Tausende in Angst und SchreckenErdbebenserie in Griechenland
In Westgriechenland wackelt seit Tagen die Erde. Bisher gibt es keine Verletzten jedoch erhebliche Schäden. Das Epizentrum liegt nahe der kleinen Hafenstadt Nafpaktos.
Ein Erdbeben der Stärke 5,1 hat am Freitagmorgen den Westen Griechenlands erschüttert. Es riss Tausende Menschen aus dem Schlaf und versetzte sie in Angst. Das Beben war das jüngste einer Serie von Dutzenden Erdstößen, die am Montag begann. Ihre Stärke schwankt zwischen 3 und 5,2.
Am Freitagmittag ereigneten sich binnen sechs Minuten zwei weitere Erdstöße der Stärke 4,3 und 4,5 und erhöhten die Angst der Einwohner. "Die Erde bebt hier fast ständig. Es ist logisch, wenn dies tagelang dauert, dass viele hier mit den Nerven am Ende sind", sagte ein Einwohner im Radio.
Verletzt wurde niemand, wie der griechische Rundfunk unter Berufung auf die Feuerwehr berichtete. Es seien jedoch erhebliche Schäden an mehreren Gebäuden entstanden. Darunter waren das Gerichtsgebäude und ein Gymnasium in der Hafenstadt Nafpaktos, die in den kommenden Tagen geschlossen bleiben. Risse weisen auch mindestens 20 Häuser auf. Zudem musste die Feuerwehr in zwei Fällen Felsen von Straßen räumen, die während des Bebens auf eine Fahrbahn nahe der Ortschaft Eypalion rollten.
Das Epizentrum der Beben liegt nach Angaben von Seismologen rund 20 Kilometer nordöstlich der kleinen Hafenstadt Nafpaktos in rund zehn Kilometer Tiefe. Das Beben vom Freitagmorgen war vor allem in der Hafenstadt Patras, aber auch noch im rund 150 Kilometer entfernten Athen zu spüren.