Essen und Trinken

Abschneiden, nicht ausreißen!Pilzsaison eröffnet

01.09.2006, 14:27 Uhr

Die Nässe am Ende des Sommers hat auch eine gute Seite. Die Pilze sprießen! Sammler und solche, die es werden wollen, können sich in diesem Herbst auf eine reiche Ernte einstellen.

Die Nässe am Ende des Sommers hat auch eine gute Seite. Die Pilze sprießen! Sammler und solche die es werden wollen, können sich in diesem Herbst auf eine reiche Ernte einstellen. Doch sollten beim Sammeln einige Verhaltensweisen im Wald beachtet werden. Oberstes Gebot ist Behutsamkeit. Ob der Pilz nun am Boden oder am Stil geschnitten wird, ist nicht so wichtig. Hauptsache, der Pilz wird nicht aus der Erde gerissen, denn nur so können andere nachwachsen. Für sehr junge, madige, alte und giftige Pilze gilt: stehen lassen!

Sammelanfänger sollten ausschließlich Röhrenpilze sammeln. Diese haben an der Hutunterseite ein Schwammgebilde und keine Lammellen. Steinpilze und der Maronen gehören zu den Röhrlingen. Unter ihnen gibt es zwar auch ungenießbare, aber keine tödlich giftigen Exemplare.

Doch nur wer sich wirklich gut auskennt, sollte die Delikatessen aus dem Wald auf seinen Speiseplan setzen. Auf der sicheren Seite ist der, der nach einem Sammelausflug direkt zu einer Pilzberatung geht. Dort kann man neben der Sicherheit für den Pilzverzehr auch zahlreiche Tipps für einen gelungenen Sammelausflug bekommen.

Als Transportbehälter sollte das gute alte Körbchen verwendet werden. So bekommen die Pilze genug Luft und werden nicht gedrückt. In Tüten oder Taschen können selbst essbare Pilze giftige Stoffe entwickeln. Da Pilze außerdem schnell verderben, sollten auch immer nur soviel gesammelt werden, wie man gleich verarbeiten und verzehren kann. Für geschützte Pilze gelten sogar Sammelbeschränkungen. Zu ihnen zählen laut Bundesartenschutzverordnung Steinpilze, Pfifferlinge, Schweinsohren, Brätlinge, Birkenpilze, Rotkappen und Morcheln.

Auch bei der Zubereitung sollte man einige Verhaltensregeln beachten. Pilze liegen schwer im Magen und können Magen-Darm-Probleme verursachen. Sie sollten deshalb lieber als schmackhafte Beilage dienen. Zudem können nur Champignons roh verzehrt werden. Alle anderen Sorten müssen gut durchgebraten werden, um gut verträglich zu sein. Wildpilze passen besonders gut zu Fleisch und Fischgerichten, aber auch zu Reis und Pasta sind sie eine willkommene und schmackhafte Abwechslung. Guten Appetit!