Panorama

Mehr als schöne BlumenDie Bundesgartenschau

21.04.2009, 13:36 Uhr

Die Bundesgartenschau (Buga) ist eine große Ausstellung über Pflanzen und Landschaftsarchitektur. Sie wird alle zwei Jahre an einem anderen Ort veranstaltet.

Die Bundesgartenschau (Buga) ist eine große Ausstellung über Pflanzen und Landschaftsarchitektur. Sie wird alle zwei Jahre an einem anderen Ort veranstaltet. In mehrjähriger Planung werden unter anderem neue Parkanlagen geschaffen, die das Erscheinungsbild der Stadt oder Region nachhaltig verbessern sollen. Die Schau ist mehrere Monate geöffnet. Alle zehn Jahre wird die Buga durch eine Internationale Gartenbauausstellung (IGA) ersetzt.

Die erste Bundesgartenschau gab es 1951 in Hannover, als die Kriegsfolgen in Deutschland noch deutlich zu sehen waren. Sie sollte den Mut der Menschen zum Neuanfang fördern. Während die ersten Ausstellungen eher den Charakter von Gärtnermessen hatten, berücksichtigen die Planer seit Ende der 1960er Jahre verstärkt städtebauliche Überlegungen.

Besucher-Höhepunkt 1983

Wer eine Buga ausrichten darf, entscheidet die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft (DBG). Öffentliche Kassen helfen bei der Finanzierung. Die meisten Besucher kamen der DBG zufolge zur Münchener Schau im Jahr 1983. Damals verzeichneten die Veranstalter elf Millionen Besucher.

Die Wurzeln der Gartenschauen reichen bis ins späte 18. Jahrhundert zurück. In wohlhabenden Kreisen war es damals Mode, exotische Pflanzen zu sammeln und zu kultivieren. Die ersten Pflanzenschauen bestanden in der zeitweisen Öffnung privater Gärten und Glashäuser. Später begannen Gärtnereien damit, ihr Angebot einem breiteren Publikum vorzuführen. Während der Nazi-Diktatur fanden die ersten großen Schauen mit einheitlicher Bezeichnung statt: die Reichsgartenschauen.

Quelle: dpa