Panorama

Deutschland schwitzt - Liveticker+++ 02:26 Badetote im ganzen Land +++

23.06.2026, 20:29 Uhr

Viele Menschen suchen die ersehnte Abkühlung in Bädern, Seen, Flüssen und Küstengewässern. In Einzelfällen hatte dies fatale Folgen: Am Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen kam zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ein Jugendlicher bei einem Badeunfall ums Leben - der 14-Jährige starb knapp zwei Tage nach einem Badeunfall im Krankenhaus. In Hessen wurden zudem drei im Rhein bei Biblis vermisste Männer tot geborgen. Ein anderer Mann starb nach dem Schwimmen in der Regattastrecke Oberschleißheim bei München im Krankenhaus, in Heddesheim in Baden-Württemberg wurde zudem ein vermisster Schwimmer tot aus einem Badesee gezogen

+++ 01:49 Alarmstufe Rot auch in Spanien +++

Die spanische Wetterbehörde Aemet ruft die höchste Alarmstufe Rot für Gebiete rund um das südspanische Córdoba sowie im Norden des Landes für Bilbao und Teile der Region Kantabrien aus. Für weite Teile von Zentral- und Nordspanien gilt die zweithöchste Alarmstufe Orange, für fast den gesamten Rest des Landes die Hitze-Warnstufe gelb.

Am Montag registrierten 101 der 828 Aemet-Wetterstationen im Land Temperaturen von mindestens 40 Grad. Bei etwa 30 Messstationen sanken die Temperaturen in der Nacht zum Dienstag nicht unter 25 Grad. An der Küste von Almeira in der südlichen Region Andalusien lagen die Temperaturen die dritte Nacht in Folge auch nach Sonnenuntergang bei über 30 Grad.

+++ 23:56 Hoher Wasserverbrauch in Kiel +++

Anderswo in Deutschland trieb die Hitze den Trinkwasserverbrauch auf ein Sechsjahreshoch: In Kiel wurde mit 62,88 Millionen Litern der diesjährige Tageshöchstwert erreicht, wie die dortigen Stadtwerke mitteilten. Das war zugleich der höchste Wert seit August 2020. Genug Wasser sei vorhanden - dennoch appelliere man, stets bewusst mit Trinkwasser umzugehen, hieß es von den Stadtwerken. 

+++ 22:19 Wassertemperaturen im Rhein könnten auf bis zu 27 Grad steigen +++

Weil sich Rhein und Mosel stellenweise auf über 25 Grad Celsius erwärmt haben, hat das Land Rheinland-Pfalz die erste Warnstufe ausgerufen. Die Temperatur im Rhein wird sich voraussichtlich noch weiter auf 27 Grad Celsius erhöhen, wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium in Mainz mitteilte. Dem Ministerium zufolge kann durch höhere Temperaturen der Sauerstoffgehalt in den Flüssen sinken. Das könne das ökologische Gleichgewicht empfindlich stören. An mehreren Stellen in Rhein und Mosel wurde am Montag ein Tagesmittelwert von 25 Grad Celsius erreicht. Deswegen trat nun die erste Warnstufe in Kraft. Bei der ersten Warnstufe werden alle wärmeeinleitenden Betriebe dazu aufgefordert, die Wärmeeinleitung in die Gewässer möglichst zu reduzieren. Es sei davon auszugehen, dass die Tagesmitteltemperaturen durch die anhaltende Hitze in den kommenden Tagen weiter steigen, so das Landesministerium. Betroffen davon sei der Rhein in Mainz. Dort könnten 27 Grad im Tagesmittel erreicht werden.

+++ 21:38 Deutschland steuert auf Hitzerekord zu +++

Bei Temperaturen bis zu 40 oder womöglich gar 41 Grad könnte am Freitag der bisherige deutsche Hitzerekord für den Monat Juni gebrochen werden. Vor allem im Westen und Südwesten der Republik könne diese Marke geknackt werden, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Der bisherige Rekord für den Monat Juni wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg in Sachsen-Anhalt mit 39,6 Grad gemessen. Der insgesamt höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen wurde nur knapp vier Wochen später, am 25. Juli 2019, mit 41,2 Grad in Tönisvorst und Duisburg-Baerl gemessen.

+++ 20:46 Frankreich sorgt sich um seine Touristen +++

Auch Frankreichs Touristen-Hotspots zollen der Hitzewelle Tribut: In Paris schließen Eiffelturm und der Louvre vorzeitig für Besucher. Bereits ab mittags wurden keine Besucher mehr in den Eiffelturm gelassen, der um 16 Uhr zumachte. Wie es die kommenden Tage sein wird, ist noch unklar. Der weltberühmte Louvre schließt bis Samstag bereits um 16 statt um 18 Uhr. Gerade gegen Ende des Tages staue sich die Hitze in manchen Bereichen, teilte das Museum mit. Der Mont-Saint-Michel in der Normandie riet Touristen unterdessen wegen der hohen Hitze, ihren Besuch aufzuschieben, wie der Sender France Info berichtet. In den engen Gassen auf der Felseninsel sorgten Temperaturen von bis zu 37 Grad für erschwerte Bedingungen für Besucher. Vor Ort wurden zusätzliche Kräfte des Roten Kreuzes und des Zivilschutzes eingesetzt.

+++ 20:15 Hitze in Deutschland nimmt Fahrt auf +++

Schon der Mittwoch wird heiß, stellenweise sehr heiß. Die Temperaturen erreichen 30 bis 35 Grad Celsius, wie die ntv-Meteorologen voraussagen. "Im Westen und Südwesten sind sogar rekordverdächtig heiße 36 bis 39 Grad drin." Besser aushalten lässt es sich an der Küste bei bei Werten um 25 Grad. Und die Temperaturen werden weiter steigen: Bis Samstag sind sogar bis 41 Grad möglich. Dazu scheint weiterhin verbreitet viel die Sonne und es bleibt überwiegen trocken. Erst zum Montag wird dann die ganz große Hitze nach Osten abgedrängt.

+++ 19:21 Heißester Tag in Frankreich seit Beginn der Messungen 1947 +++

Frankreich hat den nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes Météo France heißesten Tag seit Beginn der Messungen 1947 erlebt. Die Durchschnittstemperatur für das französische Festland kletterte heute nach vorläufigen Werten von 17.00 Uhr auf 29,8 Grad, teilte Météo France mit. Damit wurde der bisherige Rekord vom 25. Juli 2019 und 5. August 2003 gebrochen, als jeweils eine Durchschnittstemperatur von 29,4 Grad erreicht wurde. Die nationale Durchschnittstemperatur wird anhand des nationalen Temperaturindikators (ITN) gemessen, den Tagesdurchschnitt der Tages- und Nachttemperaturen von 30 Referenzwetterstationen im französischen Festland

+++ 19:00 Zweite Hitzewelle in wenigen Wochen +++

Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa in nur knapp einem Monat - und sie hat Teile Westeuropas fest im Griff: In Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien gab es am Dienstag Hitze-Warnungen und -Rekorde; in zahlreichen Regionen galt die höchste Warnstufe, die mit extremen und potenziell gesundheitsschädlichen Temperaturen verbunden ist.