Panorama

Nach BootsunglückDeutsche Touristin vermisst

07.07.2012, 23:55 Uhr
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Was passierte nach dem Bootsunfall? (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Ein Rafting-Boot kentert bei einer Wilderwassertour in der Türkei. Sieben von acht Touristen können sich retten. Eine Frau aus Schwerin wird seit Tagen vermisst. Die Polizei ist immer noch auf der Suche der 50-Jährigen. Ihre Tochter erhebt unterdessen schwere Vorwürfe gegen den Veranstalter.

Nach einem Bootsunglück in der Türkei fehlt noch immer jede Spur von der vermissten Touristin aus Mecklenburg-Vorpommern. "Es wird nach wie vor gesucht", sagte eine Sprecherin des Hamburger Reiseveranstalters Öger Tours.

Das Boot der Frau war am Mittwoch bei einer Wildwassertour auf dem Fluss Alara bei Alanya gekentert. Rettungstaucher und Polizisten suchten nach der Touristin. Ein hoher Wasserstand habe die Sucharbeiten aber behindert. Bei dem Unglück seien insgesamt acht deutsche Touristen ins Wasser gestürzt. Sieben konnten sich selbst retten.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes handelt es sich bei der Vermissten um eine Frau aus Mecklenburg-Vorpommern. Der "NDR" hatte gemeldet, es sei eine 50-Jährige aus Schwerin. Aus welcher Stadt die Urlauberin stammt, wollte die Sprecherin des Türkei-Spezialisten Öger Tours aus Datenschutz-Gründen nicht sagen.

Ihren Angaben zufolge wurden fünf weitere Teilnehmer der Rafting-Tour leicht verletzt. Die Tochter der Vermissten hatte kritisiert, dass die Sicherheitsmaßnahmen unzureichend gewesen seien. Die Suche nach der Frau sei bereits nach kurzer Zeit eingestellt und erst auf Druck des deutschen Konsuls wieder aufgenommen worden.

Dazu wollte sich Öger Tours nicht äußern. Erst müsse der genaue Unfallhergang aufgeklärt werden, sagte die Sprecherin. Ihr Unternehmen arbeite bereits seit 15 Jahren mit dem Rafting-Anbieter zusammen und habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

Quelle: ntv.de, dpa