Panorama

Neue Hoffnung für die FDP? Die schönen Haare des Herrn Lindner

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Gestylt, füllig, neu: Lindners Frisur.

(Foto: dpa)

Er gilt als letzte Hoffnung der FDP: Christian Lindner. Er will der Partei "Achtung" geben, "Selbstbewusstsein aufbauen". Damit fängt der angehende Parteichef offenbar bei der eigenen Haarfülle an. Was wohl Alt-Bundeskanzler Schröder dazu sagen würde?

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Christian Lindner im vergangenen Jahr - mit deutlich lichtem Haar.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die FDP ist aus dem Bundestag geflogen, die Führung wird z urücktreten und Platz für neue Kräfte machen. Das nimmt der voraussichtliche FDP-Vorsitzende Christian Lindner offenbar nicht nur politisch ernst. Er sieht neben der Chance eines Neuanfangs für seine Partei auch eine für sein Haupthaar. Vormals zeigte sich das Blond etwas gelichtet, doch plötzlich, welch wundersame Wendung, wirkt es wieder voll und hat sogar die Geheimratsecken verloren.

Der Grund: Die FDP-Hoffnung hat sich wohl Haare transplantieren lassen. Das Ergebnis ist deutlich sichtbar, der Ansatz ein großes Stück nach vorne gerückt. Bei Twitter macht der 34 Jahre junge Politiker nicht wirklich einen Hehl aus seiner Maßnahme und zitiert einen Spruch von Dortmunds Erfolgstrainer Jürgen Klopp: "Um es mit Jürgen Klopp zu sagen: 'Ich finde, das Ergebnis ist ganz cool geworden, oder?' CL." Der Coach hatte sich vor wenigen Monaten ebenfalls sein Haupthaar behandeln lassen. Nicht ohne Erfolg.

"Jetzt geht's darum, der Partei wieder ein bisschen Achtung zu geben, auch Selbstbewusstsein langsam wieder aufzubauen, ums uns dann mit den politischen Fragen zu beschäftigen", hatte Lindner vergangene Woche gesagt. Die Haare des künftigen Vorsitzenden gehören offenbar auch dazu - denn dem Selbstvertrauen abträglich dürfte es für den Rheinländer nicht sein.

Für die Freiheit

Für seine Partei hat er noch keinen fertigen Plan, sagte er, nur: "Ich will nicht, dass die FDP nach links oder nach rechts geht." Ziel sei, die gesellschaftliche Mitte zu erreichen. Wünscht diese sich einen Politiker, dessen Haare seiner vermuteten Kompetenzfülle entsprechen?

Die natürliche Kopfbedeckung ist bei Männern häufig Tabuthema - Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte die Behauptung, dass er sich die Haare färbe oder töne gar gerichtlich untersagen lassen. Natürlich schwarz war der deutsche Regierungschef also; auch wenn das als SPD-Politiker wohl nur im physischen Sinne erstrebenswert erscheint. Mehr Erfolg hatte da Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi. Doch den könnten, mit Verlaub, auch Hintergedanken unpolitischer Art umgetrieben haben.

"Ich stehe für die Soziale Marktwirtschaft, aber einen fair geordneten Markt, der den Fleißigen, aber nicht den Rücksichtslosen belohnt. Für gesellschaftliche Liberalität", sagte Lindner übrigens auch. Der letzte Satz klingt etwas nach dem vielsagenden Wahlkampfspruch "Für die Freiheit", der die FDP mit unter die Fünf-Prozent-Hürde und damit aus dem Bundestag drückte.

Die Freiheit, sich die Haare schön zu machen, gehört offenbar dazu. Einen Gegenkandidaten für den Parteivorsitz hat Lindner ohnehin nicht.

Quelle: ntv.de, tes

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