Panorama

Jetzt auch multimedialBach-Archiv wird wiedereröffnet

15.03.2010, 12:33 Uhr

Viel geräumiger und jetzt auch multimedial präsentiert sich das Bach-Archiv in Leipzig den Liebhabern des Barock-Komponisten. 50.000 Gäste werden jährlich erwartet.

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Das Archiv beherbergt zum Beispiel die Abschrift einer Orchestersuite und eine eigenhändige Eintragung von Bach in ein Quittungsbuch. (Foto: picture-alliance / dpa)

Nach knapp zweijähriger Sanierung wird in Leipzig am Wochenende das Bach-Archiv wiedereröffnet. Das historische Bosehaus gegenüber der Thomaskirche ist damit wieder die Heimstatt von Archiv, Bibliothek und Museum zu dem berühmten Barock-Komponisten und Thomaskantor Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) - allerdings viel geräumiger und nun auch multimedial. Mit einem Tag der offenen Tür wird das Ereignis am 20. und 21. März gefeiert. Bundespräsident Horst Köhler hat sich zum Festakt angesagt.

In dem Haus seines Freundes und Förderers Georg Heinrich Bose ging Bach ein und aus. Seit 1985 ist hier das Bach-Archiv mit dem Museum und der Bibliothek eingerichtet. Das Archiv gilt als weltweit führend bei der Erforschung des Werkes von Bach und seiner Musikerfamilie. Die Bibliothek bewahrt Musikliteratur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. In Themenräumen wird das Leben und Wirken Bachs beleuchtet. Es gibt Hörstationen und Klanginstallationen.

Die Gesamtkosten liegen bei sieben Millionen Euro. Davon flossen 5,6 Millionen direkt in die Sanierung des Gebäudes und 1,4 Millionen in das Museum und die Bibliothek, sagte Geschäftsführer Detloff Schwerdtfeger der dpa. Die Finanzierung übernahmen Bund, Land und Stadt. Außerdem wurden Spenden eingeworben. Bisher kamen jährlich etwa 30.000 Besucher ins Bosehaus. Nun werden bis zu 50.000 Gäste erwartet.

Quelle: dpa