Panorama

Fünf Projekte in Patagonien Chilenen sind gegen Staudämme

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Laut einer Umfrage vom April lehnen 61 Prozent der Chilenen die Staudämme in Patagonien ab.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Rund 30.000 Menschen sind in Santiago de Chile gegen den umstrittenen Bau von fünf Staudämmen in Patagonien auf die Straße gegangen. Die von chilenischen Umweltschützern organisierte Demonstration am Freitagabend führte durch die Hauptstadt bis vor dem Präsidentenpalast. Am Rande des Protestmarsches kam es zu Zusammenstößen zwischen jungen Demonstranten und der Polizei, die Tränengas und Wasserwerfer einsetzte. Auch in mehreren anderen Städten des Landes demonstrierten laut Medienberichten tausende Menschen.

Das Projekt sieht den Bau von fünf Staudämmen an den Flüssen Baker und Pascua im chilenischen Teil Patagoniens, einem der weltweit größten Naturschutzgebiete, vor. Die Wasserwerke sollen 2750 Megawatt Strom produzieren. Umweltschützer laufen Sturm gegen die Pläne. Sie verweisen unter anderem darauf, dass eine 5900 Hektar große Fläche geflutet werden müsste und so eine einzigartige Landschaft zerstört würde.

Die sich an der Südspitze des amerikanischen Kontinents erstreckende Region Patagonien, die sowohl zu Chile als auch zu Argentinien gehört, ist mit ihren Wäldern, Steppen, Seen und Gletschern eine von Naturliebhabern aus aller Welt geschätzte Region. Laut einer Umfrage vom April lehnen 61 Prozent der Chilenen die Staudämme ab.

Quelle: ntv.de, AFP

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