Panorama

Nationalpark Unteres OdertalAuswirkungen der Eiszeit erleben

11.12.2009, 12:26 Uhr

Besucher können auf vier Rundwanderwegen die Spuren der Gletscher und die Entstehung der Landschaft im Nationalpark nachvollziehen.

Die Auswirkungen der Eiszeit sind jetzt auch im Nationalpark Unteres Odertal für Besucher erlebbar. Sie können auf vier Rundwanderwegen unterschiedlicher Länge die Spuren der Gletscher und die Entstehung der Landschaft im Nationalpark nachvollziehen, sagte Parkleiter Dirk Treichel in Criewen (Uckermark). Das sei zu Fuß oder mit dem Rad ganzjährig möglich. Eine Informationstafel zeige eine Übersichtskarte des Geoparkgebietes und stelle deren wichtigste touristische Attraktionen vor. Eine Broschüre erkläre die Geologie des Nationalparks und der gesamten, in der sogenannten Weichseleiszeit entstandenen Region.

Biosphaerenreservat-Schorfheide-Chorin
Eiszeitlich geprägt: charakteristische Landschaft im brandenburgischen Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. (Foto: picture-alliance / dpa)

Der Nationalpark und der Förderverein des Geoparks "Eiszeitland am Oderrand" wollen den Touristen die ökologischen Zusammenhänge näher bringen und Wissenswertes über die eiszeitliche Entstehung der Region vermitteln. Damit werde der Ausbau des naturverträglichen Tourismus, der mit der Novellierung des Nationalparkgesetzes festgeschrieben wurde, weiter umgesetzt, sagte Treichel. "Wer die Touren absolviert hat, wird die Zusammenhänge zwischen der Landschaftsentstehung, verschiedener Lebensräume und der Tier- und Pflanzenwelt mit ganz anderen Augen sehen."

Der Geopark hat seinen Ausgangspunkt nördlich von Bernau (Barnim) und erstreckt sich über den gesamten Nordosten Brandenburgs. In der Region ist sichtbar, wie sich das Eis voranschob und die Landschaft formte. Es entstanden Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal.

Quelle: dpa