Weltausstellung in Shanghai endetExpo zeichnet Deutsche aus
Die bislang größte Weltausstellung endet nach sechs Monaten mit einem Erfolg für den deutschen Pavillon. Die Expo in Shanghai zeichnet "Balancity" mit dem ersten Preis aus. Die Veranstalter vermelden zudem einen Besucherrekord.
Der deutsche Pavillon auf der Weltausstellung in Shanghai ist für die beste Umsetzung des Expo-Themas "Eine bessere Stadt, ein besseres Leben" ausgezeichnet worden. Zum Abschluss der sechsmonatigen Expo 2010 in der ostchinesischen Hafenmetropole verliehen die Veranstalter dem Pavillon "Balancity - die Stadt im Gleichgewicht" den ersten Preis, wie die deutschen Organisatoren mitteilten. Rund vier Millionen Besucher besuchten den deutschen Pavillon. Die deutsche Präsentation kostete rund 50 Millionen Euro.
Mit einem Besucherrekord geht die Weltausstellung in Shanghai nach sechs Monaten zu Ende. Rund 73 Millionen Besucher kamen. Mit 246 teilnehmenden Ländern und Organisationen war es die größte in der 159-jährigen Geschichte der Weltausstellung. Auch Deutschland hatte seinen bislang größten Expo-Auftritt.
Die Ehrung des deutschen Baus geht auch auf eine Empfehlung einer Expertenkommission der für die Weltausstellungen zuständigen Internationalen Organisation für Ausstellungswesen (B.I.E.) aus Architekten und Museumleitern zurück, die das Konzept überzeugte. "Die jahrelange Vorbereitung und die Liebe zum Detail haben sich ausgezahlt", sagte der Generalkommissar Dietmar Schmitz. Er zeigte sich "mehr als glücklich über diesen krönenden Abschluss". "Besser geht es nicht."
Appelle für Umweltschutz
Zum Abschluss der Expo sprach Chinas Regierungschef Wen Jiabao von einem "unvergesslichen Ereignis". Die Expo habe nicht nur den Fortschritt gezeigt, sondern auch die Herausforderungen für die Menschheit infolge wachsender Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, Verkehrsüberlastung und Ausbeutung der Rohstoffe. "Wir haben die Erde nur von unseren Kindern und Enkeln geborgt", sagte er.
Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief zu einem "klügeren Umgang mit den begrenzten Ressourcen unseres Planeten" auf. Er forderte stärkere Anstrengungen zum Umwelt- und Klimaschutz. "Lassen Sie uns mehr tun, um erneuerbare Energiequellen zu entwickeln und sie für alle Menschen bezahlbar zu machen." Nötig sei eine "wahrlich nachhaltige Entwicklung". Heute lebe schon mehr als die Hälfte der Menschheit in Städten. "Dieser Prozentsatz wird noch steigen."