Panorama

Im sicheren Hafen "AIDAbella" ohne Delle

Das Kreuzfahrtschiff "AIDAbella" hat die Überführung durch die schmale Ems gemeistert und ist in den Emder Hafen eingelaufen. Kurz vor 6.00 Uhr öffneten sich in der Morgendämmerung die Tore der Hafenschleuse und der knapp 252 Meter lange Neubau der Meyer Werft in Papenburg fuhr langsam ins Hafenbecken.

"Alles ist wirklich gut gelaufen", sagte Werftsprecher Peter Hackmann. Etwa elf Stunden zuvor war das rund 320 Millionen Euro teure Schiff der Rostocker AIDA-Reederei vor den Augen tausender Schaulustiger in der Werft zur Überführung gestartet.

Keine Delle und keine Schramme, das Schiff sei sicher in den Emder Hafen gesteuert worden, sagte Hackmann. "Es ist alles routiniert gelaufen, das kann man aber nicht mit links machen." Es erfordere hohe Konzentration, das Schiff bei teils sehr wenig Spielraum durch die Nadelöhre der Ems zu fahren.

Ursprünglich war die Emsdurchfahrt für das Wochenende vorgesehen, wurde jedoch wegen angekündigter stürmischer Winde vorverlegt. Emden feierte trotzdem die Ankunft des Schiffes. An beiden Seiten der Einfahrt zur Hafenschleuse brannten rund 900 Fackeln, Sambatrommler hießen das Schiff willkommen. Allerdings zog das Spektakel in der Dunkelheit der Morgenstunden kaum Schaulustige an.

Die "AIDAbella" wird nun noch bis Mitte April zur Endausrüstung in Emden bleiben und dann nach Besuchen in Hamburg, Kiel und Rostock schließlich am 23. April in Rostock-Warnemünde von Fotomodel Eva Padberg getauft. "Am 24. April beginnt die siebentägige Jungfernfahrt nach Bergen, Oslo, Göteborg und Kopenhagen", heißt es in einer Mitteilung.

Der Luxusliner ist das zweite von insgesamt sechs Schiffen, die die Papenburger Schiffsschmiede für die Rostocker Reederei baut. AIDA Cruises will ihre Flotte bis 2012 auf neun Schiffe ausbauen und dann Reisen ins Mittelmeer, rund um die Kanaren, in die Nord- und Ostsee, die Karibik, den Arabischen Golf sowie nach Nordamerika und Asien anbieten.

In den Auftragsbüchern der Meyer Werft stehen noch elf weitere schwimmende Hotels für den Tourismus auf den Weltmeeren, darunter auch zwei Kreuzfahrtschiffe für den US-Unterhaltungskonzern Disney. Die Schiffbauer sind mit ihren Aufträgen bis 2012 ausgelastet.

Quelle: ntv.de