Panorama

Starkregen auf Fehmarn Entwarnung im Südwesten

Die Hochwassergefahr in Baden-Württemberg ist gebannt. Der Rheinpegel bei Maxau stagnierte am späten Abend bei 8,57 Meter. Damit sei Baden-Württemberg vom befürchteten Jahrhundert-Hochwasser am Rhein verschont geblieben, sagten Sprecher der Hochwasser-Vorhersage-Zentrale (HVZ) in Karlsruhe und der Polizei. Der Schaden entlang des Rheins bewege sich in Millionenhöhe. Aber es sei noch zu früh, konkrete Angaben zu machen, da die Menschen noch beim Aufräumen seien.

Die Rhein-Schifffahrt zwischen Iffezheim und dem südpfälzischen Germersheim dürfte Sonntagvormittag nach dem Unterschreiten der kritischen 7,50-Meter-Marke wieder freigegeben werden, sagte eine Sprecherin der HVZ.

Starkregen auf Fehmarn

Unterdessen sorgten heftige Regenfälle auf der Ostsee-Insel Fehmarn für überflutete Keller und Straßen. Im Osten und Südosten der Insel fielen zwischen 0.00 und 19.00 Uhr an einigen Stellen 178 Liter Regen pro Quadratmeter. "Das ist mehr als das Dreifache an Regen, was hier in einem August normalerweise zusammenkommt", sagte der Meteorologe Stefan Laps von Meteomedia.

In Nordrhein-Westfalen hatten die heftigen Regenfälle einem Mann das Leben gekostet. Der 61-Jährige ertrank in seinem vollgelaufenen Keller in Arnsberg im Sauerland. In Mönchengladbach wurde ein 81-Jähriger von seiner Familie tot im Keller aufgefunden, in dem das Wasser etwa fußhoch stand. Der Mann starb vermutlich eines natürlichen Todes, wie die Polizei mitteilte. Zuerst war die Feuerwehr von einem Stromschlag ausgegangen.

Extreme nehmen zu

Umweltstaatssekretär Michael Müller (SPD) kritisierte bei n-tv den kurzsichtigen Umgang mit Wetterextremen: "Wir haben ein Grundproblem, dass wir in der Regel immer erst reagieren, wenn Katastrophen eingetreten sind. Der Klimawandel ist aber ein Problem, das in einer gewissen Weise die Zukunft programmiert", so Müller. Künftig seien sowohl mehr starke Regenfälle als auch längere Trockenperioden zu erwarten.

Quelle: n-tv.de

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