Panorama

Notstand in Bulgarien ausgerufenErdbeben überrascht im Schlaf

22.05.2012, 10:38 Uhr
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Berichte über mögliche Opfer gab es zunächst nicht. (Foto: picture alliance / dpa)

Zwei Tage nach dem schweren Beben in Italien wird auch Bulgarien von heftigen Erdstößen erschüttert. Das Epizentrum liegt etwa 25 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia bei der Kleinstadt Pernik. Schwere Schäden oder Opfer soll es aber nicht gegeben haben.

Nach einem heftigen Erdbeben in Bulgarien ist in dem Gebiet des Epizentrums südlich von Sofia der Notstand ausgerufen worden. In der am stärksten betroffenen Kleinstadt Pernik gebe es aber keine Todesopfer, sagte Innenminister Zwetan Zwetanow im bulgarischen Fernsehen. Das Beben hatte in der Nacht zum Dienstag eine Stärke von 5,9 bis 6 erreicht. Später hatten die US-Erdbebenwächter die Stärke mit 5,6 angegeben.

Das Epizentrum lag bei Pernik, etwa 25 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Sofia, wie das bulgarische Seismologische Institut mitteilte. In Pernik sowie in Sofia verließen Hunderte von Menschen in Panik ihre Wohnungen. Trotz Regens verbrachten sie die Nacht im Freien oder in ihren Autos. Es gab mindestens 26 teils heftige Nachbeben. Mehrere Menschen wurden wegen Nervenzusammenbrüchen oder leichteren Verletzungen ärztlich behandelt.

An vielen Häusern in Pernik hätten sich nach Angaben des staatlichen Rundfunks Risse gebildet. Zudem seien Dutzende Schornsteine eingestürzt. Aufgrund des Notstands schlossen in Pernik alle Behörden und Schulen. Die Ausrufung des Notstands hat auch zur Folge, dass die Schäden mit staatlichen Mitteln repariert werden können.

Am Wochenende hatte ein Erdbeben der Stärke 6,0 im Norden Italiens mindestens sieben Menschenleben gefordert. Etwa 4500 Menschen wurden obdachlos. Nach Angaben des bulgarischen Seismologischen Instituts gibt es aber keinen Zusammenhang zwischen den Beben in beiden Ländern.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP