Panorama

Verkehrschaos nach SperrungenFliegerbombe in Leipzig gesprengt

12.06.2014, 15:50 Uhr
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Am Mittag zündeten Experten den Blindgänger. (Foto: picture alliance / dpa)

In der sächsischen Stadt Leipzig finden Bauarbeiter auf dem Bahnhofsgelände eine Eineinhalb-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Doch das Fundstück kann nicht entschärft werden. Es folgt die kontrollierte Sprengung.

Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Vormittag in der Nähe des Leipziger Hauptbahnhofes gesprengt worden. Experten des Kampfmittelräumdienstes lösten kurz vor halb elf eine kontrollierte Explosion aus, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der 75 Kilogramm schwere amerikanische Sprengkörper war am Vorabend bei Bauarbeiten auf dem Areal eines alten Postbahnhofs entdeckt worden. Eine Entschärfung der Bombe war nicht möglich, deswegen wurde sie am Fundort gesprengt.

In einem Umkreis von 500 Metern mussten rund 300 Anwohner ihre Häuser verlassen - teils schon in der Nacht. Die Sperrungen sorgten am Morgen für erhebliche Behinderungen im Berufsverkehr. "Das war schon teilweise chaotisch", sagte der Polizeisprecher. Auch bei der Deutschen Bahn gab es Beeinträchtigungen. So wurde der Fernverkehr laut MDR teilweise umgeleitet.

Die Kampfmittelspezialisten aus Dresden vergrößerten zunächst die Grube rund um den Blindgänger. Dann deckten sie den Sprengkörper mit Erde und zusätzlich zwei Wassertanks mit je 25.000 Litern Fassungsvermögen ab. Die Wasserwerke erklärten laut MDR, dass es durch die Entnahme dieser Wassermassen zu Druckschwankungen im Netz gekommen sei.

Mit einem lauten Knall detonierte schließlich die Weltkriegsbombe. Es gab offenbar keine Komplikationen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa