Fast 400 Kilo sind zu vielEinst weltschwerster Mann zu groß für Sarg

Der Tod des einstmals schwersten Menschen der Welt stellt seine Angehörigen vor logistische Probleme: Manuel Uribes Leichnam passt in keinen Sarg.
Die Leiche von Manuel Uribe ist zu groß für handelsübliche Särge. Der kürzlich verstorbene ehemals schwerste Mensch der Welt wird daher vermutlich eingeäschert, wie seine Mutter Otilia Garza der Zeitung "El Universal" sagte. Der 48-Jährige sei Anfang Mai wegen Herzrhythmusstörungen in die Klinik gebracht worden, teilte seine Familie mit.
Im Jahr 2006 wurde Uribe mit einem Gewicht von über 590 Kilogramm als schwerster Mann der Welt ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen. Später unterzog er sich einer Diät und nahm mehr als 260 Kilo ab, wie die Zeitung "Excélsior" berichtete. Zum Zeitpunkt seines Todes wog Uribe wieder 394 Kilogramm. Mitarbeiter des Zivilschutzes setzten einen Kran ein, um ihn ins Krankenhaus zu bringen.
Bereits seit Jahren konnte er sein Bett nicht mehr verlassen. Im Jahr 2007 verließ er erstmals seit langer Zeit wieder das Haus und ließ sich samt seinem Bett auf einem Anhänger durch die Stadt kutschieren. Eine Magenoperation lehnte Uribe allerdings stets ab. "Mein Sohn hat viel gelitten, aber er war immer guten Mutes", sagte seine Mutter Otilia. "Obwohl er immer im Bett lag, war er sehr aktiv. Jetzt kommt er endlich zur Ruhe." Für heute war in einer Kapelle in seiner Geburtsstadt Monterrey eine Trauerfeier für Uribe geplant.