Panorama

Badewetter bei 34 Grad Es wird nochmals heiß - aber anders

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Wohl dem, der in den kommenden Tagen ein Plätzchen zum Abkühlen findet.

(Foto: imago images/Jan Eifert)

Der Sommer bäumt sich noch einmal auf. An vielen Orten klettern die Quecksilbersäulen in den kommenden Tagen nochmals über die 30-Grad-Marke. Doch wegen des niedrigeren Sonnenstandes und der langen kühlen Nächte wird sich die Hitze aber anders anfühlen als im August, wie ntv-Meteorologe Björn Alexander weiß.

Der Sommer gibt noch einen Nachschlag. Wie heiß wird es?

Zu Beginn der kommenden Woche steigen die Temperaturen verbreitet auf 25 bis 33 Grad Celsius. Auch Spitzenwerte etwas darüber sind stellenweise nicht ganz auszuschließen. Wen es also an den Badesee, ins Freibad oder den heimischen Pool zieht, der sollte die Badesachen schon mal bereitlegen.

Zum letzten Mal in diesem Jahr?

Höchstwerte bis 30 Grad sind auch im Oktober noch möglich. Und auch im November liegen die Temperaturrekorde vereinzelt oberhalb der Sommermarke von 25 Grad.

Der Sommer kann also im Prinzip bis November halten.

Die Temperaturen können in sommerliche Bereiche vorstoßen, aber das hat mit Sommerfeeling natürlich mal gar nichts zu tun. Das ist im Prinzip auch schon so bei den Sommerwerten, die im Oktober möglich sind. Der Sonnenstand ist dann schon ziemlich niedrig und nicht umsonst nennt man das dann ja auch nicht mehr Spätsommer, sondern eher Altweibersommer oder Goldener Oktober. Auch die Wassertemperaturen gehen mit den länger werdenden Nächten langsam runter. Insofern wird es jetzt für viele von uns wahrscheinlich das letzte Mal sein, dass es richtiges Badewetter gibt.

Wie sind denn die Wassertemperaturen?

Meistens sind es in den Seen und an der See zwischen 17 und 22 Grad. Gemessen in einem Meter Wassertiefe. Insofern kann es in flacheren Bereichen durchaus auch etwas wärmer sein.

Wo brauchen wir denn nächste Woche die größte Abkühlung? Wo wird es am heißesten?

Ganz vorneweg marschieren der Westen und der Südwesten. Verbreitet werden es hier 30 bis 33 Grad. Auch Spitzen bis zu 34 Grad sind nach jetzigem Stand nicht auszuschließen.

Wie warm wird es im übrigen Land?

Gerne mal 25 bis 30 Grad. Lediglich direkt an der Küsten bleibt es im Seewind mit 22 bis 25 Grad etwas frischer. Zudem gibt es richtig viel Sonne, sodass die Sommerfreunde auf ihre Kosten kommen.

Hitze und Sonne sind aber natürlich nicht für alle ein Genuss. Wie lange bleibt es denn heiß?

Den Höhepunkt erleben wir wahrscheinlich am Dienstag. Anschließend geht es dann schrittweise schon wieder runter. Außerdem ist die Hitze aufgrund des abnehmenden Sonnenstandes und der kürzeren Tage nicht mit der Hitze im Juli und August zu vergleichen. Ein weiterer Vorteil: die Nächte sind deutlich länger, sodass es stärker auskühlen kann und dass es somit nur ganz vereinzelt mal tropische Nächte - also mit Tiefstwerten nicht unter 20 Grad - geben dürfte.

Björn Alexander

Björn Alexander sagt nochmals heiße Tage voraus.

Bei uns bäumt sich der Sommer nochmals. Unterdessen blicken die Menschen in den USA und in der Karibik auf die Hurrikan-Saison. Und die soll auf Rekordkurs sein.

So ist es. Bislang war die Hurrikan-Saison im Jahr 2005 das Maß der Dinge. Major-Hurrikane wie "Katrina" oder "Rita" sowie 26 weitere benannte Sturmsysteme bildeten sich seinerzeit über dem Atlantik. Doch die aktuelle Hurrikan-Saison ist nochmals deutlich aktiver und somit auf Rekordkurs.

Wie viele Stürme sind es denn bisher?

Inzwischen sind wir schon beim Buchstaben R ("Rene") angekommen. Und auch der nächste Sturm "Sally" könnte sich in den kommenden Tagen bilden.

Wo liegen wir im Vergleich zum Jahr 2005?

n der 2005er Saison kam der Buchstabe R mit Hurrikan "Rita" erst am 20. September. Damals ging es einmal durchs Alphabet und anschließend noch weiter bis zum Sturm "Zeta" am 29. Dezember 2005. Zudem hatten die USA mit Hurrikan "Laura" in diesem Jahr schon einen extrem heftigen Landfall. Bei den Windspitzen beispielsweise deutlich intensiver als bei Hurrikan "Katrina" im Jahr 2005. Offiziell geht die Saison übrigens noch bis zum 30. November. Es sind aber eben auch noch Stürme über dieses Datum hinaus möglich. Nach jetzigem Stand könnte die Hurrikan-Saison 2020 also mit deutlichem Vorsprung auf Rekordkurs.

Zurück zu unserem Wetter: Werden auch da nächste Woche in Sachen Hitze neue Rekorde aufgestellt werden?

Aus heutiger Sicht definitiv nicht. Einzelne Stationsrekorde sind zwar nicht ganz auszuschließen, für die deutschlandweiten Hitzespitzen wird es aber wohl nicht reichen. Die liegen nämlich im zweiten Septemberdrittel und auch im gesamten September bei über 36 Grad. Und das schon ziemlich lange. Die Rekorde stammen nämlich aus dem Jahr 1947.

Dann schauen wir doch mal auf den Fahrplan für den letzten Auftritt des Sommers 2020: Welche Einzelheiten erwarten uns?

Samstag Richtung Alpen einzelne Schauer und Gewitter. Auch der Norden zeigt sich noch wechselhafter. Sonst wird es aber verbreitet schon sehr schön bei windigen 18 Grad an der Nordsee und 29, vielleicht sogar schon 30 Grad am Oberrhein. Dort im Südwesten ist es übrigens zu diesem Zeitpunkt schon ein Dauer-Spätsommer. Seit letzten Dienstag durchweg mit Sommerwerten jenseits der 25 Grad.

Und am Sonntag?

Erwartet uns - abgesehen von ein paar kompaktere Wolken nordöstlich der Elbe - vielerorts ein großartiger Spätsommertag. Dazu erreichen die Temperaturen bei den Nordlichtern 19 bis 22 Grad. Im großen Rest werden häufig schon 23 bis 30 Grad.

Was machen die Temperaturen in der nächsten Woche?

Montag 23 bis 32 Grad, am Dienstag werden es oft 25 bis 33, stellenweise bis 34 Grad. Der Mittwoch bringt uns 23 bis 31 Grad. Und am Donnerstag sind es immerhin noch 21 bis 29 Grad. Örtliche gesellen sich dann insbesondere in der Südhälfte schon mal gewittrige Regengüsse dazu. Überwiegend bleibt es aber freundlich bis sonnig.

Quelle: ntv.de