Panorama

Güterzug zerstört Stellwerk Arbeiter wird noch vermisst

Ein mit Schotter beladener Zug fährt auf einen leeren Güterzug auf und zerstört dabei ein Stellwerk im brandenburgischen Senftenberg. Die Lokführer erleiden schwere Verletzungen, der Stellwerker wird noch vermisst. Rettungskräfte suchen den Verschütteten.

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Mit Rettungshunden wird nach dem vermissten Stellwerker gesucht.

(Foto: dapd)

Nach dem Güterzugunfall im brandenburgischen Senftenberg hoffen die Rettungskräfte auf ein Lebenszeichen des verschütteten Stellwerkers. Als am Donnerstagabend tonnenschwere Waggons in das Stellwerksgebäude geschleudert wurden, sei der Mann in dem kleinen Haus am Rande der Schienen gewesen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Berlin. Mitarbeiter der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks suchten unter anderem mit Fährtenhunden nach dem Verschütteten. "Es ist eine mühselige Arbeit zwischen all dem Schutt nach dem Mann zu suchen."

Zu dem Unglück kam es an einem Haltesignal am Bahnhof Hosena im Kreis Oberspreewald-Lausitz. Ein mit Schotter beladener Güterzug fuhr auf einen stehenden, unbeladenen Zug. Durch den Aufprall entgleiste der fahrende Zug und drei seiner Waggons schoben sich in das Stellwerkshaus. Der Lokführer des hinteren Zuges sprang noch vor dem Zusammenprall ins Freie. Er wurde mit schweren Verletzungen an den Beinen in ein Krankenhaus gebracht. Auch der Lokführer des zweiten Zugs verletzte sich schwer.

Am späten Abend war das unter Strom stehende Areal von der Feuerwehr geerdet worden. Rund um den Unfallort sperrte die Polizei das Gelände ab. Noch gebe es keine Erkenntnisse, wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte, sagte der Polizeisprecher. Die Bahnstrecke wurde komplett gesperrt.

Quelle: n-tv.de, dpa