Panorama

Eine Menge TheorienDie närrische Bedeutung der "11"

11.11.2007, 11:44 Uhr

Die "11" gilt als die Narrenzahl schlechthin: Am 11.11. um 11.11 Uhr beginnt die Karnevalssession, der Elferrat ist die höchste Instanz der Narren und viele Karnevalsgesellschaften haben diese Zahl in ihrem Wappen.

Die "11" gilt als die Narrenzahl schlechthin: Am 11.11. um 11.11 Uhr beginnt die Karnevalssession, der Elferrat ist die höchste Instanz der Narren und viele Karnevalsgesellschaften haben diese Zahl in ihrem Wappen. Doch warum die 11? Eine eindeutige Erklärung gibt es nicht, dafür eine Menge an Theorien.

Ein Ansatz besagt, die altdeutsche Schreibweise "eylf" habe die Zahl 11 zur Narrenzahl gemacht, denn sie soll den Jecken zurufen: "Ei, lustig, fröhlich". Dieser Spruch zierte schon 1381 das Siegel der Gründungsurkunde der Karnevalsgesellschaft zu Kleve.

Auch die römischen Ziffern XI sollen zum Aufstieg der 11 zur Narrenzahl beigetragen haben, denn durch sie sei die närrische Behauptung zu beweisen, dass die Hälfte von XI = VI ist. Andere sagen, der Schnapszahlcharakter mache den Charme der 11 aus.

Nach einer anderen Theorie hat die Zahl 11 ihren Ursprung in der christlichen Kirche. Die 11 ist das Sinnbild der Sünde, denn sie überschreitet die Zahl der zehn Gebote. Der Narr stand für die Kirche in seinem Verhalten während der Karnevalszeit außerhalb der religiösen Normen. Daher wurde mit ihm die Zahl 11 verbunden.

Dass die Kampagne am 11.11. beginnt, hat nach einer Deutung ebenfalls einen religiösen Hintergrund. Der 11. Tag im November hat laut dieser Theorie schon immer den Auftakt zu einer Zeit markiert, deren Höhepunkt die Woche vor Aschermittwoch ist. Denn dieser Tag liegt genau 40 Tage vor Winteranfang, der zeitlich fast mit Weihnachten zusammenfällt. Von Weihnachten bis Mariä Lichtmess, das im Kalender den frühesten Fastnachtstermin markiert, sind es nochmals 40 Tage.