Neue Vorwürfe gegen SerienmörderErmittler finden weitere Opfer
Er war freundlich, charmant und wortgewandt. Doch die jungen Mädchen, die er umgarnte, mussten sterben. Nach über 30 Jahren kommt die Polizei zu dem Schluss, dass Rodney Alcala noch mehr Menschen auf dem Gewissen hat, als bisher bekannt.
Einem kalifornischen Serienmörder, der seit 1979 hinter Gittern sitzt, sind nun zwei weitere Morde angelastet worden, die über 30 Jahre zurückliegen. Wie der US-Sender CNN berichtete, soll der 67 Jahre alte Rodney Alcala in den 1970er Jahren zwei 23 Jahre alte Frauen in New York umgebracht haben. Die bisher ungeklärten Kriminalfälle konnten erst jetzt mit Alcala in Verbindung gebracht werden. Eines der Opfer, eine junge Flugbegleiterin, war 1971 in ihrer Wohnung vergewaltigt und erwürgt worden.
Alcala hatte im Raum Los Angeles vier Frauen und ein junges Mädchen umgebracht. Der Hobbyfotograf war im Sommer 1979 nach der brutalen Ermordung der 12-jährigen Robin Samsoe festgenommen worden. Im Berufungsverfahren waren zwei Todesurteile gegen den Mann wegen Verfahrensfehlern aufgehoben worden.
"Abnormales Interesse"
Im vorigen Jahr wurde er zum dritten Mal zum Tode verurteilt. Der Täter habe "sadistische sexuelle Motive" gehabt und ein "abnormales Interesse" für junge Mädchen gezeigt, befand der Richter.
Alcala war anhand von DNA-Proben und anderer Beweismittel zudem mit der Vergewaltigung und Ermordung von vier Frauen in Zusammenhang gebracht, die Verbrechen passierten zwischen 1977 und 1979 in Südkalifornien. Alcala war in dem Prozess als sein eigener Anwalt aufgetreten. Der wortgewandte Täter zeigte während des Verfahrens Mitschnitte einer TV-Dating-Show, bei der er 1978 als erfolgreicher Bewerber um die Gunst junger Kandidatinnen aufgetreten war.