eines Badeunfalls im Rhein-Herne-Kanal ist auch dessen 19-jähriger Bruder gestorben. Wie die Polizei in Gelsenkirchen mitteilt, erlag er seinen Verletzungen. Die beiden Gladbecker waren am Sonntagabend in dem Kanal bei Gelsenkirchen untergegangen. Nach Polizeiangaben bargen Taucher der Feuerwehr sie aus dem Wasser, anschließend kamen beide mit schwersten Verletzungen zur Behandlung in Krankenhäuser. Der 14-Jährige starb dort in der Nacht zum Dienstag, der 19-Jährige nun am Mittwochabend.
+++ 12:02 Mehr als 200 Hitzetote in Spanien +++
Wegen der Rekordhitze in großen Teilen Europas sind in Spanien in den vergangenen Tagen nach Behördenangaben mehr als 200 Menschen gestorben. Mindestens 212 Todesfälle zwischen Sonntag und Mittwoch könnten den extremen Temperaturen zugeordnet werden, erklärt das Gesundheitsinstitut Carlos III. Die Schätzung basiert auf einer Datenbank, mit der die aktuellen täglichen Sterbefälle mit statistischen Daten aus der Vergangenheit abgeglichen werden. Insgesamt gab es in Spanien demnach zwischen Mitte Mai und Ende September vergangenen Jahres 3832 Hitze-Tote.
+++ 11:23 Rekord für wärmste Nacht in Deutschland eingestellt +++
Die vergangene Nacht zieht nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes mit der wärmsten Nacht in Deutschland seit Beginn der Messungen gleich. Im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern fiel die Temperatur nicht unter 26,2 Grad. Bisheriger Rekordhalter war der Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz, wo die Temperatur am 25. Juli 2019 ebenfalls nicht unter 26,2 Grad gesunken war.
+++ 11:13 Hamburg warnt vor Baden in der Elbe und Waldbrandgefahr +++
Angesichts der hohen Temperaturen warnt Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank vor der Waldbrandgefahr und ruft zum bewussten Umgang mit Wasser auf. "Bitte nehmen Sie die Waldbrandgefahr ernst, gehen Sie verantwortungsvoll mit unseren Gewässern um und baden Sie nicht in der Elbe", sagt die Grünen-Politikerin. Letzteres sei "schlicht und einfach lebensgefährlich". Die Umweltbehörde fügt hinzu: "Die unberechenbaren Unterströmungen, die durch den Schiffsverkehr zusätzlich verstärkt werden, werden regelmäßig unterschätzt und bedeuten akute Lebensgefahr selbst für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer." Aufgrund der erhöhten Waldbrandgefahr sei in den Wäldern das Grillen, offenes Feuer sowie das Rauchen verboten - auch auf Waldspielplätzen.
+++ 10:20 Sport bei Hitze: Diese Tipps helfen +++
Ob Laufen, Tennis oder Reiten: Temperaturen um die 40 Grad fordern am Wochenende Sportler und Tiere heraus und sorgen für Stress bei Veranstaltern. Grundsätzlich steht sportlichen Aktivitäten im Hochsommer nichts im Wege, meint Hausarzt Martin Schmitt aus Oftersheim. Sport im Freien sollte jedoch möglichst in den frühen Morgenstunden stattfinden, etwa zwischen 6.00 und 9.00 Uhr. Später empfiehlt sich Sport eher in klimatisierten Innenräumen. Ausdauersportarten sollten nicht mit Maximalbelastung ausgeübt werden. Mineralreiches Wasser kann sinnvoll sein, da der Körper über den Schweiß Mineralstoffe verliert. Zudem sollte auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr geachtet werden. Wer sich unwohl fühlt, sollte die Belastung reduzieren oder ganz auf das Training verzichten.
+++ 09:38 Dresden verhängt Wasserentnahmeverbot +++
Wegen Hitze, Trockenheit und Niedrigwasser in den Bächen und Flüssen verhängt die Landeshauptstadt Dresden ein Wasserentnahmeverbot. Die Untere Wasserbehörde hat das Verbot einer Mitteilung der Stadt zufolge vom gestrigen Mittwoch an verhängt. Bis Ende Oktober dürfen Eigentümer und Anlieger nach derzeitigem Stand deshalb kein Wasser aus den "oberirdischen Gewässern" der Stadt entnehmen. Das Verbot gelte gleichermaßen für große Gewässer wie die Weißeritz und die Prießnitz als auch für kleinere Bachläufe. Untersagt ist auch das "Schöpfen mit Handgefäßen". Die "extrem niedrigen Wasserstände werden nach den derzeitigen Wetterprognosen auch in den kommenden Wochen nicht durch Niederschläge ausgeglichen werden können", heißt es weiter.
+++ 08:46 Mit Alufolien-Trick kühlt die Wohnung in Sekunden ab +++
Sobald auch die Nächte tropisch werden, bleibt die Hitze in der Wohnung. Damit sie erst gar nicht hereinkommt, kann Alufolie helfen. Aber nur, wenn sie richtig angebracht wird. Denn sonst droht Glasbruch.
+++ 08:24 Seit Montag: Hitze erschwert Löscharbeiten bei Brand in Bremer Altstadt +++
Ein Dachstuhlbrand in der Bremer Innenstadt beschäftigt die Feuerwehr seit Montag. Auch am Morgen sind die Löscharbeiten noch nicht abgeschlossen, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilt. Das Feuer war am Montagmittag in einem Geschäftsgebäude in der Bremer Altstadt ausgebrochen. Die Einsatzkräfte brachten den Brand zunächst unter Kontrolle, doch am Nachmittag flammte er erneut auf. Um das Feuer endgültig zu löschen, musste der Dachstuhl teilweise abgebaut werden. Seit Montagnacht dauern die Arbeiten an. Die hohen Temperaturen erschweren den Einsatz erheblich.
+++ 07:39 Franzosen setzen bei Hitze auf feuchte Haut +++
In Frankreich setzen die Menschen bei Hitze auf etwas, das vielen in Deutschland wohl nicht sofort in den Sinn kommen würde: feuchte Haut. In Apotheken gibt es bei hohen Temperaturen zuhauf Sprühflaschen zu kaufen. Auch die Krankenkasse empfiehlt, mindestens Gesicht und Unterarme mehrmals am Tag zu befeuchten. Sobald man das Haus verlässt, soll man neben der Wasserflasche möglichst einen kleinen Wasserzerstäuber dabeihaben. Die kleinen Flaschen sind auf der Straße und auch drinnen häufig gesehen. Ein paar Spritzer ins Gesicht, in den Nacken oder auf Arme und Beine sollen helfen, abzukühlen.
+++ 07:14 Nachfrage nach Gartenprodukten und Ventilatoren steigt +++
Die Hitzewelle bringt die Menschen in Deutschland zum Schwitzen – und steigert das Bedürfnis nach einer Abkühlung. Gefragt sind laut Obi, Bauhaus und dem Branchenverband BHB vor allem mobile Klimageräte, Ventilatoren und Kinderplanschbecken. Bei einzelnen Produktgruppen könne es aufgrund der hohen Nachfrage vorübergehend zu eingeschränkten Beständen kommen, sagt ein Sprecher von Bauhaus. Ventilatoren würden meist zeitversetzt stärker gekauft, wenn mobile Klimageräte knapp werden. Obi verzeichnet auch wachsendes Interesse an Gartenprodukten. Die Elektronikfachmarktkette MediaMarktSaturn meldet ebenfalls eine starke Nachfrage nach Ventilatoren und Klimageräten. Großer Beliebtheit erfreuen sich außerdem Eismaschinen.
+++ 06:36 Bahn bietet kostenlose Stornierung für Hitze-Tage an +++
Wer angesichts der erwarteten Hitze in der zweiten Wochenhälfte eine geplante Bahnreise nicht antreten will, kann diese nun kostenfrei stornieren. Die Deutsche Bahn bietet erstmals eine sogenannte Hitze-Sonderkulanz an, wie der bundeseigene Konzern mitteilt. "Wer seine Reise bei dieser Extrem-Wetterlage nicht antreten möchte, bekommt sein Geld zurück." Die Möglichkeit gilt demnach für Tickets für eine Fernverkehrsreise bis einschließlich 30. Juni, die bis zum 23. Juni gekauft wurden. Das umfasse auch Spar- und Supersparpreis-Tickets. Fahrgäste mit digitaler Fahrkarte können diese den Angaben der Bahn zufolge online stornieren. Wer mit analogem Ticket unterwegs ist, kann sich an eine DB-Verkaufsstelle vor Ort wenden.
+++ 06:00 In Spanien und Portugal brauen sich Gewitter zusammen +++
Laut den ntv-Meteorologen werden heute in Paris 40 bis 41 Grad erwartet, in London bis zu 37 Grad. Im Norden Portugals und im Nordwesten Spaniens brauen Gewitter zusammen. Unwetter sind auch im Westen Frankreichs sowie auf den Britischen Inseln möglich. In Deutschland scheint heute meistens die Sonne, der Wind weht schwach bis mäßig aus Nordost bis Nord. Auf den Nordseeinseln werden etwa 22 Grad erreicht, sonst liegen die Höchstwerte zwischen 28 und 40 Grad.
+++ 04:47 Fällt morgen der deutsche Juni-Rekord? +++
Die seit Tagen anhaltende Hitzewelle steuert auf Rekordtemperaturen zu und wirbelt das Leben in Deutschland durcheinander. Zwar wird der Juni-Rekord am heutigen Donnerstag mit "hoher Wahrscheinlichkeit" noch nicht geknackt werden, wie Jens Winninghoff vom Deutschen Wetter-Dienst (DWD) sagt. Allerdings dürfte es nach seinen Worten am Tag darauf wohl so weit sein. Die bisher höchste gemessene Temperatur an einem Juni-Tag liegt bei 39,6 Grad und wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) registriert. Ganz so weit soll das Thermometer heute noch nicht steigen, der DWD erwartet Höchstwerte nur knapp über 39 Grad, vor allem im Westen und Südwesten. Im Norden steigen die Temperaturen demnach auf 27 bis 33 Grad, sonst auf 34 bis 37 Grad. Auf einigen Nordseeinseln wird es laut DWD mit 22 Grad deutlich angenehmer.
+++ 04:09 "Nächstenliebe" in der Hitze: Evangelische Kirche bietet Schutz in kühlen Räumen +++
Eine ganz besondere Form der Nächstenliebe bietet in der derzeitigen Hitzewelle in Deutschland die evangelische Kirche an: Die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, lädt die Bundesbürger ein, Schutz in kühlen Kirchenräumen zu suchen. "Nächstenliebe zeigt sich auch darin, Menschen vor den Folgen extremer Hitze zu schützen", sagt sie der "Rheinischen Post". Im Rahmen der Aktion "Kühle Kirchen" hätten viele Gemeinden ihre Türen geöffnet, sagt Fehrs. "Sie bieten Menschen einen Ort zum Ausruhen, Durchatmen und Schutz vor der Hitze." Christliche Verantwortung zeige sich darin, "Menschen beizustehen, die auf Hilfe angewiesen sind".
+++ 02:39 Auf Hitzewelle in Frankreich folgen Unwetter +++
Die Hitzewelle in Frankreich hat sich am Mittwoch abermals verschärft. Der Wetterdienst Météo France erließ für 72 Departements und damit den größten Teil des Landes ab mittags die höchste Warnstufe Rot. Erwartet werden flächendeckend Höchsttemperaturen zwischen 34 und 39 Grad und in einigen Regionen Temperaturen bis 41 Grad. Schon die Nacht war für die Menschen in Frankreich wieder extrem belastend. Vielfach sanken die Temperaturen nur auf 23 bis 26 Grad ab. Schon ab dem heutigen Donnerstag werden allerdings örtlich Unwetter und Regen erwartet. Ab Freitag wird mit einem Rückgang der Temperaturen gerechnet.
+++ 00:27 Europäischer Gewerkschaftsbund fordert "Abkühlpausen" für Arbeitnehmer +++
Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) hat angesichts der Hitzewelle in Westeuropa nach Vorbild der Trinkpausen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Amerika "Abkühlpausen" für europäische Arbeitnehmer gefordert. Es handle sich um "ein gutes Beispiel dafür, wie die Arbeit an den Klimawandel angepasst werden kann", erklärt EGB-Generalsekretärin Esther Lynch. Allerdings bräuchten Bauarbeiter, Obstpflücker oder Busfahrer "deutlich länger als drei Minuten, um sich zu erholen", fügt sie hinzu. "Die während der Weltmeisterschaft eingesetzten Abkühlpausen haben das Augenmerk auf die Gefahr gelenkt, die von extremer Hitze für Beschäftigte ausgeht", betont Lynch.
+++ 23:26 Ärzte für Nachbarschaftshilfe: Gezielt nach Alleinstehenden schauen +++
Mit Blick auf anhaltend hohe Temperaturen haben die Ärzteschaft und Gesundheitsverbände die Bevölkerung zum gegenseitigen Schutz aufgerufen. Die aktuelle Lage sei riskant, teilen die Bundesärztekammer und die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit mit. Die Verbände appellieren, gezielt nach Alleinstehenden zu schauen. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, chronisch Kranke, Pflegebedürftige, Schwangere, kleine Kinder und im Freien arbeitende Menschen. Zudem rufen die Organisationen dazu auf, sich selbst und andere vor Hitze und UV-Strahlung zu schützen. Viele seien sich der Gefährdung nicht bewusst. Wer selbst chronisch krank, alt oder pflegebedürftig ist, solle auf Anzeichen von Austrocknung achten. Dazu zählen Schwindel, Verwirrtheit und Schwäche.
+++ 22:11 WHO: Seit 2000 immer weniger Kältetote - Zahl der Hitzeopfer steigt +++
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der aktuellen Hitzewelle vor der tödlichen Gefahr von hohen Temperaturen. "Extreme Hitze zählt zu den schwerwiegendsten und am schnellsten wachsenden Gesundheits- und Sicherheitsbedrohungen, die durch den Klimawandel entstehen", sagt Tedros Adhanom Ghebreyesus. Rund eine halbe Million Menschen würden jährlich weltweit an Hitzefolgen sterben, doch viele dieser Todesfälle seien vermeidbar, so Tedros. Der Fokus der Schutzmaßnahmen sollte aus Sicht der WHO besonders auf Risikogruppen liegen. Dazu gehören nicht nur Alte, Kranke, Schwangere und Kinder, sondern auch Arbeiter und sozial benachteiligte Menschen. Laut einer wissenschaftlichen Studie zu globalen Temperaturen und Todesfällen zwischen 2000 und 2019 gab es in dem Zeitraum zwar weitaus mehr Kälte- als Hitzetote. Doch die Forscher fanden auch heraus, dass die kältebedingte Todesrate in diesem Zeitraum abnahm, während die hitzebedingte Todesrate anstieg.
+++ 21:22 Frankreich knackt Hitzerekord - schon wieder +++
Am zweiten Tag in Folge ist in Frankreich der Rekord für den heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen gebrochen worden. Basierend auf den Angaben von 30 Messstationen liegt der Durchschnittswert aus Tag- und Nachttemperaturen an diesem Mittwoch nach vorläufigen Angaben des Wetterdienstes Météo-France um 17 Uhr bei 30 Grad. Erst am Vortag war mit 29,9 Grad ein Rekord bei den seit 1947 erhobenen Temperaturaufzeichnungen aufgestellt worden. In der Hauptstadt Paris kletterte das Thermometer auf 40,3 Grad. Das war erst das vierte Mal in 150 Jahren, dass dort 40 Grad überschritten wurden, und das erste Mal in diesem Jahr. Die landesweit höchste Temperatur gab es mit jeweils 43,8 Grad in den Gemeinden Pallau und Pissos im Westen den Landes.
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