Panorama

Polizei warnt SpaziergängerAusgebüxter Stier weiter flüchtig

28.12.2011, 16:04 Uhr

Zuchtbulle Felix aus der Nordpfalz ist immer noch nicht eingefangen. Solange es nicht schneit, fühlt er sich vermutlich in Freiheit wohler als im Gatter. Das macht das Einfangen nicht eben leichter.

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In Rheinland-Pfalz ist seit mehreren Tagen der Zuchtbulle Felix auf der Flucht. Der Stier war kurz vor Heiligabend von seinem Hof in Lauterecken (Landkreis Kusel) ausgebüxt. (Foto: dpa)

Der ausgebüxte Zuchtbulle Felix aus der Pfalz kann nach Einschätzung eines Tierarztes bei den derzeit milden Temperaturen problemlos im Freien überleben. "Er wird wohl genug zu fressen finden und auch Wasser", sagte Francis Eder von der Tierklinik Schneichel in Mayen. Solange kein Schnee liege, könne ein ausgewachsenes Rind gut eine Weile ohne Stall und gefüllten Futtertrog auskommen. Allerdings: "Yvonne hat sich eine bessere Zeit ausgesucht, um auszubüxen", sagte Eder.

Stier Felix war kurz vor Heiligabend auf seinem Hof in Lauterecken (Rheinland-Pfalz) durch ein Gatter gebrochen. Die Besitzer suchen ihn seitdem in angrenzenden Wäldern. Im Sommer war Yvonne, die "Kuh, die ein Reh sein wollte", in Bayern in den Wald entlaufen. Sie wurde erst nach mehreren Wochen eingefangen.

Geplant sei, Felix mit Hilfe eines Betäubungsgewehrs einzufangen, sagte eine Polizeisprecherin in Lauterecken. Polizei und Tierhalter haben Spaziergänger oder Waldarbeiter vor dem Bullen gewarnt. Er sei zeitweise sehr aggressiv. Zuletzt war der Stier am Freitagabend gesehen worden. "Wenn ein Rind ausbüxt, ist das immer eine schwierige Situation", betonte Eder. Er habe das schon häufiger miterlebt. "Bullen sind grundsätzlich mit Vorsicht zu betrachten."

Quelle: dpa