"Mickrige Fellatio"Dati sorgt für Heiterkeit
Frankreichs glamouröse Ex-Justizministerin Dati leistet sich in einem Interview einen peinlichen Versprecher. Die Europa-Abgeordnete lässt sich über ausländische Investmentfonds aus und kommt auch auf die Inflation zu sprechen. Glaubt sie zumindest.
Ein Interview-Mitschnitt von Frankreichs Ex-Ministerin Rachida Dati sorgt mit einem peinlichen Versprecher derzeit für Heiterkeit im ganzen Land. Die ehemalige Justizministerin hat in einem Interview Inflation mit Oralsex verwechselt.
Die Europaabgeordnete ließ sich über ausländische Investmentfonds aus und bemerkte dann: "Wenn ich sehe, dass manche von ihnen eine Rentabilität von 20 bis 25 Prozent fordern, und das bei einer mickrigen Fellatio..." Dati fiel ihr Versprecher zunächst nicht auf. Auch die Journalistin, die sie für den Sender Canal+ interviewte, zeigte keine Regung. Im Französischen klingen "fellation" für Oralsex und "inflation" ähnlich.
Das Video verbreitete sich anschließend schnell im Internet. Zahlreiche französische Medien veröffentlichen einen entsprechenden Link. Dati reagierte ebenfalls per Internet und erklärte auf ihrem Facebook-Profil, dass es jedem passieren könne, zu schnell zu sprechen. Es sei enttäuschend, dass dies alles sei, was von ihrer politischen Botschaft übrig bleibe.
Dati war einer der Stars im französischen Kabinett gewesen, als der neu gewählte Staatschef Nicolas Sarkozy im Sommer 2007 sein Regierungsteam vorstellte. Die Tochter einer nordafrikanischen Einwandererfamilie machte aber schnell durch ihren autoritären Führungsstil und ihren Hang zum Luxus von sich reden und fiel bei Sarkozy in Ungnade. Seit Sommer 2009 ist sie einfache Abgeordnete im Europaparlament.