Panorama

Explosion im Vulkan Tungurahua Ecuador zittert vor dem "Feuerrachen"

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Seit Februar wird im "Feuerrachen" vermehrte Aktivität vermeldet.

(Foto: AP)

Vulkan Tungurahua unweit der ecuadorianischen Hauptstadt Quito macht den Seismologen Sorgen. Experten melden eine fünfminütige Explosion - auf umliegende Gemeinden regnet es Schutt und Asche.

In Ecuador wächst die Sorge vor einem Ausbruch des Vulkans Tungurahua, nachdem dieser am Freitag eine zehn Kilometer hohe Rauch- und Aschefontäne ausgespuckt hat. Experten meldeten eine fünf Minuten andauernde laute Explosion. Der Vulkan liegt 130 Kilometer südlich der Hauptstadt Quito. Die Aschebelastung war zunächst gering. Bereits seit Februar wird in dem Vulkan, dessen Name in Quechua "Feuerrachen" bedeutet, vermehrte Aktivität vermeldet. Bei einer Serie von Explosionen wurde eine Rauchwolke ausgespiehen, die bis nach Quito reichte.

Der Tungurahua ist einer von acht Vulkanen in Ecuador, das auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring liegt. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt und fast die gesamte Pazifische Platte umschließt, stoßen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander. Diese sind ständig in Bewegung, weshalb Erdstöße keine Seltenheit sind. Um den 5029 Meter hohen Vulkan liegen zahlreiche Dörfer. Bei einem Ausbruch im Jahr 2006 waren sechs Bewohner eines dieser Dörfer durch Lava getötet worden.

1900 aktive Vulkane

Rund 1900 aktive Vulkane gibt es auf der Erde. Sie alle sind Symbole für die Unberechenbarkeit der Naturgewalten. 3323 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, ist der Ätna  in Italien der größte Vulkan Europas. Im Juni 2013 hat ihn die Unesco in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen.

Der aktivste Vulkan der Erde ist der Kilauea  auf Big Island. Er ist der jüngste von insgesamt fünf Vulkanen, die zusammen die größte der Hawaii-Inseln bilden. "Kilauea" bedeutet in der Einheimischen-Sprache "spucken". Diesem Prinzip bleibt der Berg treu. Seit 1983, also seit 30 Jahren, fließt hier die Lava ununterbrochen.

Island ist die größte Vulkaninsel der Welt. Nirgendwo sonst in Europa konkurrieren die Elemente so sehr um ihren Platz wie hier. Feuer, Wasser, Erde: Hier steigt Schwefel hervor, dort brodelt Wasser, und da zittert die Erde. In den vergangenen Jahrhunderten gab es auf der Insel durchschnittlich alle fünf Jahre eine Eruption. Der Ausbruch des Eyjafjallajökull im März 2010 stellte ein bislang einzigartiges Ereignis dar, denn der Ausbruch war weit über die Grenzen des Inselstaates hinaus zu spüren. Die Aschewolken beeinflussten den internationalen Flugverkehr enorm, Flughäfen von Spanien bis Russland standen still.

Quelle: ntv.de, dsi/AFP

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